Anzeige:

Samstag, 14.07.2012 15:01

Rapidshare-Urteil wegweisend für One Click Hoster

aus den Bereichen Computer, Sonstiges

Rapidshare darf weitermachen, aber nicht so wie bisher: So lautet kurz gesagt die Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH). Die Speicherplattform habe zwar grundsätzlich ein "anerkanntes Geschäftsmodell", für das es viele legale Nutzungsmöglichkeiten gebe. Doch wenn Nutzer das Urheberrecht verletzen und illegale Kopien von Software, Videos oder Musik über den Filehoster verbreiten, müsse das Unternehmen mehr dagegen tun als bislang - auch proaktiv.

Anzeige

Legale und illegale Nutzung möglich

Was ausreicht und was nicht, entscheidet nun die Vorinstanz. Die Richter in Karlsruhe verhandelten zwar über eine Klage des Computerspiele-Herstellers Atari, der die weitere illegale Verbreitung seines Gruselschockers "Alone in the Dark" über Rapidshare verhindern wollte. Doch das französische Unternehmen steht stellvertretend für die gesamte Medienbranche. Denn der ist die Plattform schon seit längerem ein Dorn im Auge.

Was ist das Problem? Rapidshare bietet Speicherplatz im Internet an - Nutzer können bei dem Filehoster ihre Dateien ablegen, dauerhaft speichern und anderen per Link zur Verfügung stellen. Das ist an sich nicht verboten; wer große Daten-Pakete verschicken will, kommt kaum einem Online-Verteildienst vorbei. Doch über einige der Drehscheiben werden massenhaft illegale Kopien von Software, Videos und Musik verteilt. Wer in einschlägigen Foren sucht, findet im Handumdrehen Links, um die Dateien herunterzusaugen.

Mehr Überwachung durch Betreiber

Schon jetzt müssen die Betreiber illegale Kopien löschen, sobald sie einen Hinweis bekommen - das tut Rapidshare auch. "Jetzt ging es um die Frage, was das Unternehmen darüber hinaus tun muss", erklärt der Rechtsanwalt Carsten Ulbricht in Stuttgart. "Was ist technisch möglich und zumutbar, um erneute Rechtsverletzungen zu verhindern?"

Die Richter in Karlsruhe steckten den Rahmen für künftige Entscheidungen: Bei Hinweisen auf Rechtsverletzungen müsse der Betreiber überprüfen, ob entsprechende Dateien neu hochgeladen werden, sagte der Vorsitzende Richter Joachim Bornkamm. Dafür könne beispielsweise ein technischer Filter zum Einsatz kommen. Darüber hinaus müsse der Betreiber auch "den Bestand daraufhin untersuchen, ob von anderen Nutzern das Spiel auf die Plattform gestellt worden ist", sagte Bornkamm.

Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Montag, 15.09.2014
Jugendliche als digitale Aussteiger: Zurück zum Analogen
Sonntag, 14.09.2014
Störung bei eBay - Nutzer reagieren sauer
Europäische Cloud: HP setzt sich für gemeinsamen Datenraum in Europa ein
Millionengewinn dank Eiswasser: Facebook profitiert von der Ice Bucket Challenge
Hackerangriff auf Twitter-Account der AfD: Neonazistische Tweets veröffentlicht
Schöne neue Online-Welt: Das schlechte Gewissen beim Online-Shopping
Base: Sony Xperia Z2 Black und Nokia Lumia 630 Black besonders günstig
EU-Kommissar Oettinger will Digitalisierung beschleunigen
iPhone-Warteschlange in New York: Tausende Dollar für einen Platz im Klappstuhl
Samstag, 13.09.2014
"Spiegel": NSA und GCHQ haben verdeckten Zugang zu Netzen von Telekom und NetCologne
"WiWo": Gabriel für mehr Wettbewerb auf dem Taximarkt - Anpassung an digitale Welt
"WiWo": Netflix kooperiert mit Deutscher Telekom und Vodafone
Apple meldet Rekord-Vorbestellungen für iPhone 6 - Wartezeit von bis zu vier Wochen
Zwischen Likes und Leiden: Lehrer tun sich schwer mit Social Media
Apple Pay: Kann Apple die Smartphone-Geldbörse in den Alltag bringen?
Weitere News
Mobiles Internet
Unterwegs und trotzdem Online: Mobiles Internet per UMTS macht's möglich.
Fast genauso schnell im Speed Test oder sogar schneller als ein regulärer Internetzugang.
Damit ist mobiles Internet neben Kabel digital auch als Alternative interessant, wenn die DSL Verfügbarkeit am Wohnort eingeschränkt ist.
Handy ohne Vertrag
Zu einem neuen Prepaid-Tarif fehlt meist nur noch das dazu passende neue Prepaid Handy.
Ein Handy ohne Vertrag muss dabei keineswegs teuer sein.
Inzwischen bekommt man ein günstiges Klapphandy oder sogar ein Touchscreen Handy ohne zuviel ausgeben zu müssen.
Internet TV
Mit Kabel oder VDSL per Internet TV aufregende Unterhaltungsangebote nach Hause holen.
Nicht nur mit 1und1 VDSL, T-Home VDSL oder Vodafone VDSL gibt es rückelfreies TV Programm.
Auch die Kabelnetzbetreiber haben gute Angebote.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs