Anzeige:

Donnerstag, 02.08.2012 17:01

Kritik an Facebook: Geld wichtiger als Nutzer

aus dem Bereich Sonstiges

Freie Software-Entwickler sind verärgert über einen zunehmend restriktiven Umgang von Sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter mit Schnittstellen zu diesen Online-Plattformen. Jetzt hat sich ein Internet-Unternehmer in den USA mit einem weit beachteten offenen Brief an Facebook-Chef Mark Zuckerberg gewandt und diesem vorgeworfen, es gehe ihm nicht mehr um die Nutzer, sondern nur noch um Werbe-Einnahmen und den Börsenkurs.

Anzeige

"Zutiefst verdorbene Plattformen"

"Du hast ein Geschäft aufgebaut, das finanzielle Motive verfolgt, die nicht im Einklang mit den Interessen von Nutzern und Entwicklern sind", wetterte Dalton Caldwell, Gründer der noch im Aufbau befindlichen Sozialen Plattform App.net. "Dein Unternehmen, und Twitter auch, hat bewiesen, dass es die Nutzer und unabhängige Entwickler verarschen will, alles im Namen der Werbeeinnahmen", fügte Caldwell hinzu. Er habe kein Vertrauen mehr, dass sich diese Entwicklung aufhalten lasse. Deshalb sei er entschlossen nie wieder eine Zeile Programmcode für "zutiefst verdorbene Plattformen" wie Facebook oder Twitter zu schreiben.

Auslöser für den Offenen Brief war laut Caldwell ein Treffen mit Facebook-Managern. Dabei habe er einen neuen Dienst auf der Facebook-Plattform vorstellen wollen, erklärte Caldwell. Die Manager des Unternehmens hätten ihm aber erklärt, dass sein Projekt mit dem kürzlich eingeführten App Center von Facebook in Konkurrenz stehen würde. Facebook habe sich daraufhin bereiterklärt, Caldwells Unternehmen zu kaufen.

Keine Reaktion von Facebook, aber Stellungnahme von Google-Manager

Von Facebook gab es zunächst keine Reaktion auf den Offenen Brief. Dafür meldete sich der hochrangige Google-Manager Vic Gundotra zu Wort. Sein Unternehmen sei kritisiert worden, dass es noch keine Schnittstelle zum Sozialen Netzwerk Google+ bereitgestellt habe, an die Entwickler dann eigene Anwendungen andocken könnten. Gundotra betonte aber, dass Google bei der Bereitstellung von Software-Schnittstellen (APIs) den Entwicklern die Zuversicht vermitteln wolle, "dass die Innovationen, die sie bauen, eine langfristige Perspektive haben". "Ich bin nicht daran interessiert, Entwickler hinters Licht zu führen", schrieb Gundotra.

Für das Soziale Netzwerk Facebook scheint es an der Börse derzeit kein Halten zu geben. Die Aktie verlor zum Handelsschluss in New York am Mittwoch 3,82 Prozent auf 20,88 Dollar. Zwischenzeitig war sie bis auf 20,84 Dollar abgesackt. Anleger, die beim Börsengang im Mai noch 38 Dollar pro Papier gezahlt hatten, haben damit fast die Hälfte ihres Einsatzes verloren. Facebook hatte im vergangenen Quartal angesichts hoher Personalkosten sowie Investitionen in neue Produkte, Technik und Marketing ein dickes Minus von 157 Millionen Dollar eingefahren. Überdies wuchs das von Mark Zuckerberg gelenkte Soziale Netzwerk langsamer als manche Analysten erhofft hatten.

Jörg Schamberg / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Ist das was neues? (1 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von dan2k am 02.08.2012 um 21:29 Uhr
 Suche

  News
Donnerstag, 18.09.2014
Neues Amazon-Tablet Fire HD in zwei kompakten Größen
ADAC verlängert Vorteilsaktion für Prepaid-Nutzer
iOS 8 steht jetzt zum Download bereit
Apple stellt die neuen iPads im Oktober vor
iPhone 6 oder 6 Plus - Welche Größe brauchen Sie?
Netflix braucht den gläsernen Zuschauer
Israel rüstet sich für Kriege in der Cyberwelt
Mittwoch, 17.09.2014
Nachfrage-Boom: iPhone 6-Produzent Foxconn am Limit
NFC auf iPhone 6: PayPal verspottet Apple Pay
Apple: Zwei Stufen-Bestätigung auch für iCloud Nutzer
Kabinett macht ernst: "Digitale Verwaltung 2020" soll kommen
Telekom und Netzneutralität: Zahlen sollen die Anderen
Apple-Chef Tim Cook: Wir verkaufen Geräte, keine Daten
Sicherheitslücke im Android-Browser: Angreifer können mitlesen
Netflix in Deutschland gestartet (Update zu House of Cards)
Weitere News
Webspace gesucht?
Suchen Sie günstigen Webspace für ihre Website?
Mit dem richtigen Anbieter ist das Hosting kein Problem und alle Daten dank RAID sicher. Auch der Homepage Baukasten ist oft inklusive.
Ob Root Server mieten, Domaincheck oder Domain registrieren - der Webhoster liefert alles aus einer Hand.
Internet per VDSL
Die DSL-Anbieter rüsten auf:
Mit ihren VDSL Angeboten bieten die Provider Highspeed-Internet mit bis zu 50 Mbit/s in vielen Gebieten.
Jetzt T-Home VDSL Verfügbarkeit prüfen oder den Ausbau von 1und1 VDSL, Alice VDSL und Vodafone VDSL checken.
Internet per Flat
Ob per Kabel oder mit VDSL: Erst eine Flat bringt richtig Spaß beim Surfen über die schnellen Internetleitungen.
Jetzt die Kabel-Angebote vergleichen oder neben der T-Home VDSL Verfügbarkeit die 1und1 VDSL und Vodafone VDSL Verfügbarkeit prüfen.
Alle günstigen Tarife hier in unserem DSL Preisvergleich.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs