Anzeige:
Donnerstag, 12.07.2012 14:01

Bei Neckermann wird es unruhig

aus dem Bereich Sonstiges

Das Schicksal des angeschlagenen Versandhändlers Neckermann.de mit seinen 2.400 Arbeitsplätzen steht auf Messers Schneide. "Das Unternehmen ist jetzt am Zug, ich wage nicht vorauszusehen, was das Unternehmen machen wird", sagte Betriebsrat Thomas Schmidt am Donnerstag. Neckermann.de hatte am Mittwoch mitgeteilt, die Verhandlungen über den geplanten Abbau von 1.380 Stellen in den Einigungsstellen seien gescheitert. Wie es weitergehen soll, ließ das Unternehmen auch am Donnerstag zunächst offen.

Anzeige

Investor schweigt

Der Eigentümer, der US-Finanzinvestor Sun Capital, hielt sich zunächst ebenfalls bedeckt. "Der Investor möchte sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu den noch laufenden Gesprächen äußern", sagte eine Sprecherin. Die Gewerkschaft Verdi und der Betriebsrat verlangen Abfindungen für die von Kündigung bedrohten Mitarbeiter. Betriebsrat Schmidt erklärte, man habe einen Kompromiss angeboten: "Aber wir können uns nicht zur Unkenntlichkeit verbiegen." Das Unternehmen sieht dagegen keinen finanziellen Spielraum für Abfindungen.

Der Versandhändler will den Eigenhandel mit Textilien sowie das Frankfurter Zentrallager aufgeben. Im April hatte Sun Capital die Bereitschaft signalisiert, weitere 25 Millionen Euro in das Unternehmen zu investieren - allerdings nur, wenn alle Beteiligten bei der Sanierung an einem Strang zögen.

Der Versandhändler sieht nun bei einem Stellenabbau das Risiko von Kündigungsschutz- und Abfindungsklagen. Diese Klagen seien finanziell nicht kalkulierbar und gefährdeten die Existenz des Unternehmens. Mögliche Co-Investoren würden durch das Risiko abgeschreckt. Kündigungsschutzklagen gelten auch als ein Grund für den endgültigen Zusammenbruch des Drogeriekonzerns Schleckers.

Verdi erwartet ein Angebot

Nach Angaben von Gewerkschaft und Betriebsrat hat die Einigungsstelle den bestehenden Sozialplan für die Beschäftigten der Verwaltung einschließlich der Abfindungen für wirksam erklärt. In der Verwaltung sind den Angaben zufolge gut 500 Beschäftigte vom Stellenabbau betroffen. "Es ist nichts Bedrohliches passiert, der geltende Sozialplan wurde bestätigt", sagte Verdi-Handelssekretär Wolfgang Thurner. Zwei weitere Verfahren - für die Logistik und den Kundenservice - seien noch gar nicht entschieden. "Wir haben nichts scheitern lassen. Wir erwarten, dass das Unternehmen jetzt ein Angebot vorlegt", sagte Thurner.

Die einstige Ikone des deutschen Wirtschaftswunders, die nach Einschätzung von Beobachtern zu spät ins Internetgeschäft einstieg, hat Besitzerwechsel, die Pleite des früheren Mutterkonzerns Arcandor und mehrere Runden Stellenabbau hinter sich.

Hayo Lücke / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Donnerstag, 27.11.2014
Große Mehrheit dafür: Zugang zu Internet sollte Menschenrecht sein
BREKO-Netzbetreiber: Highspeed-Internet für 1 Million Haushalte für 2015 geplant
Einheitlicher Markenauftritt: Kabel BW heißt ab 2015 auch Unitymedia
Schlechte Verkaufszahlen: iPhone 5c wird 2015 eingestellt
Weihnachtsgeschäft: Deutsche Post DHL rechnet mit mehr als 8 Millionen Paketen pro Tag
Neue Kritik an Uber: Android-App sammelt massiv Daten
Vodafone bietet LTE in 33 Ländern - ab 2015 mit bis zu 225 Mbit/s surfen
Amazon: 41 Apps für 130 Euro jetzt kostenlos herunterladen
Kim Dotcom bleibt vorerst auf freiem Fuß: Gerichtsentscheidung vertagt
Twitter Offers: Rabatt-Coupons einlösen, ohne sie vorzuzeigen
NetCologne: Neue HD-Sender und neues TV-Paket "Family HD"
Video on Demand: wuaki.tv jetzt auch offiziell in Deutschland
Googles starke Stellung beschäftigt das EU-Parlament
Mittwoch, 26.11.2014
Zalando "schreit vor Glück": Konzern peilt Gewinnzone an
IDC: iPad-Verkäufe sinken erstmals - Tablet-Boom ebbt ab
Weitere News
Webspace gesucht?
Suchen Sie günstigen Webspace für ihre Website?
Mit dem richtigen Anbieter ist das Hosting kein Problem und alle Daten dank RAID sicher. Auch der Homepage Baukasten ist oft inklusive.
Ob Root Server mieten, Domaincheck oder Domain registrieren - der Webhoster liefert alles aus einer Hand.
Kabel
Ein Internet Anschluss über Kabel bei Anbietern wie Unitymedia, früher ish, oder Kabel Deutschland liegt voll im Trend.
Ob Internet Fernsehen oder nur surfen mit Highspeed: Vieles wird erst richtig mit Kabel Internet möglich.
Jetzt bestellen und den Sieger im Speedcheck testen. Einen Kabel Digital Receiver gibt's auf Wunsch dazu.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs