Anzeige:
Sonntag, 05.08.2012 17:01

Wikipedia: Neue Technik gegen Autorenschwund

aus dem Bereich Sonstiges

Der Wikimedia-Stiftung ist das Problem hinlänglich bekannt, das zeigt der Jahresbericht. Und sie hat mehrere Projekte begonnen, die den Schwund aufhalten sollen. Die Umsetzung dauert allerdings.

Anzeige

Komplizierte Technik schreckt ab

Problem Nummer 1: die Technik. Wer einen Artikel anlegen oder bearbeiten will, kann nicht einfach einen Button anklicken und loslegen. Denn die Texte sind in einer Syntax geschrieben, die sich zwar auch ohne Informatik-Studium leicht erlernen lässt, aber viele neue Nutzer abschreckt.

Deswegen arbeitet die Wikimedia-Stiftung an einem sogenannten "Visual Editor", also einem Bearbeitungsprogramm, das sich so leicht bedienen lassen soll wie eine herkömmliche Textverarbeitung. Das Prinzip lautet: Was Du siehst, ist das, was Du auch bekommst. Allerdings hinkt Wikimedia dem ursprünglichen Zeitplan hinterher; erst kürzlich stellte die Stiftung einen Prototypen vor, bis zu einer breiten Einführung dürften noch viele Monate vergehen.

Nur wenige weibliche Mitarbeiter

Problem Nummer 2: der Mangel an Vielfalt. Nur knapp 10 Prozent der Wikipedia-Mitarbeiter sind weiblich. Und Mitarbeiter aus dem "Süden der Welt" seien ebenfalls unterrepräsentiert, mahnt die Wikimedia-Stiftung. Die Geschlechterkluft will sie indirekt verkleinern, indem sie Schulungen anbietet, in denen mindestens 50 Prozent der Teilnehmer Frauen sind. Und in einigen Entwicklungs- und Schwellenländern kooperiert sie mit Mobilfunk-Anbietern, um Handy-Nutzern einen kostenlosen Zugang zum Lexikon zu ermöglichen ("Wikipedia Zero").

Problem Nummer 3: Das Internet wird mobiler, Wikipedia ist aber auf die Nutzung am PC ausgelegt. Die mobile Website ist mittlerweile überarbeitet worden, zudem gibt es Smartphone-Apps. Künftig sollen Nutzer mit dem mobilen Gerät leichter Fotos hochladen und auf dem Mini-Bildschirm Aufgaben erledigen können.

Wikimedia-Stiftung stellt neue Mitarbeiter ein

Um diese Ziele zu erreichen, stellt die Stiftung kräftig ein. Die Belegschaft soll im laufenden Geschäftsjahr deutlich von 119 auf 174 Mitarbeiter wachsen. Die Ausgaben steigen von 27,2 auf 42,1 Millionen Dollar. Gleichzeitig will das spendenbasierte Projekt seine Einnahmen aber auch um ein Drittel auf 46,1 Millionen Dollar steigern. Das Wissen der Welt lässt sich nicht zum Nulltarif sammeln und bewahren.

Jörg Schamberg / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Ehre sei den Ori... (4 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von tommy1808 am 07.08.2012 um 08:25 Uhr
 Suche

  News
Sonntag, 01.02.2015
Telekom will Datenspionage durch Ausbau innerdeutscher Verbindungen verhindern
Samstag, 31.01.2015
Bundesdatenschutzbeauftragte Voßhoff lehnt Vorratsspeicherung nun ab
Google Now zeigt jetzt Informationen aus Drittanbieter-Apps
Frequenzauktion: Bundesnetzagentur weicht Vergabekriterien auf
Media Markt und Saturn: Mit elektronischen Preisschildern gegen Amazon & Co?
Justizminister Maas fordert Korrektur der neuen Facebook-Regeln
"Spiegel": Cyberangriff auf Kanzleramt knapp drei Jahre unbemerkt
Freitag, 30.01.2015
Congstar senkt Preis für "Handytausch Option" auf 1 Euro pro Monat
DeutschlandSIM-Aktion: Allnet-Flat mit LTE für 12,95 Euro
Facebook ab sofort mit neuen Datenschutz-Regeln - Zweifel an Zulässigkeit
Vodafone startet neuen Prepaid-Tarif für 9,99 Euro
ADAC findet Sicherheitslücke in ConnectedDrive von BMW
Android-ROM: OnePlus kündigt OxygenOS an - Microsoft investiert in Cyanogen
"Zeit": BND speichert täglich 220 Millionen Telefondaten
Berliner Journalisten gründen Online-Fensehsender
Weitere News
Internet per Flat
Ob per Kabel oder mit VDSL: Erst eine Flat bringt richtig Spaß beim Surfen über die schnellen Internetleitungen.
Jetzt die Kabel-Angebote vergleichen oder neben der T-Home VDSL Verfügbarkeit die 1und1 VDSL und Vodafone VDSL Verfügbarkeit prüfen.
Alle günstigen Tarife hier in unserem DSL Preisvergleich.
Handys
Wer keinen Mobilfunk-Vertrag abschließen will, braucht zu seiner Prepaid SIM-Karte von Anbietern wie Simyo oder Fonic noch ein Handy ohne Vertrag. Die Auswahl ist groß, ebenso wie die Preisunterschiede.
Ob klassisches Tastenhandy oder Touchscreen Handy: Wir stellen aktuelle Modelle verschiedener Preiskategorien vor.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs