Anzeige:
Montag, 30.07.2012 18:01

Apple vs Google: Kampf um Kodak-Patente

aus dem Bereich Mobilfunk

Apple und Google bereiten sich laut einem Zeitungsbericht auf einen Bieterwettstreit um Patente des insolventen Fotopioniers Kodak vor. Google führe eine Koalition des Android-Lagers mit Samsung, HTC und LG Electronics an, schrieb das "Wall Street Journal" am Wochenende. Apple habe sich mit Microsoft zusammengetan, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Kodak schätzte den Wert des Pakets zuvor auf 2,6 Milliarden Dollar. Die Versteigerung der Patente ist für den 8. August angesetzt.

Anzeige

Foto-Pionier scheiterte am digitalen Trend

Damit würden die Fronten in dem erbittert geführten Patentkrieg der Mobilfunk-Branche sich auch durch die Kodak-Auktion ziehen. Apple wirft Anbietern von Geräten mit dem Google-Betriebssystem Android Patentverletzungen vor. Sie kontern mit eigenen Vorwürfen. Microsoft ist in einen Patentstreit mit dem inzwischen zu Google gehörenden Handy-Hersteller Motorola verwickelt.

Kodak hatte die klassische Fotografie entscheidend geprägt und auch viele Technologien für digitale Bilder entwickelt. Dennoch kam das Unternehmen mit dem Wechsel zur Digitalfotografie nie zurecht und musste im Januar Insolvenz anmelden.

Mit dem Verkauf der Patente sollen Milliarden für einen Neuanfang erlöst werden. Das Fotografieren gehört inzwischen fest zu den Funktionen von Mobiltelefonen. Zur Insolvenz verklagte Kodak quer durch die Bank die großen Handy-Hersteller mit dem Vorwurf der Patentverletzungen.

1.100 Patente landen auf dem Markt

Die 1.100 Patente seien für die Auktion in zwei Gruppen aufgeteilt worden, berichtete das "Wall Street Journal". Bei den einen geht es um Aufnahme und Bearbeitung von Bildern. Bei der anderen vor allem um das Speichern und Auswerten.

Er werde nicht damit gerechnet, dass schon die Anfangsgebote in Nähe von Kodaks Preisvorstellungen liegen würden. Die US-Handelskommission ITC hatte vor einer Woche eines der zentralen Patente von Kodak, bei dem es um die Anzeige von Vorschaubildern geht, als ungültig abgewiesen. Das wurde als Dämpfer für den Wert des gesamten Pakets eingeschätzt. Andererseits könnte die Rivalität der beiden Lager den Preis hochtreiben.

So hatten sich Apple und Microsoft im vergangenen Jahr die Patente des insolventen Netzwerk-Ausrüsters Nortel für 4,5 Milliarden Dollar gesichert. Den Anfang in der Auktion hatte Google mit einem Startgebot von 900 Millionen Dollar gemacht.

Auch Patentverwerter mischen mit

Kodak hatte die Patente schon vor einem Jahr zum Verkauf gestellt. Allerdings schreckte die schlechte finanzielle Lage des Fotopioniers die Interessenten ab - sie befürchteten Komplikationen, falls Kodak kurz darauf pleiteginge. So blieben die dringend benötigten Einnahmen aus und Kodak schlitterte im Januar schließlich in die Insolvenz.

Dem "Wall Street Journal" zufolge haben sich die rivalisierden Gruppen auch Patentverwerter in Boot geholt. Bei Apple und Microsoft sei es die Firma Intellectual Ventures des einstigen Microsoft-Technikchefs Nathan Myhrvold, die Android-Seite habe sich mit der Patentfirma RPX verbündet. Die Rolle solcher Firmen ist umstritten, da sie die Patente nicht selbst nutzen, aber oft andere Unternehmen verklagen.

Dorothee Monreal / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Freitag, 27.03.2015
Chromecast: 60 Euro Bonus für Musik und Filme
Blackberry schafft schwarze Quartalszahlen - Umsatz sinkt weiter
Rabatt bei winSIM und PremiumSIM: Allnet-Flats bis zu 28 Prozent günstiger
Windows-Update verzögert Spielbeginn: Paderborner Basketballer vor Abstieg
Telekom: MagentaZuhause Sparaktion für ausgewählte Städte
Intel und Micron: Neue 3D-Speicherkarte fasst mehr als zehn Terabyte Daten
Simply: 250 Frei-Minuten, 250 Frei-SMS und 1-GB-Internet-Flat für 9,95 Euro
Apple-Chef Tim Cook will sein gesamtes Vermögen spenden
Koalition für bessere Computer-Bildung - Appell an die Länder
Deutsche Banken kündigen Paypal-Konkurrenten an
Vom Netz auf die Straße - Online-Händler öffnen reale Läden
Donnerstag, 26.03.2015
Osterurlaub geplant? Verbraucherzentrale warnt vor Roaming-Kosten
YouTube plant Streaming von eSports und Live-Gaming
Neue "Marktwächter" für Finanzen und Internet-Angebote starten
"Periscope": Twitter startet eigene Live-Streaming-App
Weitere News
Handys
Wer keinen Mobilfunk-Vertrag abschließen will, braucht zu seiner Prepaid SIM-Karte von Anbietern wie Simyo oder Fonic noch ein Handy ohne Vertrag. Die Auswahl ist groß, ebenso wie die Preisunterschiede.
Ob klassisches Tastenhandy oder Touchscreen Handy: Wir stellen aktuelle Modelle verschiedener Preiskategorien vor.
Speedcheck
Zum Glück DSL verfügbar, mit großer Vorfreude bestellt und nun trotzdem enttäuscht? Gleich DSL Speedcheck machen.
Langsamer als versprochen? Dann im großen Flatrate Vergleich alle günstigen DSL Tarife anschauen und schnell wechseln.
Viele Angebote haben neben einer Telefonflatrate auch einen WLAN DSL Router inklusive.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs