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Montag, 06.08.2012 09:11

Die iPhone-Schmiede war ein "Fight Club"

aus dem Bereich Mobilfunk

Bei Apple ist nach dem Erfolg des iPod-Players auch über eine Kamera oder ein Auto als mögliche nächste Produkte nachgedacht worden. Unter den damaligen Ideen seien zum Teil "verrückte Sachen" gewesen, sagte Marketingchef Phil Schiller im kalifornischen Patent-Prozess gegen Samsung nach US-Medienberichten. Die Apple-Spitze um Gründer Steve Jobs habe sich aber schließlich für den Einstieg ins Handy-Geschäft mit dem iPhone entschieden.

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Kleineres iPad schon länger ein Thema

Der Prozess in San Jose gibt einen einmaligen Einblick in das Innenleben von Apple, das bisher für äußerste Geheimniskrämerei bekannt war. So wurde auch bekannt, dass iTunes-Chef Eddy Cue sich schon seit Ende 2010 für ein kleineres iPad-Modell stark machte. Der damalige Konzernchef Jobs hatte zu dieser Zeit die Mini-Tablets der Konkurrenz wegen der Größe noch öffentlich als "Totgeburten" abgetan und gespottet, die Hersteller müssten den Nutzern am besten gleich Schleifpapier mitliefern, damit diese ihre Finger anpassen könnten.

Jetzt ist in der E-Mail von Januar 2011 zu lesen, Jobs habe sich für die Idee eines kleineren Tablets schließlich "empfänglich" gezeigt. Das wichtige für Samsung: Cue, der einflussreiche Chef von Apples iTunes-Medienplattform setzte sich für das Format ein, nachdem er das kleine Galaxy Tab der Südkoreaner ausprobiert hatte. Allerdings hat Apple immer noch kein solches Gerät im Angebot, auch wenn jetzt wieder einmal spekuliert wird, dass es in diesem Herbst auf den Markt kommen könnte.

Apple will in dem Prozess beweisen, dass Samsung iPhone und iPad kopiert hat. Die Südkoreaner bestreiten, dass Apple mit seinen Geräten etwas wirklich Neues erfunden habe. Zudem werfen sie dem US-Konkurrenten vor, mehrere technische Patente zu verletzen. Apple und Samsung liefern sich bereits seit mehr als einem Jahr einen weltweiten Patentkrieg. Im Gegensatz zu vorherigen Verfahren etwa in Deutschland oder Australien müssen sie diesmal jedoch Geschworene überzeugen.

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