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Sonntag, 12.08.2012 09:01

Huawei Ascend Y 200 - Lidl Smartphone im Test

aus dem Bereich Mobilfunk
Von Hayo Lücke

Ein Smartphone auf Basis von Googles mobilem Betriebssystem Android für knapp 100 Euro? Ja, das gibt es inzwischen: zum Beispiel vom chinesischen Hersteller Huawei in Form des Modells Ascend Y 200. Das vergleichsweise preiswerte Smartphone ist bereits für 99,99 Euro über die Homepage des Lebensmittel-Discounters Lidl und für etwas mehr Geld auch in anderen Online-Shops erhältlich. Wir haben uns das Billig-Smartphone genauer angeschaut.

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Optik top, Ausstattung eher ein Flop

Der erste optische Eindruck und auch die Haptik sind vielversprechend. Huawei hat seinem Einsteiger-Smartphone eine hübsche Verarbeitung mit abgerundeten Kanten spendiert und mit seiner geriffelten Akku-Abdeckung liegt das Telefon auch richtig gut in der Hand. Zwar dominiert das Gehäuse aus Kunststoff, wirklich minderwertig wirkt das Ascend Y 200 aber nicht. Dass es sich aber immer lohnt, etwas genauer hinzusehen, wird auch bei diesem Smartphone deutlich. Denn die Schwächen liegen im Detail.

Huawei Ascend Y 200
Huawei Ascend Y 200. Bild: onlinekosten.de

So läuft auf dem Telefon zum Beispiel nur die inzwischen doch recht alte Android-Version 2.3.6 Gingerbread. Mehr noch: wer schon einmal ein hochwertiges Smartphone in den Händen gehalten hat, wird schnell die maue Display-Auflösung bemerken. Bei einer Display-Diagonalen von 3,5 Zoll werden gerade einmal 480 x 320 Pixel dargestellt. Zum Vergleich: das iPhone 4S bringt es bei gleicher Display-Größe auf 960 x 640 Bildpunkte. Heutzutage auch nicht mehr das Maß aller Dinge, aber immer noch deutlich besser.

Erschwerend kommt beim Huawei-Telefon hinzu, dass mit dem Bildschirm nur 262.000 Farben dargestellt werden können. Im Zusammenspiel mit der unbefriedigenden Auflösung fehlt es zum Beispiel Icons und Widgets im Menü an scharfen Konturen. Außerdem spiegelt das Display recht stark und ist obendrein anfällig für Fingerabdrücke. Positiv: es steht ein Helligkeitssensor zur Verfügung, der die Display-Helligkeit automatisch an das Umgebungslicht anpasst.

Performance lässt zu wünschen übrig

Ebenso attraktiv präsentiert sich das Ascend Y 200 in Sachen Menünavigation. Drei unter dem Display angeordnete Sensortasten sorgen ebenfalls für einen vergleichsweise hochwertigen Eindruck. Getrübt wird das Gesamterscheinungsbild durch die vergleichsweise schlechte Performance. Weil dem integrierten Prozessor nur eine Taktrate von 800 Megahertz spendiert wurde und darüber hinaus nur ein Arbeitsspeicher von 256 Megabyte RAM zur Verfügung steht, hakt es nicht nur regelmäßig beim Starten von Apps, sondern immer wieder auch beim Wechsel aus einem speicherhungrigen Programm auf den Startbildschirm. Regelmäßig erscheint auf dem Display ein kleines Fenster mit dem Hinweis: "wird geladen."

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    Zuletzt kommentiert von BobKingsley am 18.03.2013 um 16:53 Uhr
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