Anzeige:
Samstag, 04.08.2012 16:16

Bund will Web-Glücksspiele auf Geldwäsche prüfen

aus dem Bereich Sonstiges

Online-Glücksspiele boomen. Das Milliardengeschäft birgt allerdings erhebliche Geldwäsche-Risiken. Der Bund will dem "Waschen" von Geldern nun einen Riegel vorschieben und hofft, andere EU-Staaten dafür zu gewinnen.

Anzeige

Online-Glücksspiele im Visier

Im Kampf gegen Geldwäsche wird in Deutschland auch das Online-Glücksspiel stärker unter die Lupe genommen. Die Bundesregierung verabschiedete am Mittwoch einen Gesetzentwurf, nach dem Betreiber von Glücksspielen im Internet Sorgfaltspflichten nach dem Geldwäschegesetz erfüllen müssen. Wie das Finanzministerium in Berlin weiter mitteilte (PDF), sollen die Aufsichtsbehörden der Länder Finanzströme von legalen und illegalen Betreibern verfolgen und verbieten können.

Mit dem seit Juli geltenden neuen Glücksspielstaatsvertrag der Bundesländer ist der Vertrieb von Sportwetten und Lotterien über das Internet wieder zugelassen. Online-Casinospiele und Online-Poker bleiben verboten. Da beim Glücksspiel schnell und einfach riesige Summen umgesetzt werden können, eignet es sich besonders zum "Waschen" von Geldern aus kriminellen Handlungen.

Finanzministerium fordert lückenlose Transparenz bei Zahlungsströmen

Beim Online-Glücksspiel bestehen laut Ministerium besonders hohe Risiken für Betrug und Geldwäsche. Spieler könnten leichter anonym oder mit gefälschten Identitäten auftreten. Zudem könne eine illegale Herkunft von Geldern durch Transaktionen über mehrere Spieler- und Betreiberkonten einfach verschleiert werden. Intransparente Zahlungsprodukte wie auf anonymen Prepaid-Karten gespeichertes elektronisches Geld oder Bargeld sollen den Plänen zufolge im Online-Glücksspiel nicht verwendet werden dürfen. Die Identifizierung eines Spielers soll den gleichen strengen Kriterien unterworfen werden, die für Kreditinstitute bei der Eröffnung eines Kontos gelten. "Ziel ist eine lückenlose Transparenz bei den Zahlungsströmen", hieß es.

Schätzungen der EU-Kommission zufolge hätten die Einnahmen der Online-Glücksspielanbieter in der Europäischen Union 2008 bei mehr als sechs Milliarden Euro gelegen. Die Dunkelziffer sei aber hoch, da viele Anbieter illegal operierten. Im Online-Markt habe das Glücksspielwesen den stärksten Zuwachs. Der Umfang werde sich in den nächsten fünf Jahren - ausgehend von Schätzungen 2008 - verdoppeln. Mit der geplanten Ergänzung des Geldwäschegesetzes beschreite Deutschland einen neuen Weg über internationale Standards hinaus, erklärte das Finanzministerium weiter. Deutschland wolle sich bei den Verhandlungen über die EU-Geldwäscherichtlinie dafür einsetzen, dass der von Berlin verfolgte Ansatz übernommen werde.

Jörg Schamberg / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Sinnlos (0 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von leinadbhv am 05.08.2012 um 18:35 Uhr
 Suche

  News
Donnerstag, 23.10.2014
Lufthansa: Rechenzentren gehen an IBM
CSU-Chef Seehofer: "Ich schimpfe nicht über Google. Ich nutze Google"
Mittwoch, 22.10.2014
Presseverlage knicken ein: Google kann Inhalte gratis nutzen
Kaspersky-Studie: Immer mehr Malware-Attacken auf Android-Smartphones
Fitness First kauft Online-Fitnessanbieter NewMoove
Telekom-Chef warnt: Internet-Monopole saugen Wirtschaft aus
Nur jeder Vierte schützt seine Online-Passwörter
Keine Lust mehr aufs iPhone? Google erklärt den Wechsel zu Android
E-Book-Streit: Amazon einigt sich auch mit Bonnier
Größtes deutsches WLAN-Netz: Kabel Deutschland betreibt 500.000 Hotspots
Nach Angriffen: Apple gibt Sicherheitshinweis für iCloud-Nutzer
Sky Go: Technische Störung bei Bayern-Spiel verärgert Sky-Kunden
Peinliche Panne: Telekom muss Produktnamen "Samba" zurückziehen
Google-Dienste mit Störungen am Mittwochmorgen
Deutsche nutzen Videostreaming - aber nicht alle zahlen dafür
Weitere News
DSL = Schnell
Diese Gleichung geht leider nicht immer auf. Manchmal liefert der Internetprovider nur Schneckentempo.
Die Suche nach dem richtigen Internetanschluss kann dann schnell Nerven kosten. Welche DSL Flatrate ist nun die Richtige?
Vielleicht ist auch mobiles Internet eine gute Alternative zum DSL Internet.
Internet per Flat
Ob per Kabel oder mit VDSL: Erst eine Flat bringt richtig Spaß beim Surfen über die schnellen Internetleitungen.
Jetzt die Kabel-Angebote vergleichen oder neben der T-Home VDSL Verfügbarkeit die 1und1 VDSL und Vodafone VDSL Verfügbarkeit prüfen.
Alle günstigen Tarife hier in unserem DSL Preisvergleich.
DSL Alternativen
Kein DSL verfügbar oder ist der DSL Test lahm wie eine Schnecke?
Dann schnell mobiles Internet per UMTS bestellen.
Mit einer Downloadrate in DSL Geschwindigkeit wird UMTS zur DSL Alternative und Fernsehen im Internet wird ebenfalls mobil möglich.
Aber auch Internet über Kabel ist schnell und günstig.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs