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Freitag, 27.07.2012 13:29

Google Fiber: Voranmeldung für Gigabit-Netz startet

aus dem Bereich Breitband

Die USA, Heimat von Internetkonzernen wie Google, Facebook, und Twitter haben ein Problem. Die durchschnittlich verfügbare Internetbandbreite liegt nach Angaben von Google bei rund 5,8 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) und damit nur wenig höher als die maximale Surfgeschwindigkeit bei der Breitbandeinführung vor 16 Jahren. Der Suchmaschinenbetreiber will das ändern. Bereits Anfang 2010 hatte Google die Errichtung eines Gigabit-Netzes in einer US-Stadt angekündigt. Mit einem eigenen Highspeed-Testnetz für 50.000 bis 500.000 Menschen will Google vor allem erkunden, wie die Menschen mit schnellem Internet umgehen. Insgesamt 1.100 US-Städte bewarben sich für Googles Gigabit-Netz. Nun hat der Internetkonzern die nächste Phase eingeläutet. In seinem Firmenblog gab Google den Startschuss für sein "Google Fiber" genanntes Projekt: Interessierte Haushalte in Kansas City können sich ab sofort vorregistrieren.

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Sechswöchige Voranmeldungsphase

Google hat Kansas City dazu in verschiedene "Glasfaser-Viertel" unterteilt. Gebiete mit den meisten Voranmeldungen werden zuerst ausgebaut und erhalten den Zugang zum Highspeed-Netz mit Bandbreiten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) im Download. Der US-Konzern weist darauf hin, dass nur ausgebaut wird, wenn genug Interesse vorhanden ist.

Ähnlich geht auch die Deutsche Telekom bei ihrem Glasfaser-Ausbau in Deutschland vor. Sie errichtet ein Gigabit-Netz in einer Stadt erst, wenn Voranmeldungen von mindestens 10 Prozent der dortigen Haushalte vorliegen. Für die Vorregistrierung in Kansas City müssen Interessenten Namen und Adresse angeben sowie eine Gebühr in Höhe von 10 US-Dollar zahlen. Google fordert die Haushalte auf, auch Freunde und Nachbarn zur Anmeldung zu ermuntern.

Drei Gigabit-Produkte zur Auswahl

Die Vorregistrierungsphase endet in sechs Wochen am 9. September. Danach haben die Haushalte in den Vierteln, die sich erfolgreich für den Ausbau qualifiziert haben, die Wahl zwischen drei verschiedenen Internetpaketen. Das umfassendste Angebot inklusive TV-Nutzung kostet mit 24-monatiger Mindestvertragslaufzeit 120 US-Dollar im Monat zuzüglich Steuern und Gebühren. Inklusive sind neben dem schnellen Internetzugang ein schnelles Google Nexus 7 Android-Tablet sowie weitere Hardware wie ein HD-fähiger TV-Receiver, ein Gigabit WLAN-Router, eine externe Festplatte mit einer Speicherkapazität von 2 Terabyte sowie zusätzlich 1 Terabyte Speicherplatz auf dem Cloud-Dienst Google Drive.

Gigabit-Internet ohne TV schlägt mit monatlich 70 Dollar zu Buche, Kunden schließen einen Vertrag mit einer Mindestlaufzeit von zwölf Monaten ab. Komplett kostenlos bietet Google dagegen einen Internetzugang mit bis zu 5 Mbit/s im Download und bis zu 1 Mbit/s im Upload an. Die einmalige Anschlussgebühr in Höhe von 300 US-Dollar lässt sich auch in zwölf Monatsraten zahlen. Google will den kostenlosen Dienst für eine Zeit von sieben Jahren garantieren.

Google stattet in Ausbaugebieten außerdem öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Bibliotheken und Krankenhäuser mit kostenlosem Gigabit-Internet aus. Bis Ende 2013 sollen alle Viertel, die genug Voranmeldungen vorweisen konnten, ausgebaut sein und Zugriff auf das schnelle Netz haben.

Jörg Schamberg
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