Anzeige:

Mittwoch, 01.08.2012 08:01

Google: Presseschutz isoliert Deutschland

aus dem Bereich Sonstiges

In der Debatte über ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage im Internet hat Google einen Runden Tisch mit allen Beteiligten im Kanzleramt angeregt. Der jetzt bekannt gewordene Gesetzesvorschlag bedeute "einen Eingriff in die Informationsfreiheit und würde Deutschland weltweit isolieren", sagte Google-Sprecher Kay Oberbeck am Dienstag in Hamburg. Dabei sei Google "in vielen Bereichen ein wichtiger Partner der Verlage und hat ein großes Interesse an qualitativ hochwertigem Journalismus".

Anzeige

Entwurf erntete heftige Kritik

Die Regierungskoalition hat Anfang März in einem Spitzengespräch ihre im Koalitionsvertrag festgehaltene Absicht bekräftigt, das Leistungsschutzrecht als Teil einer Reform des Urheberrechts einzuführen. Daraufhin legte das Bundesjustizministerium Mitte Juni einen ersten Referentenentwurf für ein Gesetz vor, der Presseerzeugnisse vor einer freien gewerblichen Nutzung im Internet schützen sollte

Nach teilweise massiver Kritik auch in den Reihen der Koalitionsparteien wurde nun ein zweiter Referentenentwurf vorgelegt, der sich nach Informationen von "Heise Online" auf die Nutzung von Presseerzeugnissen durch Suchmaschinen beschränkt. Die Verlegerverbände haben gefordert, das Leistungsschutzrecht noch in dieser Legislaturperiode, also bis Herbst 2013, einzuführen.

Google sieht keinen Handlungsbedarf

Google-Sprecher Oberbeck erklärte, schon jetzt könne sich jeder Verlag durch eine einfache Ergänzung im Code seines Web-Auftritts aus der Google-Suche herausnehmen. Dafür bedürfe es keines neuen Gesetzes. "Solch ein Gesetz schützt niemanden und schadet allen - Nutzern, Verlagen, Suchmaschinen und der deutschen Wirtschaft."

Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Montag, 22.12.2014
Wegen Hacker-Affäre: Nordkorea droht USA mit Krieg
Sonntag, 21.12.2014
TV-Jahr 2014: Tatort boomt, Fernseh-Show stirbt
Netzwelt-Menschen 2014: Cook, Snowden, Bezos & Co
Selbstfahrendes Auto: Google sucht Partner in Autobranche
Nordkorea streitet Cyber-Attacke auf Sony ab und droht den USA
Bundesregierung will Firmen zu mehr Sicherheit im Netz verpflichten
Crowdfunding in der Landwirtschaft: Der Bauer mit den dicksten Kartoffeln
Streikpause bei Amazon am Sonntag - Ausstand soll Montag weitergehen
Samstag, 20.12.2014
Trendforscher Horx warnt vor ständigem Online-Sein
Weißrussland erleichtert Verbote regimekritischer Onlineforen
Abzockvorwürfe: Millionenstrafe für T-Mobile US
Instagram löscht Millionen von Spam-Konten - Justin Bieber & Co verlieren Follower
Telekom Adventsaktion: 24 Monate 10 Prozent Online-Rabatt auf MagentaMobil
Rekordstreik bei Amazon bis Heiligabend - Verdi klagt gegen Sonntagsarbeit
Telekom plant Verkauf von T-Online an Axel Springer
Weitere News
Mobiles Internet
Unterwegs und trotzdem Online: Mobiles Internet per UMTS macht's möglich.
Fast genauso schnell im Speed Test oder sogar schneller als ein regulärer Internetzugang.
Damit ist mobiles Internet neben Kabel digital auch als Alternative interessant, wenn die DSL Verfügbarkeit am Wohnort eingeschränkt ist.
DSL Anschluss
DSL 2000 für Einsteiger, DSL 6000 für Normalsurfer oder DSL 16000 für Internetprofis.
Welcher Internetanschluss von welchem Internet Provider ist geeignet?
Der DSL Anbieter Vergleich zeigt: Die Auswahl ist groß
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs