Anzeige:

Montag, 16.07.2012 11:49

Facebook liest mit: Chats werden "abgehört"

aus den Bereichen Computer, Sonstiges

Facebook, das größte soziale Netzwerk, hat über 900 Millionen Mitglieder, doch das Image leidet zunehmend unter immer mehr negativen Nachrichten. Neben dem verpatzten Facebook-Börsengang ist vor allem der Umgang mit dem Datenschutz immer wieder ein Thema. Im Juni setzte Facebook neue Regeln in Kraft, die zwar einerseits mehr Transparenz verschaffen sollen, andererseits aber auch das längere Speichern von Informationen ermöglichen. Klickt ein Facebook-Mitglied auf einer Fanseite den "Gefällt mir"-Button, können die Fanseiten im Namen der Facebook-Mitglieder Posts an Freunde versenden. Laut Facebook soll es sich um ein neues "Feature" handeln. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete zudem am vergangenen Freitag, dass das Online-Netzwerk Chats zum Schutz junger Mitglieder vor sexuellen Übergriffen bereits seit längerem automatisiert nach verdächtigten Begriffen durchsucht. Müssen sich nun alle Facebook-Mitglieder beim harmlosen Chat mit Freunden beobachtet fühlen?

Anzeige

Facebook auf Jagd nach Pädophilen im Netzwerk

Facebook-Sicherheitschef Joe Sullivan hat gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erstmals nähere Details zu der eingesetzten Technologie bekanntgegeben. Die Software greife unter anderem auf Chat-Mitschnitte von verurteilten Pädophilen zu, um die Suche nach verdächtigen Schlüsselbegriffen zu optimieren. Im Verdachtsfall alarmiere die Software Facebook-Mitarbeiter, die sich dann an die Strafermittlungsbehörden wenden können. Erfolg vermelden konnte Facebook bereits im März, als das Netzwerk den US-Behörden einen verdächtigen Chat zwischen einem 13-jährigen Mädchen und einem Mann aus Florida meldete. Der Mann wollte sich am Tag nach dem Chat mit dem Mädchen treffen.

Facebook betont, dass Chats zwischen schon länger bekannten Freunden nicht durchleuchtet würden. Zudem seien die Kriterien für "verdächtige" Chats nicht sehr streng geregelt, da der US-Konzern keine unschuldigen Mitglieder beschuldigen möchte. Dadurch könnte der eine oder andere Kriminelle durchs Netz schlüpfen. Gegenüber "Sueddeutsche.de" teilte Facebook mit, dass das soziale Netzwerk auch in Deutschland "proaktiv" die Behörden informiere, wenn das Unternehmen Kenntnis von eventuellen Straftaten erlangt.

Jörg Schamberg
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Facebooks Doppelmoral (3 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Helmut01 am 22.07.2012 um 20:13 Uhr
 Suche

  News
Freitag, 19.12.2014
Android 5.1 steht bereits in den Startlöchern
Microsoft: Browser-Auswahl ist Geschichte
Kabel Deutschland: "Select Video" für weitere 350.000 Kunden
Streaming-Player: Sky verkauft ab sofort "Sky Online TV Box"
Urteil: Autofahrer dürfen nichts aufs Handy blicken
helloMobil und Phonex mit weihnachtlichen Aktions-Schnäppchen
Threema: Passwörter sicher per QR-Code übertragen
ADAC Prepaid: EU-weit ab 5 Cent telefonieren
EWE TEL bietet 60 Freiminuten am WLAN-Hotspot
Kleine Geschenke von Lidl, Medion und buch.de
Sony-Hack: Spuren führen nach Nordkorea
Sicherheitslücke in Mobilfunk-Netz entdeckt - UMTS-Verschlüsselung ausgehebelt
Donnerstag, 18.12.2014
McSIM: Allnet-Flat und All-in-Tarif zum Sparpreis
Samsung plant eigenen Bezahldienst - Apple Pay bekommt weitere Konkurrenz
Flaggschiff-Smartphone Honor 6 Plus vorgestellt - Will Huawei Apple ärgern?
Weitere News
Internet über Kabel
Kein DSL oder nur schlechte Werte im DSL Speedtest? Internet über das Kabelnetz ist eine der führenden DSL Alternativen.
Kabelanbieter bieten ultraschnellen Downstream über den Kabelanschluss.
Wenn kein DSL verfügbar ist und auch kein Kabel digital gewünscht wird, ist mobiles Internet vielleicht interessant.
VDSL
Auf der Suche nach dem wahren Highspeed Internet mit DSL Flat?
Mit ihrem VDSL - Internetzugang kommt die Telekom-Tochter T-Home auf bis zu 50 Mbit/s.
Fernsehen im Internet gibt's im Entertain-Paket dazu. Auch Fußball in HD-Qualität über LIGA total und Filme per Video on Demand sind kein Problem.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs