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Mittwoch, 08.08.2012 07:52

Schott: Breitband-Backup per Satellit für 3,90 Euro

aus dem Bereich Breitband

Im vergangenen Jahr, nach dem Reaktorunfall in Japan, hatte die Bundesregierung die Energiewende ausgerufen und das baldige Ende von Atomkraft in Deutschland verkündet. Das Herunterfahren einiger älterer Kernkraftwerke führte zu Diskussionen über die Energiesicherheit. Drohen Deutschland künftig großflächige Strom-Blackouts, wenn die Netze nicht zügig modernisiert und neue Hochspannungs-Trassen errichtet werden? Matthias Kurth, der ehemalige Präsident der Bundesnetzagentur, hatte vor einer Blackout-Panik gewarnt, hielt Sorgen vor eventuellen Stromausfällen aber für nicht ganz unberechtigt. Der Ausfall der Stromversorgung ist gerade für Einrichtungen wie Rechen- und Notfallzentren, IT-Systemhäuser sowie staatliche Institutionen und Unternehmen auch in Hinblick auf funktionierende Breitband- und Telefonanschlüsse fatal. Dieser Zielgruppe bietet die Internetagentur Schott, Anbieter von Internet per Satellit aus dem oberfränkischen Bischberg, ab sofort eine satellitengestützte Backup-Lösung über den im vergangenen Sommer gestarteten Eutelsat-Satelliten Ka-Sat an.

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Bis zu 10 Mbit/s per Satellit

Unabhängig von terrestrischen Anbindungen ermöglicht der "Backup"-Dienst von Schott für brutto 3,90 Euro im Monat im Notfall den Zugriff auf eine schnelle Internetleitung mit bis zu 10 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Download sowie bis zu 2 Mbit/s im Upload. Auch Telefonie ist nach Unternehmensangaben möglich. Einrichtungen wie Rechenzentren verfügen über Notstromaggregate und können damit direkt auf die Schott-Lösung zugreifen, während erdgebundene Internetanschlüsse per DSL oder Kabel bei einem großflächigen Stromausfall eventuell noch mit Problemen kämpfen.

Eine aufwändige Aktivierung des Backup-Services soll nach der Installation der Satelliten-Hardware nicht erforderlich sein, der Dienst ist laut Schott immer betriebsbereit. Die Anschaffungskosten für die Satellitenantenne mit einem Durchmesser von 77 Zentimeter sowie für das Sat-Modem, das an den Rechner angeschlossen wird, schlagen mit einmalig 299 Euro zu Buche, die Aktivierungsgebühr beträgt 99 Euro. Auf Wunsch lässt sich die Hardware auch mieten.

Schott Breitband-Backup per Satellit
Schott bietet für 3,90 Euro monatlich per Satellit eine unabhängige Backup-Lösung für den Breitband-Zugang an.
Screenshot: onlinekosten.de

10 Euro pro genutztem Gigabyte Datentraffic

Weitere Kosten fallen für Schott-Kunden erst an, wenn über den "Backup"-Dienst tatsächlich Datenverkehr stattfindet. Pro genutztem Gigabyte berechnet der Provider 10 Euro. Doch die vor allem auf Geschäftskunden zugeschnittene Backup-Lösung könnte beispielsweise auch für Privatkunden wie Eigentümer von Ferienwohnungen interessant sein, die nur gelegentlich einen Internetzugang am Urlaubsort benötigen. Neben den monatlichen Festkosten in Höhe von 3,90 Euro wird zusätzlich nur der Betrag für das verbrauchte Datenvolumen berechnet.

Jörg Schamberg
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 + 10 Euro bei Nichtnutzung! (2 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von KlausKlausi am 08.08.2012 um 10:26 Uhr
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