Mit dem Monatswechsel wurde auf dem deutschen Mobilfunkmarkt ein neuer Preiskampf angefacht. Dabei sah es zunächst gar nicht so aus. Einige Preisaktionen bei namhaften Mobilfunk-Discountern, der ein oder andere neue Tarif, begleitet durch die allgemeine Sommerflaute. Doch dann kam 1&1. Aus dem Nichts wurden zunächst die Konditionen für die All-Net-Flat bei Bestandskunden verbessert, ehe bestätigt wurde, dass der Tarif für Neukunden im Preis gesenkt wird.
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1&1 startet durch
Konkret heißt das: Bestandskunden zahlen die gewohnten monatlichen Grundgebühren zwischen 29,99 und 39,99 Euro, erhalten aber ab Anfang September 1 Gigabyte HSDPA-Volumen und eine maximale Download-Geschwindigkeit von 14,4 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Neukunden müssen hingegen nur noch zwischen 19,99 und 29,99 Euro pro Monat bezahlen, surfen mit maximal 7,2 Mbit/s im Internet, erhalten aber nur noch 300 Megabyte HSDPA-Volumen. Dafür wird der SMS-Preis von 19,9 auf 9,9 Cent gesenkt. Genutzt wird das Mobilfunknetz von Vodafone, Bestellungen zu den neuen Konditionen sollen in Kürze unter www.1und1.de möglich sein.
Mit der Preisoffensive hat 1&1 nicht nur ein deutliches Zeichen bei den eigenen Kunden gesetzt, sondern auch dem Wettbewerb ordentlich eingeheizt. Zwar gilt der günstigste Preis von 19,99 Euro nur für die ersten zwölf Monate bei einer zweijährigen Vertragslaufzeit, doch auch 29,99 Euro sind ein guter Kurs und direkte Konkurrenz für das im Telekom-Netz realisierte Angebot von congstar. Abzuwarten bleibt, wie die Drillisch-Gruppe reagieren wird.
Base startet mit neuer Tarif-Idee durch
Einen ganz anderen Ansatz verfolgt die E-Plus Gruppe, die mit Marken wie Yourfone, blau.de oder simyo weiterhin zu den Preisführern auf den Markt für Allnet-Flatrates zählt. Base zählt hingegen nicht dazu und wird ab sofort (auch) zu einer Art Mobilfunk-Produkt verwandelt. Mit dem Test-Ballon Base X wird erstmals ein Tarifkonzept eingeführt, dass regional zu unterschiedlichen Preisen und mit unterschiedlichen Inklusivvolumina zu haben sein kann. Jeder Base-Shop hat die Möglichkeit, die Preise individuell festzulegen und E-Plus will nach eigenen Angaben bewusst unterschiedliche Tarifmodelle bei der interessierten Kunden testen.
Für die Zukunft ist angedacht, Base X als Plattform für diverse Zusatzleistungen anzubieten – etwa auf Basis von NFC, in Verbindung mit einer Musik-Flatrate oder für Touristen bei der Anmietung eines Autos. Verschiedene Vermarktungsansätze sind denkbar.


