Anzeige:
Sonntag, 29.07.2012 16:16

Facebook: "Zeit der Status-Updates ist vorbei"

aus dem Bereich Sonstiges

Facebook, das weltweit größte soziale Netzwerk, konnte in den vergangenen Jahren ein rasantes Mitgliederwachstum aufweisen. Der US-Konzern zählt rund um den Globus über 955 Millionen monatliche Nutzer und wurde beim Börsengang mit über 100 Milliarden US-Dollar bewertet. Doch in einigen Ländern bekommt Facebook Nachwuchsprobleme. Das Schweizer Online-Zeitung "20 Minuten Online" berichtet, dass in dem Alpenland knapp zehn Prozent der 13- bis 15-Jährigen laut einer auf Facebooks Ad Manager basierenden Analyse der Marketing-Agentur Serranetga dem Netzwerk seit November 2011 den Rücken gekehrt und ihr Konto gelöscht haben. Auch in den USA soll Facebook Probleme haben, jüngere Mitglieder zu halten. Eine Umfrage der Zeitung ergab zudem, dass 93 Prozent der befragten Schweizer Nutzer mit Facebook unzufrieden sind.

Anzeige

Facebooks neue Funktionen verwirren

Der Social-Media-Experte Fabian Keller von Serranetga zeigt sich im Interview mit der Zeitung von dem Trend wenig überrascht, da Medien und Mitglieder eine große Erwartungshaltung aufgebaut hätten, die Facebook aber nicht erfüllen kann. Zudem verwirrt das Netzwerk mit immer neuen Funktionen. Zulauf erhalten dagegen Plattformen wie Spotify oder Pinterest, die sich auf bestimmte Bereiche spezialisiert haben.

"Die Zeit der ständigen Status-Updates ist vorbei", betont Keller. Die Verweilzeit auf dem Netzwerk sinkt. Die jüngste Facebook-Nutzergruppe nutzt die Plattform vor allem als Messaging-Dienst zum Chat mit Freunden. Außerdem könnten die Meinungsmacher auf den Schulhöfen eine große Sogwirkung auslösen, wenn sie Facebook nicht mehr als 'cool' ansehen.

Droht Facebook das Schicksal von MySpace?

Facebook Startseite
Facebook hat in der Schweiz ein Nachwuchsproblem, immer mehr junge Mitglieder kehren dem Netzwerk den Rücken. Screenshot: onlinekosten.de

Dabei ist der US-Konzern eigentlich gut gerüstet, um schnell auf neue Trends zu reagieren. Das soziale Netzwerk beschäftigt eigene Soziologen, die neue Entwicklungen in der Gesellschaft beobachten sollen. Der Boom der mit Kameras ausgestatteten Smartphones bewegte Facebook zum Kauf von Instagram, einem auf Fotos spezialisiertes Netzwerk.

Nicht ganz auszuschließen sei, dass Facebook ein ähnliches Schicksal wie einst MySpace erleiden könnte: Wenn der große Schwarm weiterzieht, könnte Facebook schnell untergehen. Keller geht allerdings nicht davon aus, dass dies unmittelbar bevorsteht. Bevor es zu einem massiven Mitgliederschwund komme, müsse "etwas völlig Unvorhersehbares" geschehen. Zudem könne Facebook in Ländern, in denen es noch nicht lange vertreten ist, weiterhin Mitglieder hinzugewinnen.

Konkurrenz von Google+ & Co. wirbt Facebook Mitglieder ab

Negative Schlagzeilen über das US-Unternehmen wie dessen Umgang mit dem Datenschutz oder die misslungene Abstimmung über neue Facebook-Regeln sorgen ebenfalls für Missstimmung unter den Mitgliedern. Die Konkurrenz reagiert, Google+ wirbt laut Keller in den USA aggressiv um neue Nutzer. Der Kurznachrichtendienst WhatsApp konkurriert mit Facebooks Messenger, Pinterest wird zum Herausforderer bei Fotoanwendungen. Nach Einschätzung Kellers sind solche Start-ups zwar auf eine Nische begrenzt, dennoch könnten sie Facebook Mitglieder abwerben.

Der Schweizer Social-Media Experte sieht für Facebook auch in einigen Jahren noch eine Zukunft, allerdings könnte aus dem Netzwerk bis 2015 etwas Neues entstehen. Viel hänge davon ab, wie Facebook bis dahin genutzt werde und wie die Online-Plattform sich mit praktischen Funktionen in den Alltag integriere. Der US-Konzern selbst wollte gegenüber der Schweizer Zeitung einen möglichen Mitgliederschwund nicht kommentieren. Das Unternehmen gab lediglich bekannt, dass in der Schweiz monatlich weiterhin 2,5 Millionen Mitglieder im Netzwerk aktiv seien.

Jörg Schamberg
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Bei ebay doch das gleiche (0 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Misterxxxxx am 30.07.2012 um 18:49 Uhr
 Suche

  News
Samstag, 25.10.2014
Webradiomonitor 2014: Mehr Online-Radio, mehr Audio-Werbung
Netflix und Co. treiben die Preise für Film- und Serienrechte in die Höhe
Sprung aus 41 Kilometern Höhe: Google-Manager knackt Rekord von Felix Baumgartner
Smart-Homes: Branche sieht riesiges Potential
Freitag, 24.10.2014
EuGH-Urteil: Einbetten von Videos verstößt nicht gegen das Urheberrecht
Trotz Angriff auf iCloud-Nutzer: Apple-Chef Cook wirbt in China um Kunden
Nach Kritik: Anti-Facebook Ello verzichtet auf bezahlte Werbung
Online-Magazin "Krautreporter" ist gestartet: Breite Themenpalette von Zensur bis Ebola
Microsoft nutzt Marke Nokia nur noch für günstige Handys
ESET warnt vor Malware für den Mac
Smartwatch LG G Watch R erscheint später, kostet weniger
"Rooms": Facebook stellt App für anonyme Chats vor
Simply: Allnet-Flat mit LTE und 1 GB Highspeed-Volumen ab 9,95 Euro
Kann eine Zeitungs-Flatrate nach dem Modell Spotify die Printmedien retten?
helloMobil: LTE-Allnet-Flat mit 2 GB Highspeed-Volumen ab 14,95 Euro
Weitere News
DSL 16000
DSL Turbo und ganz oben dabei im DSL Speed Test:
Mit DSL 16000 durchs Internet und alle Vorzüge wie Internettelefonie und Internet TV genießen.
Alle Anbieter von DSL und dem schnellen VDSL in der Übersicht.
VDSL Angebote
Mit 50 Mbit/s im Internet surfen - VDSL macht es möglich. In immer mehr Regionen ist der schnelle DSL Anschluss verfügbar.
Neben T-Home VDSL kann inzwischen auch Vodafone VDSL sowie 1&1 VDSL und Alice VDSL bestellt werden.
DSL Alternativen
Kein DSL verfügbar oder ist der DSL Test lahm wie eine Schnecke?
Dann schnell mobiles Internet per UMTS bestellen.
Mit einer Downloadrate in DSL Geschwindigkeit wird UMTS zur DSL Alternative und Fernsehen im Internet wird ebenfalls mobil möglich.
Aber auch Internet über Kabel ist schnell und günstig.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs