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Samstag, 14.07.2012 11:01

Studie: Webradios werden professioneller

aus dem Bereich Sonstiges

Die Musiknutzung ist im Wandel: Statt das klassische Radio einzuschalten, greifen immer mehr Hörer auf Webradio- und Audioangebote im Internet zu. Die Studie "BLM-Webradiomonitors 2012" (PDF), die am Mittwoch auf den Lokalrundfunktagen in Nürnberg vorgestellt wurde, verzeichnet aktuell rund 3.000 Webradiosender. Ihre Hörer riefen inzwischen jeden sechsten Stream per Smartphone oder Tablet-PC ab. Bis 2014 sollen bereits rund ein Viertel aller Webradioabrufe über mobile Endgeräte erfolgen. Die Zahl der Sender stagniert jedoch, nachdem in den vergangenen Jahren viele neue Angebote hinzugekommen waren. Der Markt konsolidiert sich, die bestehenden Sender werden professioneller. Vor allem die Online-Streams der UKW-Radios konnten sich profilieren.

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Großteil der Sender sind nur im Netz empfangbar

82 Prozent der Online-Sender sind der Studie zufolge ausschließlich über das Internet zu empfangen, 13 Prozent machen Live-Streams der UKW-Radio-Sender aus. Der Rest sind fast ausschließlich Online-Submarken von UKW-Sendern, zu denen etwa genrespezifische Themenprogramme gehören. Einen kleinen Anteil von lediglich 0,5 Prozent nehmen personalisierte Musik-Streaming-Dienste wie Spotify, simfy oder Last.fm sowie Webradio-Aggregatoren wie radio.de oder phonostar.de ein.

Die Zahl der durchschnittlichen Abrufe je Sender und Tag stieg binnen Jahresfrist um 36 Prozent auf 13.800 (Stand April). Die Angebote der UKW-Marken verzeichneten sogar einen Anstieg um 58 Prozent auf 18.300 Abrufe.

Schwierige finanzielle Lage für reine Webradios

Dennoch wird mit Webradio im Regelfall kein Geld verdient. Während die UKW-Radios mit einer Kostendeckung von 98 Prozent nur knapp unter der Profitabilitätsgrenze operieren, erreichen die reinen Netz-Radios im Schnitt nur einen Wert von 69 Prozent, wie die Studie ergab. Die Ursache dafür sehen viele Anbieter in zu hohen Streamingkosten und Gema-Lizenzgebühren. Soziale Netzwerke dienen vor allem zur Hörerbindung oder für die Kommunikation, für die Webradionutzung selbst spielen Facebook & Co. aber keine große Rolle.

Für den Webradio-Monitor hatte die Unternehmensberatung Goldmedia im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) im Mai und Juni nach eigenen Angaben sämtliche deutschen Webradio-Sender befragt.

Jörg Schamberg / dpa
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    Zuletzt kommentiert von Jens am 18.07.2012 um 16:04 Uhr
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