Im Patent-Prozess von Apple und Samsung in Kalifornien kann die heiße Phase beginnen: Am Montag sind die zehn Geschworenen ausgewählt worden. Es nahm den ganzen ersten Tag in Anspruch, die sieben Männer und drei Frauen auszusuchen. Die Gegend um San Jose ist eine Hochburg der IT-Industrie, die Apple-Zentrale ist nur wenige Kilometer entfernt - und entsprechend viele der zufällig ausgesuchten Kandidaten waren zu tief in den Konflikt verstrickt, um als unvoreingenommen durchzugehen.
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Ausgesiebte Kandidaten
So räumte ein Apple-Mitarbeiter laut US-Medienberichten sofort ein, dass er seinen Arbeitgeber gewinnen sehen wolle. Ein Google-Beschäftigter wurde von den Apple-Anwälten ausgesiebt - der Internet-Konzern ist die treibende Kraft hinter dem mobilen Betriebssystem Android, um das es bei dem Prozess auch geht. Der Vater von einem der Geschworenen-Kandidaten arbeitet ausgerechnet in der Rechtsabteilung von Apple, mehrere halten selbst Patente, einer besitzt mehrere tausend Apple-Aktien. Eine Frau gab hingegen an, überhaupt kein Handy zu haben. Ein Mann wurde entschuldigt, weil er gerade erst seine eigene Firma gestartet hatte und der Prozess mindestens bis Mitte August dauern soll.
Eröffnungsgespräche beginnen am Dienstag
Am Ende landeten auf der Geschworenenbank unter anderem ein Stadt-Angestellter, ein Sozialarbeiter, ein Ingenieur, ein Angestellter des Telekom-Riesen AT&T und ein arbeitsloser Videospiele-Fan, der Softwareentwickler werden will. Am Dienstag - am Abend mitteleuropäischer Zeit - beginnen die Parteien mit ihren Eröffnungsansprachen, für die sie jeweils eineinhalb Stunden haben.


