Der problembeladene Internetkonzern Yahoo verliert eine seiner wichtigstigen Führungsfiguren. Der für das Mediengeschäft zuständige Manager und zeitweilige Chef Ross Levinsohn hat das Unternehmen am Dienstag verlassen. Damit stellt sich die Frage: Wer unterstützt die frisch angetretene Yahoo-Chefin Marissa Mayer, wenn sie im Oktober ihr erstes Kind bekommt?
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"Meine Zeit bei Yahoo ist zu Ende"
Dieser Abgang bei Yahoo war absehbar: Nachdem die Internetfirma in der Google-Managerin Marissa Mayer die neue Yahoo-Chefin gefunden hat, verlässt Interimschef Ross Levinsohn das Unternehmen. Er war vor zwei Jahren zu Yahoo gekommen und war selbst als Kandidat für die dauerhafte Besetzung des Postens gehandelt worden.
"Meine Zeit bei Yahoo ist zu Ende", erklärte Levinson in einer E-Mail an Freunde und Kollegen, aus der die "New York Times" und das "Wall Street Journal" am späten Montag (Ortszeit) zitierten. Yahoo sei eine klasse Marke, betonte er. "Dieses Unternehmen zu führen, gehört zu den besten Erfahrungen in meiner Karriere. Aber es ist an der Zeit für mich, eine neue Herausforderung zu suchen."
Levinsohn: Yahoo-Übergangschef für wenige Wochen
An diesem Dienstag (31. Juli) ist Levinsohns letzter Arbeitstag, wie Yahoo mitteilte. Levinsohn ist seit knapp zwei Jahren im Unternehmen und leitete das wichtige Mediengeschäft. Mitte Mai hatte er die Konzernleitung kommissarisch übernommen, nachdem der bisherige Chef Scott Thompson wegen eines geschönten Lebenslaufs Hals über Kopf gehen musste.
Levinsohn legte in seiner kurzen Amtszeit nicht nur einen Patentstreit von Yahoo mit Facebook bei, den sein Vorgänger vom Zaun gebrochen hatte. Stattdessen band Levinsohn die beiden Internetfirmen durch eine erweiterte Partnerschaft enger aneinander. Er besiegelte auch den Verkauf von Anteilen an der chinesischen Internetplattform Alibaba, wodurch Yahoo 7,1 Milliarden Dollar zuflossen.


