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Dienstag, 17.07.2012 11:01

Streit um "Tagesschau"-App erneut vor Gericht

aus den Bereichen Mobilfunk, WebHosting

Nächste Runde im Streit um die "Tagesschau"-App: Am Donnerstag ist das von Zeitungsverlegern scharf kritisierte ARD-Angebot erneut Thema einer Gerichtsverhandlung. Die angestrebte außergerichtliche Einigung ist nicht zustande gekommen.

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LG Köln ist erneut am Zug

Die "Tagesschau"-App beschäftigt an diesem Donnerstag wieder das Landgericht Köln. Acht große Zeitungsverlage hatten die ARD wegen der App verklagt. Sie betrachten die Anwendung als unfaire Konkurrenz zu ihrem eigenen Online-Angebot.

Die Wettbewerbskammer des Landgerichts hatte beide Seiten aufgefordert, sich außergerichtlich zu einigen. Ein Gericht sei nicht besonders geeignet, um den Streit zu entscheiden, hatte der Vorsitzende Richter Dieter Kehl gesagt. Die ARD und die Zeitungsverleger haben sich daraufhin an einen Tisch gesetzt, aber einigen konnten sie sich nicht. Deshalb ist jetzt wieder das Gericht am Zug. Mit einer Entscheidung wird noch nicht gerechnet, allerdings könnte das Gericht einen Verkündungstermin festsetzen und schon mal andeuten, zu welcher Seite es tendiert. Richter Kehl hat bereits deutlich gemacht, dass niemand hundertprozentig recht bekommen wird.

Verleger: "Tagesschau"-App bietet presseähnliche Texte

Die "Tagesschau"-App bringt Inhalte des Internet-Angebots "tagesschau.de" auf Smartphones und Tablet-Computer. Die Verleger werfen der ARD vor, ihnen mit der "Tagesschau"-App den Markt zu verderben. Die App enthalte schließlich nicht nur die Filme aus der "Tagesschau", sondern auch lange Texte. Damit sei sie "presseähnlich" und mache den Websites der Zeitungen Konkurrenz. Mit dem Unterschied, dass die ARD gebührenfinanziert sei, wogegen sich die Zeitungen ohne Subventionen am Markt durchkämpfen müssten. Aus diesem Grund fordern die Verleger, dass die ARD die Textbeiträge der "Tagesschau"-App möglichst weit eindampfen soll. Nur Beiträge, zu denen die "Tagesschau" auch einen Bericht gebracht hat, sollen erlaubt sein. Die ARD sieht es anders: Wer im Internet nicht voll präsent sei, habe keine Zukunft mehr, argumentiert der Senderverbund.

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