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Mittwoch, 25.07.2012 12:46

LG: Fernseher retten die Bilanz

aus dem Bereich Mobilfunk

Das südkoreanische Elektronik-Riese LG Electronics ist in seinem Handy-Geschäft nach zwei Gewinnquartalen wieder in die Verlustzone gerutscht. Die Sparte mobile Kommunikation wies im zweiten Quartal 2012 ein Defizit von 57 Milliarden Won (etwa 40,1 Millionen Euro) im operativen Geschäft aus. Der Umsatz fiel im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 2,3 Billionen Won. Das teilte LG, die weltweite Nummer vier im Handy-Markt und der zweitgrößte TV-Hersteller, am Mittwoch mit.

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Hohe Marketingkosten für LTE-Smartphones

Der zweitgrößte südkoreanische Elektronik-Konzern nach Samsung führte das Defizit auf Währungskursverluste und höhere Marketingkosten durch die Einführung neuer Smartphone-Modelle mit der schnelleren Übertragungstechnik LTE zurück. LG hatte lange Zeit den Anschluss bei Smartphones verpasst. Im letzten Vierteljahr 2011 hatte der Konzern nach sieben Verlustquartalen in seinem Geschäft mit LG-Handys aber wieder einen Gewinn erzielt. Im vergangenen Jahr wurde LG von Apple vom dritten Platz im Handy-Markt verdrängt.

Für das dritte Quartal 2012 erwartet LG, dass "die allgemeine Nachfrage nach Smartphones steigt, insbesondere für LTE-Geräte". Zugleich werde der Wettbewerb härter, da die anderen Hersteller mit neuen Premium-Modellen auf den Markt gingen.

LG-Konzernumsatz sinkt um 10,6 Prozent

Der Verlust bei den Handy-Aktivitäten schlug sich im konzernweiten Ergebnis nieder. Der Überschuss stieg im Jahresvergleich um 47 Prozent auf 159 Milliarden Won. Verglichen mit dem Vorquartal ging der Gewinn jedoch um 34,4 Prozent zurück.

Der Konzernumsatz sank im Jahresvergleich um 10,6 Prozent auf knapp 12,9 Billionen Won. In der Sparte Heimunterhaltung profitierte LG vom steigenden Absatz bei 3D-Fernsehern und Leuchtdioden-TV-Geräten (LED). Der operative Gewinn des Bereichs erhöhte sich von 98 Milliarden Won im Jahr vorher auf 216 Milliarden Won. Bei Haushaltsgeräten erwirtschaftete LG einen operativen Gewinn von 165 Milliarden Won, nach 59 Milliarden Won 2011.

Jörg Schamberg / dpa
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