Anzeige:
Dienstag, 24.07.2012 14:07

LTE-Ausbau bei der Telekom geht weiter

aus dem Bereich Mobilfunk

Neben der Netztechnik in den DSL-Verteilerkästen bringt die Deutsche Telekom momentan schrittweise auch die elektronischen Bauteile der Mobilfunkmasten auf den neuesten Stand der Technik. Allerdings heißt der Heilsbringer für die Luft nicht Glasfaser oder VDSL, sondern LTE.

Anzeige

Neuer Standard, neue Bandbreiten

Der neue 4G-Standard "Long Term Evolution", kurz LTE, ermöglicht in der Theorie Bandbreiten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) über das Mobilfunknetz. Dies ist besonders interessant für Regionen, in denen eine kabelgebundene Internetverbindung mit hohen Geschwindigkeiten nicht verfügbar ist. Außerdem profitieren in Ballungszentren Nutzer des mobilen Internet von hohen Bandbreiten, kürzeren Ladezeiten, höherer Effizienz und folglich steigender Produktivität, insbesondere im Geschäftskundenbereich. Der Fokus liegt bei der Telekom allerdings momentan in der Vermarktung von LTE als DSL-Alternative, "Call & Surf Comfort via Funk" genannt. Der Bonner Konzern bietet hier derzeit aber nur Bandbreiten von bis zu 7,2 Mbit/s an.

Die neue 4G-Technologie erfordert eine Aufrüstung des bestehenden Mobilfunknetzes, die Investitionen und Umbaumaßnahmen seitens des Netzbetreibers erforderlich machen. Über genau solche Aktivitäten seitens der Telekom dürfen sich nun Kunden in Niedersachsen, Sachsen und Schleswig-Holstein freuen. Die Telekom stellt hier zunächst bis zu 50 Mbit/s zur Verfügung, auch wenn LTE theoretisch weitaus höhere Datenraten erlaubt.

Telekom LTE-Mast
Als DSL-Ersatz entdeckt und vermarktet: das LTE-Mobilfunknetz
Bild: Deutsche Telekom

Datenturbo für Teile Niedersachsens

Konkret handelt es sich in Niedersachsen um die Städte Bothel und Vechta. Hier ist ab sofort LTE nutzbar und "Call & Surf Comfort via Funk" buchbar. Neben dem LTE-Ausbau findet in den Städten Barver, Sassenburg, Staufenberg und Uetze eine Hochstufung der maximalen UMTS-Geschwindigkeit auf bis zu 42,2 Mbit/s statt. Diese Bandbreite kann auch mit handelsüblichen UMTS-Smartphones erreicht werden.

Neben den niedersächsischen Städten ist auch die schleswig-holsteinische Stadt Klempau ab sofort mit LTE ausgerüstet. Nach Ankündigung der Telekom wird der Landkreis Mittelsachsen (Sachsen) ebenfalls LTE-fähig - allerdings erst bis Dezember 2013. Neugierige und Interessenten können die LTE-Verfügbarkeit deutschlandweit auf den Internetseiten der Telekom prüfen.

Die Kosten für das Komplettpaket "Call & Surf via Funk" belaufen sich auf 39,95 Euro pro Monat. Neben einer Telefonflat für das deutsche Festnetz ist auch eine Internet-Flatrate inbegriffen - allerdings wird bei einem Datentransfer von mehr als zehn Gigabyte die Geschwindigkeit für den Rest des Monats auf 384 Kilobit pro Sekunde gedrosselt. Die erforderliche Hardware vertreibt die Telekom zum Preis von 249,99 Euro (Speedport LTE) - alternativ kann das Endgerät allerdings auch für 6,95 Euro pro Monat gemietet werden.

Michael Müller
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Leider nein... (13 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Betamax am 26.07.2012 um 18:49 Uhr
 Suche

  News
Sonntag, 19.04.2015
Swatch-Miterfinder Mock: Apple Watch ist Bedrohung für klassische Uhrenindustrie
Bloggen gegen Tumor "Henry": Im Netz ist Krebs kein Tabu mehr
Sony-Music-Manager: Streaming kann lukrativer als Verkauf sein
Abkehr vom Kabel-TV: Netflix und Co. krempeln US-Fernsehen um
Visieren und Losbrüllen: Kölner Studenten entwickeln 3D-Brillen-Spiel
50 Jahre "Moore's Law" - Die Grenzen der Prozessor-Technik
YouTube-Blogger LeFloid kritisiert Fernsehnachrichten
Samstag, 18.04.2015
WhatsApp hat 800 Millionen aktive Nutzer pro Monat
Google-Suche findet jetzt auch das eigene Smartphone
BITKOM: Jedes zweite Unternehmen Opfer digitaler Angriffe
Payone: Banklizenz für Bezahldienst der Sparkassen
Dank Crowdfunding: Verpackungsfreier Supermarkt soll auch in München eröffnen
Neuer "Star Wars"-Trailer wird Hit im Internet
Freitag, 17.04.2015
BigBrotherAwards: Datenschützer verleihen Negativpreise an BND und Amazon
"WSJ": Apple Pay expandiert international nur langsam
Weitere News
Prepaid Handy
Mit einem Prepaid-Tarif lässt sich bei voller Kostenkontrolle telefonieren. Allerdings benötigt man dann auch ein Handy ohne Vertrag.
Wer einen Discounter-Tarif bei Anbietern wie Fonic oder Simyo wählt, muss sich noch nach einem Prepaid Handy umsehen.
Verschiedene Modelle gibt es in unserer Handy Übersicht.
DSL Anschluss
Ist die Verfügbarkeit von DSL gegeben, beginnt die Suche nach dem richtigen Anbieter.
Der DSL Flatrate Vergleich zeigt die besten Tarife in der Übersicht.
Aber Vorsicht: Nicht jeder DSL Anschluss bringt Highspeed Internet. Der DSL Speed Check beweist es schnell, wenn das Internet Kabel lahmt.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs