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Mittwoch, 08.08.2012 16:16

Zenbook UX32A im Test: Mattes 800-Euro-Ultrabook

aus dem Bereich Computer

Gemischte Gefühle löst das Touchpad aus. Positiv ist, dass der Hersteller aus Taiwan dem großzügigen Modell mit Markierung zwischen Rechts- und Linksklick treu geblieben ist. Auf etwa 10,5 x 7 Zentimetern hat der Nutzer genügend Platz für Mehrfingergesten und findet außerdem eine präzise Steuerung vor. Doch der Mausersatz ist ab Werk zu empfindlich und registriert Berührungen mit dem Handballen während des Schreibens auf der Tastatur gerne mal als Mausbewegung – mit dem Ergebnis, dass der Cursor verrutscht und versehentlich mitten im Text weitergeschrieben wird oder aber Satzteile markiert und überschrieben werden. Durch Nachjustieren in den Einstellungen ist das Problem zu beheben. Als unschön empfanden wir auch das ruckelig wirkende Scrollen im Auslieferungszustand, das sich aber ebenfalls umändern lässt. Keine Möglichkeit zum Anpassen entdeckten wir für den unserer Meinung nach nervigen Überblendeffekt beim Zoomen von Fotos mit zwei Fingern.

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Asus Zenbook UX32A Test – Inhalt

  • Seite 1: Optik, Lieferumfang, Schnittstellen und Tastatur
  • Seite 2: Touchpad, Display, Hardware und Leistung
  • Seite 3: Sound, Akkulaufzeit, Fazit und Test-Tabelle

Entspiegelter Bildschirm, IPS-Variante erhältlich

Ebenfalls Neuland innerhalb der Ultrabook-Familie von Asus ist das entspiegelte Display. Die teuerste UX32VD-Version mit Grafikkarte ist mit einem IPS-Display mit Full-HD-Auflösung ausstaffiert. Das günstigere UX32A begnügt sich mit einem herkömmlichen TN-Panel und HD-Auflösung mit 1.366x768 Bildpunkten. An die schärfere Darstellung der Vorgänger-Generation mit 1.600x900 Pixeln reicht es somit nicht heran. Die Blickwinkel sind in Ordnung, wenn auch nicht so großzügig, wie sie beim IPS-Exemplar zu erwarten sind. Dass sich die Anzeige bei seitlichem Blick sowie von oben oder unten betrachtet verdunkelt, ist vor allem im Freien festzustellen. Da kann die matte Oberfläche ihre Stärken ausspielen.

Asus Zenbook - Verarbeitung
Das Zenbook UX32A verfügt über ein anderes Gehäuse als die erste Generation. Bilder: onlinekosten.de

Noch mit Sandy Bridge

Wie beim Sony Vaio T13 (Test) gilt: Einen neuen Ivy Bridge-Prozessor von Intel gibt es in der untersten Preisklasse nicht. Während die teureren Zenbooks die 22-Nanometer-CPUs erhalten haben, rechnet das günstigere Modell mit einem Intel Core i3-2367M mit zwei Kernen à 1,4 Gigahertz, der noch aus der Sandy Bridge-Reihe in 32-Nanometer-Fertigung stammt. Auf dem Fuße folgen daher auch Abstriche bei der Grafikleistung. Intels neue Chip-Generation mit HD 4000 Grafik steigert die Performance merklich, der ältere Core i3 ist noch mit einem Intel HD 3000 Grafikchip bestückt. Direct-X-11-Unterstützung entfällt. Als Surf- und Schreibmaschine reicht die gebotene Leistung mehr als aus, Anspruchsvollere sollten zum Zenbook UX32VD greifen. Asus hält zwei Konfigurationen für rund 1.000 und 1.100 Euro bereit, die einen aktuellen Core i5- beziehungsweise i7-Prozessor und eine Nvidia GeForce GT 620M Grafikkarte spendieren. Letzteres fügt dann auch den bereits erwähnten IPS-Bildschirm in Full-HD-Qualität hinzu.

Knapper Arbeitsspeicher, Erweiterung zulässig

An Arbeitsspeicher sind durchweg 4 Gigabyte (GB) verbaut, 2 GB sind auf dem Mainboard verlötet und 2 GB kommen als Riegel hinzu. In der Praxis zeigt sich, dass 4 GB aber nur noch gerade ausreichend sind: Als wir die Hardware beispielsweise mit gut zwei Dutzend Tabs im Chrome-Browser sowie einem HD-Video innerhalb von YouTube und einem zweiten HD-Video im VLC Player strapazierten, förderte ein Blick in den Task Manager eine Arbeitsspeicherauslastung von fast 90 Prozent zutage; der Grafikchip bedient sich schließlich mit. Auch ohne HD-Wiedergabe wurden die 4 GB RAM zu 70 Prozent in Beschlag genommen. Die CPU an sich hatte in der ersten Situation noch rund 50 Prozent Reserven. Wer einen höheren RAM-Bedarf hat, kann das 2-GB-Modul maximal durch einen 4-GB-Riegel tauschen, um auf 6 GB zu kommen. Wie uns die für Asus zuständige PR-Agentur mitteilte, darf der Kunde den Arbeitsspeicher selbständig aufstocken, eventuelle Schäden beim Umbau sind aber nicht von der Garantie abgedeckt. Ein Hinweis: Beim Zenbook Prime sitzen die kompletten 4 GB auf den Mainboard, Aufrüsten ist nicht möglich.

Kleine SSD für spezielle Aufgaben

Zusätzlich zu einer 500-GB-Festplatte ist laut Datenblatt eine SSD mit 24 GB Speicherplatz eingebaut, die Windows und häufig genutzten Programmen zu einem flotteren Start verhelfen soll und den Laptop schneller aufwachen lässt. Im Geräte-Manager taucht die SSD jedoch als 32-GB-Exemplar auf. Bis der Desktop nach einem Kaltstart angezeigt wurde, vergingen in unserem Test fast 30 Sekunden, komplett abgeschlossen ist die Arbeit für das Zenbook dann noch nicht. Ein reines SSD-Ultrabook schafft das in etwa der Hälfte der Zeit. Praktisch: Legt sich der Laptop nur schlafen, ist er in Sekunden wieder wach.

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