Anzeige:
Dienstag, 17.07.2012 19:53

Leistungsschutzrecht: Verleger dringen auf Lösung

aus dem Bereich Sonstiges

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) dringt auf eine baldige Lösung zum Leistungsschutzrecht. Eigentlich sollte der Entwurf des Bundesjustizministeriums am Mittwoch im Kabinett verhandelt werden. Nun zeichnet sich ab, dass dies erst nach der Sommerpause der Fall sein wird. "Auf zwei Wochen kommt es uns beim Leistungsschutzrecht für die Presse nicht an", erklärte BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff am Dienstag in Berlin. "Wichtig ist uns allein, dass es gleich nach der Sommerpause in den Bundestag geht." Dann sei gewährleistet, dass das Leistungsschutzrecht noch in dieser Legislaturperiode komme.

Anzeige

"Kopisten" sollen zahlen

Das geplante Gesetz sieht vor, dass gewerbliche Internet-Anbieter, kommerzielle Nachrichtenportale und Suchmaschinen in Zukunft an Presseverlage zahlen müssen, wenn sie deren journalistische Artikel für das eigene Angebot nutzen. Medien sollen künftig etwa an den Erlösen von Suchmaschinen wie Google beteiligt werden. Damit erfüllt die schwarz-gelbe Koalition eine Forderung aus der deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenbranche. Das Gesetz werde es der Presse ermöglichen, ihre Rechte gegenüber "gewerblichen Kopisten" im Internet durchzusetzen, so der Verlegerverband.

Zugleich äußerte Hauptgeschäftsführer Wolff Unverständnis für den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Der BDI hatte die Bundesregierung aufgefordert, auf das geplante Gesetz für einen besonderen Schutz von Verlagsprodukten im Internet zu verzichten. "Dass ausgerechnet die Organisation, die mit großem Engagement gegen Produktpiraterie kämpft, sich gegen ein Leistungsschutzrecht der Verlage ausspricht, entbehrt jeder Logik", kritisierte Wolff.

Saskia Brintrup / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Leistungsschmutzrecht. (3 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Blauer am 18.07.2012 um 19:42 Uhr
 Suche

  News
Mittwoch, 01.07.2015
OLG: YouTube muss geschützte Musikvideos nach Hinweis unverzüglich sperren
Facebook-Chef Zuckerberg: In Zukunft werden auch Gefühle digital übertragen
1&1 startet DSL-Tarife für Geschäftskunden - neuer 1&1 Business-Service
Vodafone: Voice over LTE nun auch mit dem iPhone 6 möglich
1&1 VDSL Doppel-Flat durch Routerwahl günstiger: 5 Euro im Monat sparen
Studie: Mehr Zeit vor dem Fernseher dank neuer Online-Dienste
Streit um E-Book-Preise: Apple verliert Berufung
Dienstag, 30.06.2015
Apple Music gestartet - neue iOS-Version 8.4 verfügbar
"ShareTheMeal": Smartphone-App der UN soll hungernden Kindern helfen
Umstellung auf IP: Telekom-Kunden müssen Vertrag nicht vorzeitig verlängern
"Telekom Mail"-App jetzt auch für iPad und Android verfügbar
DISQ-Studie: Service der Smartphone-Hersteller leicht verbessert - Samsung vor Apple
DB Navigator: Neues Design und neue Features
Microsoft-Neuordnung: AOL übernimmt Online-Werbung, Uber die Kartenentwicklung
EU beschließt Roaming-Ende für Sommer 2017 - Einigung auch bei Netzneutralität
Weitere News
DSL Anschluss
DSL 2000 für Einsteiger, DSL 6000 für Normalsurfer oder DSL 16000 für Internetprofis.
Welcher Internetanschluss von welchem Internet Provider ist geeignet?
Der DSL Anbieter Vergleich zeigt: Die Auswahl ist groß
Handys
Wer keinen Mobilfunk-Vertrag abschließen will, braucht zu seiner Prepaid SIM-Karte von Anbietern wie Simyo oder Fonic noch ein Handy ohne Vertrag. Die Auswahl ist groß, ebenso wie die Preisunterschiede.
Ob klassisches Tastenhandy oder Touchscreen Handy: Wir stellen aktuelle Modelle verschiedener Preiskategorien vor.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs