Anzeige:

Donnerstag, 02.08.2012 12:28

Tagesschau-App: Verleger erwarten Zugeständnisse

aus den Bereichen Computer, Mobilfunk
BDZV Helmut Heinen
BDZV-Präsident Helmut Heinen. Bild: BDZV

Im Streit um die "Tagesschau"-App warten die Zeitungsverleger auf ein Signal der öffentlich-rechtlichen Sender. "ARD und ZDF müssen sich rühren. Wir sind bereit - aber nicht zu Verhandlungen um der Verhandlungen willen", sagte der Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger BDZV, Helmut Heinen, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Heinen erinnerte daran, dass es schon im Februar eine unterschriftsreife Einigung gegeben habe. "Wir müssen nur diese ausgehandelte Version unterschreiben. Aber die andere Seite will nicht."

Anzeige

Keine "ausgehandelte Erklärung"

"Es gibt noch keine 'ausgehandelte Erklärung'", entgegnete ein ZDF-Sprecher. Was vorliege, sei ein weitgehend verhandelter Text, mit dem das ZDF bei einer Änderung gut leben könnte. So dürften für die Beurteilung einer Presseähnlichkeit nicht nur Texte mit Texten verglichen werden. Das mache keinen Sinn. "Vielmehr müssen die jeweiligen Gesamtangebote betrachtet werden. Das ließe sich mit einer kleinen redaktionellen Änderung am Entwurf für die gemeinsame Erklärung beheben", erklärte der Sprecher. Man sei zudem grundsätzlich weiter gesprächsbereit und halte eine einvernehmliche Lösung nach wie vor für möglich.

Auch die ARD-Vorsitzende Monika Piel teilte mit, die ARD sei mit Vorschlägen auf die Verlegerseite zugegangen und auch weiterhin gesprächsbereit. "Und natürlich ist die ARD auch zur Unterschrift bereit, sobald eine aus Sicht aller Beteiligten unterschriftsreife Erklärung vorliegt", ergänzte sie.

Urteilsverkündung ohne Einigung im September

Das Kölner Landgericht hatte beide Seiten vor zwei Wochen erneut zu einer gütlichen Einigung aufgefordert. Vor der Wettbewerbskammer wird die Klage von acht großen Verlagen gegen die "Tagesschau"-App verhandelt. Die kostenlose Anwendung für Smartphones und Tablet-Computer bietet nicht nur TV-Inhalte, sondern auch Texte. Die Zeitungsmacher verurteilen sie deshalb als "presseähnlich" und beklagen, die Sender machten ihnen mit der gebührenfinanzierten App auf dem Zukunftsmarkt Online unfaire Konkurrenz. Sollte es keine Einigung geben, will das Gericht im September ein Urteil fällen.

Heinen, Herausgeber der "Kölnischen Rundschau", betonte die Gemeinsamkeiten zwischen Verlegern und Öffentlich-Rechtlichen: "Keine Seite will der anderen einen entscheidenden Schaden zufügen. Wir haben gleiche Vorstellungen von Journalismus, Qualität und einer konstruktiven Medienordnung."

Christian Wolf / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Montag, 28.07.2014
25 Jahre Microsoft Office: Vom Papier zum Tablet und in die Cloud
Crash-Tarife: Nokia Smartphone für 1 Euro - Vodafone Tarife ohne Fixkosten
Media Markt gibt 19 Prozent Rabatt: Smartphones, Tablets & Co zum Schnäppchenpreis
Nicht ohne mein Smartphone: Verzicht aufs Handy fällt schwer
Nano-Spray macht Smartphones wasserdicht
Ex-Telekom-Chef Ron Sommer im Interview: Der Machtverlust war schwer zu verkraften
Google-Steuer in Spanien: Für einen Link muss gezahlt werden
Kampf um Kopfhörer: Bose verklagt Beats - Übernahme durch Apple schwieriger
M-net: Glasfasernetz erreicht bereits 60.000 Haushalte im Main-Kinzig-Kreis
Easybell startet Glasfaserangebot: "Komplett glasfaser" ab 19,95 Euro
Sonntag, 27.07.2014
"Hidden Cash": Schatzsuche im Tiergarten - Berliner auf der Jagd nach Geldumschlägen
Innenministerium: Überwachung von Facebook und Twitter kein Grundrechtseingriff
BlackBerry-Chef sieht Wende: "Wir sind außer Gefahr"
"Focus": Telekom will Glasfaserausbau vorantreiben - Highspeed-Internet für 50 Städte
Handy des "Bild"-Chefs mit Nachricht von Ex-Bundespräsident Wulff kommt ins Museum
Weitere News
Whois
Suchen Sie eine eingängige Domain für ihre Website und die Wunschadresse scheint schon belegt?
Einfach mit Whois den Check machen und herausfinden, zu wem die URL und IP Adresse gehört. Auch die DENIC kann oft Auskunft geben.
Vielleicht ist ein Reseller beteiligt und verkauft preisgünstig.
Prepaid Handy
Mit einem Prepaid-Tarif lässt sich bei voller Kostenkontrolle telefonieren. Allerdings benötigt man dann auch ein Handy ohne Vertrag.
Wer einen Discounter-Tarif bei Anbietern wie Fonic oder Simyo wählt, muss sich noch nach einem Prepaid Handy umsehen.
Verschiedene Modelle gibt es in unserer Handy Übersicht.
Turbo Internet
DSL 16000 ist im Vergleich zu DSL 1000 oder DSL 2000 zwar schnell.
Mit VDSL geht es noch viel schneller: DSL 25000 und DSL 50000 brechen alle Rekorde im DSL Test.
Aber auch Internet über Kabel kann da mithalten.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs