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Dienstag, 17.07.2012 14:31

Reuters: KPN will E-Plus-Sendemasten verkaufen

aus dem Bereich Mobilfunk

Der KPN-Konzern ist offenbar auch nach dem Scheitern der angestrebten Fusion seiner deutschen Tochtergesellschaft E-Plus mit o2-Netzbetreiber Telefónica Germany und der Niederlage im Abwehrkampf gegen den Einstieg des mexikanischen Milliardärs Carlos Slim bestrebt, durch Umstrukturierungen dringend benötigte Einnahmen für Investitionen und Schuldenabbau zu erzielen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters planen die Niederländer nun, tausende E-Plus-Mobilfunkmasten zu verkaufen. Mit der Abwicklung des Geschäftes betraut ist demnach die Schweizer Bank UBS.

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Einnahmen von bis zu 400 Millionen Euro erhofft

Erwartet werde ein Erlös von 300 bis 400 Millionen Euro, berichtet Reuters unter Bezug auf einen nicht genannten Insider. Als Käufer seien dabei vor allem Infrastruktur-Fonds im Gespräch. Negative Einflüsse auf die Netzqualität von E-Plus soll es nicht geben. Der Provider wolle sich ein Vormietrecht für die Funktürme vertraglich zusichern lassen und diese anschließend weiterhin nutzen, so die anonyme Quelle. KPN, E-Plus und UBS verweigerten jede Stellungnahme.

Analysten bewerten die Absatzchancen der Sendemasten allerdings als eher mäßig. Zwar seien diese in einem guten Zustand, allerdings hinke E-Plus beim Ausbau des 3G-Nachfolgestandards LTE deutlich hinterher. Hier hätten die Konkurrenten Deutsche Telekom und Vodafone wesentlich größere Anstrengungen unternommen, erklärte ein Branchenbeobachter gegenüber Reuters. LTE gilt jedoch als wichtige Schlüsseltechnologie zur Bewältigung der stetig steigenden Bandbreitenanforderungen im Mobilfunkbereich.

Christian Wolf
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