Anzeige:
Donnerstag, 26.07.2012 18:22

G Data: Android-Trojaner bedient sich im App Store

aus dem Bereich Mobilfunk

Experten der Bochumer Sicherheitsfirma G Data haben ein Programm für Android-Smartphones und -Tablets entdeckt, das ohne Zutun des Nutzers kostenpflichtige Software einkauft. Der Trojaner mit der Bezeichnung "MMarketPay.A" tarne sich als Wetter-, Reise- oder Filemanager-App (GO Weather, Travel Sky, E-Strong File Explorer) und werde über chinesische Webseiten verbreitet, teilte G Data am Donnerstag mit. Betroffen seien bislang nur Kunden des Mobilfunkanbieters China Mobile.

Anzeige

Trojaner auf Einkaufstour

Nach der Installation greift der Trojaner auf den App-Store des Mobilfunkanbieters zu. Nach Erkenntnissen von G Data verändere das Schadprogramm dafür den sogenannten APN-Verbindungspunkt und könne so ohne Anmeldung jederzeit beliebige Apps auf Kosten des Opfers über die Telefonrechnung einzukaufen und installieren. Dies nutze die Malware, um weitere Schadprogramme oder kostenpflichtige Apps herunterzuladen.

GO Weather MMarketPay.A
Der Android-Trojaner "MMarketPay.A" verbreitet sich unter anderem über eine manipulierte Variante der App "GO Weather". Bild: G Data

Der Schädling sei Ausdruck eines neuartigen kriminellen Geschäftsmodells, erklärte G Data. Bisher sei es Android-Malware vor allem um den Diebstahl persönlicher Daten oder den Versand von kostenpflichtigen Premium-SMS gegangen. "Mit MMarketPay.A ist eine neue Dimension von schädlichen Apps aufgetaucht, die es auf das Ergaunern von Geld abgesehen haben", erklärte der G-Data-Experte Ralf Benzmüller. "Daher ist es aus unserer Sicht auch gut vorstellbar, dass eine abgeänderte Variante dieser Schad-App auch in Europa auftaucht und Kunden europäischer Mobilfunk-Anbieter ins Visier nimmt."

Um sich zu schützen, empfiehlt G Data - wenig überraschend - den Einsatz einer mobilen Sicherheitslösung. Ebenso wichtig ist nach Ansicht der Experten, Apps nur über vertrauenswürdige Quellen zu beziehen - etwa aus offiziellen App Stores wie Google Play oder von Hersteller-Websites. Auch sollten die von einer App verlangten Berechtigungen generell im Vorfeld auf Plausibilität geprüft werden, erklärte G Data. Bis zu einem gewissen Grad werden deutsche Mobilfunkkunden vor derartigen Kostenfallen zudem vonseiten der Netzbetreiber geschützt: So gilt bei App-Käufen, die über die Handyrechnung bezahlt werden, generell ein 30-Euro-Limit pro Transaktion.

Christian Wolf / Mit Material der dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Dienstag, 30.06.2015
Apple Music gestartet - neue iOS-Version 8.4 verfügbar
"ShareTheMeal": Smartphone-App der UN soll hungernden Kindern helfen
Umstellung auf IP: Telekom-Kunden müssen Vertrag nicht vorzeitig verlängern
"Telekom Mail"-App jetzt auch für iPad und Android verfügbar
DISQ-Studie: Service der Smartphone-Hersteller leicht verbessert - Samsung vor Apple
DB Navigator: Neues Design und neue Features
Microsoft-Neuordnung: AOL übernimmt Online-Werbung, Uber die Kartenentwicklung
EU beschließt Roaming-Ende für Sommer 2017 - Einigung auch bei Netzneutralität
Montag, 29.06.2015
Polizei findet gestohlenes Handy nach Ortung in Unterhose
Unitymedia erhöht Internet-Speed für Businesskunden auf bis zu 250 Mbit/s
Olympia: Discovery schnappt sich TV-Rechte - keine Übertragung von ARD und ZDF?
Kabel Deutschland: Preiserhöhung für rund 390.000 Bestandskunden mit Alt-Tarifen
BITKOM: Tipps zum Vermeiden von Roaming-Kostenfallen im Urlaub
Otelo: Allnet-Flat M und 500-MB-Datenflat mit Samsung Galaxy A3 für 17,99 Euro
Aktion "Saubere Handys": Missio fordert Verzicht auf "Blutmineral" Coltan
Weitere News
DSL Speedmessung
Trotz Highspeed ADSL Anschluss nur Diashow statt flüssiges Internet Fernsehen?
Unbedingt DSL Geschwindigkeit testen. Wenn der Provider wieder zuviel versprochen hat, gleich neues DSL Angebot einholen.
Bei vielen Anbietern gibt es auch Internet Telefonie dazu. Wir haben die besten DSL Tarife im Vergleich.
Neue Handy-Modelle
Moderne Smartphones werden immer beliebter. Viele Hersteller versuchen dabei dem Erfolg des Apple iPhone nachzueifern. Ein Touchscreen Handy ist heute bereits nichts außergewöhnliches mehr.
Im Gegenzug sinken die Preise für klassische Geräte wie ein Klapphandy oder schlichte Slider-Modelle. Neue Handys stellen wir regelmäßig vor.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs