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Freitag, 03.08.2012 13:08

Unitymedia KabelBW: Mehr Kunden, weniger Verlust

aus dem Bereich Breitband

Positive Zahlen von Unitymedia und Kabel BW: Die seit dem 1. Juli unter der gemeinsamen Dachgesellschaft "Unitymedia KabelBW" zusammengeschlossenen Kabelnetzbetreiber haben im zweiten Quartal ihren Erfolg bei der Neukundengewinnung fortsetzen können. "Wichtigster Wachstumstreiber ist nach wie vor die Nachfrage nach unseren kombinierten Digital-TV- und Breitbandangeboten. Hier werden wir auch zukünftig einen Schwerpunkt unserer Unternehmensstrategie setzen", erklärte Lutz Schüler, Geschäftsführer von Unitymedia KabelBW, bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen am Freitag in Köln.

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189.300 neue Internet- & Telefonieabonnements

Im Zeitraum von Anfang April bis Ende Juni konnten die auch weiterhin bestehenden Kundenmarken Unitymedia und Kabel BW in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg insgesamt 189.300 Abonnenten für Internet und Telefonie per Kabel gewinnen. Zusammen kamen beide Marken auf 98.900 neue Internet-Abonnements sowie 95.600 neu abonnierte Telefonie-Pakete. Insgesamt zählten Unitymedia und Kabel BW Ende Juni 2,01 Millionen Internet-Abonnenten, 2,04 Millonen Abonnenten nutzen die Telefonie-Dienste.

Damit konnte Unitymedia KabelBW die Zahl der Abonnements im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 Prozent steigern. Nach Unternehmensangaben sei dies das stärkste Wachstum innerhalb eines zweiten Quartals. Im Vergleich zum Rekordwachstum im ersten Quartal dieses Jahres, bei dem 113.500 neue Internet-Abonnements und 113.200 Telefonie-Abonnements hinzugewonnen werden konnten, überzeugten die beiden Marken aber deutlich weniger Neukunden. Auch in den letzten beiden Quartalen des vergangenen Jahres hatte die Zahl der Internet- und Telefonie-Neukunden jeweils die Marke von 100.000 Abonnenten geknackt.

Im Gegensatz zu vielen DSL-Providern, die fast durchweg zurückgehende Kundenzahlen verzeichnen, ist Unitymedia KabelBW aber gut aufgestellt. Nach Angaben von Lutz Schüler ist das Unternehmen der wachstumsstärkste Telekommunikationsanbieter Deutschlands. Bereits ein Viertel der insgesamt rund 6,99 Millionen Kunden nutzt inzwischen Triple-Play-Angebote, ein Zuwachs von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insgesamt abonnierten die Kunden beider Marken 10,8 Millionen Dienste.

Unitymedia Kabel BW Logos

Kabel-TV insgesamt rückläufig - Zahl der Digital-TV-Kunden wächst

Das klassische Geschäftsfeld Kabelfernsehen ist weiter rückläufig. Die Zahl der analogen TV-Anschlüsse ging um 62.200 auf noch 4,61 Millionen zurück und knüpfte damit nahtlos an den Trend der vergangenen Jahre an. Im Gegenzug steigerte Unitymedia KabelBW im zweiten Quartal die Zahl der Digital-TV-Abonnements um 57.000 auf 2,12 Millionen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet dies ein Plus von 18 Prozent. Im ersten Quartal hatte das Unternehmen allerdings noch 83.700 Digital-TV-Abonnements abschließen können. Die hohe Nachfrage nach HD-Produkten sowie digitalen Videorekordern und TV-Paketen seien Gründe für die Steigerung im Bereich Digital-TV. Über eine halbe Millionen Kunden nutzen HDTV, weiterer Nachschub an HD-Inhalten ist zudem gesichert: Im Mai hatte sich Unitymedia mit Sky geeinigt bis Jahresende 14 weitere HD-Sender des Münchener Pay-TV-Anbieters in die Kabelnetze einzuspeisen.

Technisch erreichte Unitymedia KabelBW Ende Juni rund 12,55 Millionen Haushalte, davon sind rund 12,10 Millionen Haushalte bereits für die Nutzung von Internet und Telefonie über Kabel aufgerüstet. "Wir versorgen rund 75 Prozent aller Haushalte in unserem Verbreitungsgebiet mit Bandbreiten von 100 bis 150 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) und übererfüllen damit die Breitbandziele der Bundesregierung für 2014 mit der doppelten bis dreifachen Geschwindigkeit der geforderten 50 MBit/s", betonte Unitymedia KabelBW-Chef Schüler.

Das im zweiten Quartal weiter anhaltende Kundenwachstum wirkte sich auch auf den gemeinsamen Umsatz beider Marken aus, der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um elf Prozent auf 443 Millionen Euro zunahm. Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Kunde (ARPU) stieg im Zeitraum von April bis Juni um 41 Cent auf 18,63 Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte im zweiten Quartal 261,6 Millionen Euro. Unter dem Strich machte Unitymedia Kabel BW einen Nettoverlust von 24,5 Millionen Euro, deutlich weniger als die noch 49,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Jörg Schamberg
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