Anzeige:

Donnerstag, 02.08.2012 17:31

Sony & Sharp: Tiefrote Zahlen - Kein Ende der Krise

aus dem Bereich Sonstiges

Früher stand die japanische Elektronik-Branche für aggressive Innovationskraft, jetzt machen Konzerne wie Sony und Sharp Schlagzeilen mit hohen Verlusten und dem Abbau tausender Stellen.

Anzeige

Sharp streicht 5.000 Arbeitsplätze

Die einst glorreichen japanischen Elektronik-Konzerne stecken in einem Tal der Tränen fest. Sharp streicht nach einem riesigen Verlust 5.000 Arbeitsplätze und damit fast jeden zehnten Job. Auch Sony kommt nicht aus den roten Zahlen und musste schon nach dem ersten Geschäftsquartal die Jahresprognose kappen. Beiden Branchen-Schwergewichten machen vor allem das schwache Geschäft mit TV-Geräten und der starke Yen zu schaffen.

Für Sharp wird es der erste Stellenabbau seit mehr als 60 Jahren. In dem Ende Juni abgeschlossenen (PDF) ersten Geschäftsquartal gab es erneut tiefrote Zahlen von 138,4 Milliarden Yen (1,4 Milliarden Euro). Sharp setzte früh auf LCD-Fernseher und machte damit über die Jahre auch gute Geschäfte. Inzwischen hat sich der Markt jedoch abgekühlt und die Branche leidet unter hohen Überkapazitäten. Sharp will jetzt beschleunigt eine neue Bildschirm-Technologie einführen, die angeblich Apple für seine Geräte wie das iPad haben will.

Schwaches TV- und Konsolen-Geschäft bei Sony - Smartphones als Lichtblick

Die Zahlen von Sony (PDF) sahen im Vergleich deutlich besser aus. Der Quartalsverlust lag bei 24,6 Milliarden Yen (255 Millionen Euro). Der Umsatz stieg leicht auf 1,515 Billionen Yen (15,8 Milliarden Euro) - wenn auch vor allem durch die Einbindung des Smartphone-Geschäfts, das früher gemeinsam mit Ericsson betrieben wurde. Auch bei Sony ist die Unterhaltungselektronik mit den Fernsehgeräten die Schwachstelle. Der Konzern profitiert allerdings von seinem breiteren Produktportfolio: Ein Lichtblick war die Kamera- und Camcordersparte.

Die Sony-Zahlen demonstrieren exemplarisch die Branchenprobleme. Die wichtige Sparte Fernsehen, Audio und Video verkleinerte zwar ihr Minus auf 10 Milliarden Yen (104 Millionen Euro), allerdings schrumpfte der Absatz von LCD-Geräten um gut ein Drittel auf 3,6 Millionen Stück. Ärger bereitete auch das Spielegeschäft: Der Verkauf der in die Jahre gekommenen Konsolen Playstation 3 und Playstation Portable schwächelte, die neue Playstation Vita konnte das nicht wettmachen.

Sony und Sharp hatten im vergangenen Geschäftsjahr beide Rekordverluste verbucht. Der neue Sony-Konzernchef Kazuo Hirai griff bereits im Frühjahr durch und kündigte einen harten Sanierungskurs mit dem Abbau von 10.000 Stellen an, rund sechs Prozent der Belegschaft. Sharp will über eine Partnerschaft mit dem Auftragshersteller Foxconn, der unter anderem die Apple-Geräte produziert, aus dem Schlamassel kommen. Das Unternehmen aus Taiwan stieg bei Sharp ein und will in großem Stil LCD-Panels abnehmen. Die Ankündigung von Frühjahr wurde auch mit angeblichen Plänen für einen Apple-Fernseher in Verbindung gebracht, über den schon seit Monaten spekuliert wird.

Jörg Schamberg / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Dienstag, 30.09.2014
Premiere: Fortsetzung von "Tiger & Dragon" startet gleichzeitig im Kino und bei Netflix
Ministerpräsident Kretschmann fordert vom Bund mehr Geld für Breitbandausbau
Telekom startet Verkauf des Amazon Fire Phone - ab 1 Euro mit Vertrag
Deutschland nur Durchschnitt - beim Fernsehen
EU stuft Apples niedrige Steuern in Irland als Staatsbeihilfe ein
Zalando will mit Börsengang 605 Millionen Euro einnehmen
Weiterer "iOS 8"-Bug: Zurücksetzen der Einstellungen löscht Dateien in iCloud
Ebay und PayPal gehen ab 2015 getrennte Wege
3D-Drucker sollen menschliche Organe produzieren
iPhone 2G für 15.100 Euro angeboten - eBay-Auktion endet ohne Käufer
Tele Columbus plant Börsengang
Gratis-WLAN auf dem Cola-Automaten
Gamer kommen in die Unternehmen: Zocken bis die Rendite stimmt
"Achtung Spoiler" - Serienjunkies verzweifeln
EU-Internetkommissar Oettinger will Google kürzere Zügel anlegen
Weitere News
Kabel
Ein Internet Anschluss über Kabel bei Anbietern wie Unitymedia, früher ish, oder Kabel Deutschland liegt voll im Trend.
Ob Internet Fernsehen oder nur surfen mit Highspeed: Vieles wird erst richtig mit Kabel Internet möglich.
Jetzt bestellen und den Sieger im Speedcheck testen. Einen Kabel Digital Receiver gibt's auf Wunsch dazu.
Internetzugang
Zahlreiche Provider haben günstige DSL Angebote. Inzwischen bieten einige von ihnen auch das schnelle VDSL an.
Jetzt die Vodafone VDSL Verfügbarkeit checken, nach T-Home VDSL suchen oder die 1und1 VDSL Verfügbarkeit vor Ort prüfen.
Schnell anmelden und mit Highspeed im Internet surfen.
Turbo Internet
DSL 16000 ist im Vergleich zu DSL 1000 oder DSL 2000 zwar schnell.
Mit VDSL geht es noch viel schneller: DSL 25000 und DSL 50000 brechen alle Rekorde im DSL Test.
Aber auch Internet über Kabel kann da mithalten.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs