Anzeige:
Samstag, 14.07.2012 13:01

"Hey fauler Türke" - Rechte Propaganda im Netz

aus dem Bereich Sonstiges

Die Melodie: Pippi Langstrumpf. Der Text: "Hey fauler Türke". Wenn Rechtsextreme im Internet Propaganda verbreiten, sind nicht unbedingt Hakenkreuze zu sehen. Sie versuchen es mehr oder weniger subtil - und setzen dabei auf die Sozialen Netzwerke. Den fremdenfeindlichen Song mit der fröhlichen Melodie verbreitete ein Neonazi etwa über Facebook und das Musikportal Soundcloud. "Die Mitmach-Plattformen im Netz sind für Rechtsextreme inzwischen das wichtigste Rekrutierungsfeld", warnt der Jugendschützer.

Anzeige

Rechtsextremismus im Web greift stärker um sich

Neue Zahlen von Jugendschutz.net belegen das. Im vergangenen Jahr gingen bei der Beschwerdestelle 629 Hinweise auf rechtsextreme Inhalte im Web 2.0 ein, also bei Plattformen wie Facebook, Twitter und YouTube - 2010 waren es nur 270. In 978 Fällen beschwerten sich Nutzer zudem über klassische Websites, die meist aus dem Umfeld von Neonazi-Gruppen, autonomen Nationalisten oder rechtsextremen Versandhändlern stammten. Das waren 100 mehr als im Vorjahr. Mit diesen Beschwerden dürften aber längst nicht alle Hetz-Inhalte erfasst sein.

Die Neonazis lancieren ihre Propaganda sehr geschickt. Zum einen setzen sie auf Portale mit großer Reichweite und verbreiten ihre Kampagnen über Facebook, YouTube und zunehmend auch Twitter. Zum anderen ködern sie Kinder und Jugendliche mit emotionalen Themen, die nichts mit der rechten Ideologie zu tun haben: Kindesmissbrauch, Arbeitslosigkeit, Finanzkrise. So erreichen sie Nutzer außerhalb der Szene. Auch subversiv wirkende Aktionen mit griffigen Slogans sollen Neugier wecken. Die harte Ideologie folgt später.

"Das alles verläuft offen und ist Teil der Wirklichkeit", sagte Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung. Daher dürfe niemand nach Taten wie den Morden der rechtsextremen Terrorgruppe NSU überrascht sein: "Das Internet ist für die Rechtsextremen ein wichtiger Aktionsraum." Der Nährboden für rechte Gewalt werde oft in den Sozialen Medien bereitet.

Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 stimmt, ist sehr weit verbreitet... (2 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Flitz Piepe am 15.07.2012 um 11:10 Uhr
 Suche

  News
Dienstag, 31.03.2015
WhatsApp: Telefon-Funktion für alle Android-Nutzer freigeschaltet
Pebble Time: 20 Millionen Dollar eingesammelt - Gravuren als Dankeschön
o2 und E-Plus: National Roaming vorzeitig gestartet
Vernetzte Geräte: IBM pusht Internet der Dinge mit drei Milliarden Dollar
Facebook: Fünf Android-Apps für den Messenger
Microsoft: "Halo 5" kommt Ende Oktober auf die Xbox One
Montag, 30.03.2015
Orbitcom sucht den "lahmsten Surfer Deutschlands"
"Big Brother" aus einer Hand: Norddeutsches Abhörzentrum soll 2020 starten
Panne: Persönliche Daten von Merkel, Obama, Putin & Co an falschen Empfänger gemailt
Rundfunkbeitrag sinkt: Daueraufträge umstellen
Spotify ab sofort auf Playstation 3 und 4 verfügbar
Häftling befreite sich mit E-Mail-Trick aus dem Gefängnis
HTC One E9 Plus (online) vorgestellt
Crash-Tarife: 100 Freiminuten, SMS-Flat und Internet-Flat im Telekom-Netz ab 2,99 Euro
Apple Watch: Kauf nur mit Reservierung
Weitere News
DSL Speed
Trotz Highspeed ADSL Anschluss nur Diashow statt flüssiges Internet Fernsehen?
Unbedingt DSL Geschwindigkeit testen.
Wenn der Provider wieder zu viel versprochen hat, gleich neues DSL Angebot einholen.
DSL = Schnell
Diese Gleichung geht leider nicht immer auf. Manchmal liefert der Internetprovider nur Schneckentempo.
Die Suche nach dem richtigen Internetanschluss kann dann schnell Nerven kosten. Welche DSL Flatrate ist nun die Richtige?
Vielleicht ist auch mobiles Internet eine gute Alternative zum DSL Internet.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs