Anzeige:
Montag, 06.08.2012 13:57

Patentprozess enthüllt Apple-Geheimnisse

aus den Bereichen Mobilfunk, Sonstiges

Im kalifornischen Patentprozess von Apple und Samsung spielt die juristische Schlacht bisher eher eine Nebenrolle. Viel interessanter ist die einzigartige Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen von Apple zu werfen.

Anzeige

Bilder von iPhone- & iPad-Prototypen

Apple war seit Jahren nicht nur eines der erfolgreichsten Unternehmen der Welt, sondern auch verschlossen wie kaum ein anderes. Die Designabteilung ist ein Hochsicherheitstrakt, die Mitarbeiter erzählen einander nicht, woran sie arbeiten, jedes Produkt soll bis zur großen Vorstellung ein Mysterium bleiben - so führte es der geheimniskrämerische Gründer Steve Jobs ein.

Doch jetzt lüftet der Patentprozess gegen Samsung ein Apple-Geheimnis nach dem anderen und schafft einige Mythen aus der Welt. 100 Seiten Bilder von iPhone- und iPad-Prototypen (PDF) sind jetzt allgemein zugänglich und zeigen, wie mühsam sich die Apple-Designer zur endgültigen Form der Geräte durchgekämpft haben. Man weiß nun, dass Apple sehr wohl wie alle anderen auch Kundenbefragungen durchführt, anstelle den Nutzern mit einem Anflug von Arroganz das vorzusetzen, was man für richtig hält. Und dass der Konzern in Wirklichkeit schon über ein kleineres iPad nachdachte, als Jobs Geräte dieser Größe grundsätzlich zu "Totgeburten" erklärte.

Mehr als 2.000 E-Mails von Steve Jobs veröffentlicht

Die Informationen stammen aus den Unmengen an Material, das Apple im Zuge des Verfahrens an Samsung übergeben musste. Allein von Jobs sind mehr als 2.000 E-Mails darunter - was die Anwälte der Südkoreaner für immer noch zu wenig halten. Jetzt gelangen sie über Samsung als Beweismittel in die Prozess-Unterlagen, die in den USA grundsätzlich offen zugänglich sind. Die Seiten versuchten zwar, die Papiere großzügig für vertraulich erklären zu lassen, scheiterten aber an Richterin Lucy Koh und einem Antrag der Nachrichtenagentur Reuters.

Samsung will mit den gezielt platzierten Apple-Informationen belegen, dass der US-Rivale auch die Konkurrenz im Auge behalte und sich bei iPhone und iPad von fremden Design-Ideen inspirieren ließ. Das klappte bisher nur bedingt. Denn die ersten Einblicke hinter die Kulissen spielten eher Apple selbst in die Hände. Wenn etwa Apple-Designer Christopher Stringer - langes Haar, heller Anzug - den Geschworenen erzählt, wie sein Team "am Küchentisch" jongliert, wirkt das so, wie Apple rüberkommen will: Cool. Und die zahllosen verworfenen iPhone-Prototypen wirken sogleich eher als Beleg für die Rastlosigkeit der Designer denn als Fundgrube für verstreute fremde Einflüsse. Und sie bieten Stringer die Gelegenheit den schönen Satz zu sagen, die Designer hätten sofort gespürt, dass sie beim endgültigen Design für das erste iPhone ankamen, weil es schlicht das schönste war.

Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Freitag, 24.10.2014
EuGH-Urteil: Einbetten von Videos verstößt nicht gegen das Urheberrecht
Trotz Angriff auf iCloud-Nutzer: Apple-Chef Cook wirbt in China um Kunden
Nach Kritik: Anti-Facebook Ello verzichtet auf bezahlte Werbung
Online-Magazin "Krautreporter" ist gestartet: Breite Themenpalette von Zensur bis Ebola
Microsoft nutzt Marke Nokia nur noch für günstige Handys
ESET warnt vor Malware für den Mac
Smartwatch LG G Watch R erscheint später, kostet weniger
"Rooms": Facebook stellt App für anonyme Chats vor
Simply: Allnet-Flat mit LTE und 1 GB Highspeed-Volumen ab 9,95 Euro
Kann eine Zeitungs-Flatrate nach dem Modell Spotify die Printmedien retten?
helloMobil: LTE-Allnet-Flat mit 2 GB Highspeed-Volumen ab 14,95 Euro
Neue Internetsteuer: Ungarn will 48 Cent pro Gigabyte kassieren
Microsoft steigert Umsatz um ein Viertel
Amazon eröffnet Rechenzentrum in Deutschland
Amazon auf Crashkurs: Riesenverlust von 437 Millionen Dollar
Weitere News
Webspace gesucht?
Suchen Sie günstigen Webspace für ihre Website?
Mit dem richtigen Anbieter ist das Hosting kein Problem und alle Daten dank RAID sicher. Auch der Homepage Baukasten ist oft inklusive.
Ob Root Server mieten, Domaincheck oder Domain registrieren - der Webhoster liefert alles aus einer Hand.
Internet über Kabel
Kein DSL oder nur schlechte Werte im DSL Speedtest? Internet über das Kabelnetz ist eine der führenden DSL Alternativen.
Kabelanbieter bieten ultraschnellen Downstream über den Kabelanschluss.
Wenn kein DSL verfügbar ist und auch kein Kabel digital gewünscht wird, ist mobiles Internet vielleicht interessant.
Internetzugang
Zahlreiche Provider haben günstige DSL Angebote. Inzwischen bieten einige von ihnen auch das schnelle VDSL an.
Jetzt die Vodafone VDSL Verfügbarkeit checken, nach T-Home VDSL suchen oder die 1und1 VDSL Verfügbarkeit vor Ort prüfen.
Schnell anmelden und mit Highspeed im Internet surfen.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs