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Sonntag, 15.07.2012 09:01

HTC Desire C im Test - 4.0-Androide für Einsteiger

aus dem Bereich Mobilfunk
Von Hayo Lücke

Wer in die Welt moderner Smartphones eintauchen möchte, muss in der Regel viel Geld auf den Tisch legen. Luxusgeräte kosten nicht selten 500, 600 Euro oder sogar mehr. Die Mobilfunk-Industrie möchte aber auch jene Kundenkreise mit Touchscreen-Telefonen für sich gewinnen, die nicht bereit sind, so viel Geld für ein Mobiltelefon auf den Tisch zu legen. Und deswegen werden zunehmend Geräte auf den Markt gebracht, die nur zwischen 100 und 200 Euro kosten. Am oberen Ende dieser Preisskala wurde das HTC Desire C angesiedelt, das auf den ersten Blick an den Palm Pre erinnert - nur die ausschiebbare Tastatur fehlt. Wir haben uns das "kleine Schwarze" genauer angeschaut.

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Grundsolides Einsteiger-Telefon

Die wichtigste Botschaft vorweg: auch wenn das Desire C an vielen Stellen nicht wirklich mit neuester Technik punkten kann, ist es ein grundsolides Einsteiger-Smartphone. Schnell eingerichtet, einfach zu bedienen und mit einem modernen Betriebssystem ausgestattet. Denn wer sich für das HTC-Telefon entscheidet, bekommt mit Android 4.0.3 schon ab Werk eine der aktuellsten Android-Versionen, die aktuell erhältlich sind. Die Menüoberfläche wurde zudem durch HTC Sense 4.0 optimiert, wodurch zum Beispiel alle installierten Apps und eingerichteten Verknüpfungen im Hauptmenü nebeneinander angeordnet sind und sich nicht nur in alphabetischer Reihenfolge anzeigen lassen, sondern auch gemessen an der häufigsten Nutzung.

HTC Desire C
Klein und handlich - HTC Desire C. Bild: onlinekosten.de

Der Antrieb erfolgt über einen Single Core-Prozessor, der mit einer Taktrate von 600 Megahertz daherkommt. Das ist in Zeiten von Quad Core-Smartphones mit Gigahertz-Performance alles andere als viel, es reicht aber für das Hineinschnuppern in das Smartphone-Universum vollkommen aus. Allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass es durchaus mal länger dauern kann, ehe eine App geöffnet und Inhalte geladen sind. Auch der Wechsel aus dem Kameramodus zurück ins Hauptmenü zeugt von viel, aber sicher nicht von herausragender Schnelligkeit. Dass es immer mal wieder etwas hakt, ist deutlich spürbar und da helfen auch 512 Megabyte RAM Arbeitsspeicher nicht wirklich weiter.

Abstriche müssen Nutzer auch beim Display machen. Die Auflösung liegt bei schwachen 480 x 320 Pixeln, doch etwas überraschend wird das bei der alltäglichen Nutzung nicht allzu deutlich. Außerdem reagiert der für Fingerabdrücke anfällige Touchscreen schön schnell und erlaubt eine Bedienung ohne spürbare Hindernisse. Sowohl im Hoch- als auch im Querformat wird beim Schreiben von SMS, E-Mails oder Messenger-Texten eine virtuelle QWERTZ-Tastatur eingeblendet, mit der sich auch längere Texte nahezu fehlerfrei eintippen lassen - bei einer Display-Diagonalen von "nur" 3,5 Zoll (8,9 Zentimeter) wie beim iPhone 4S. Positiv: ein Helligkeitssensor passt die Display-Beleuchtung an das aktuelle Umgebungslicht an.

Speicher erweiterbar

Sehr knapp bemessen ist der interne Speicher. Er fasst gerade einmal 4 Gigabyte, dem Nutzer steht aber nur knapp 1 GB zur freien Nutzung zur Verfügung. Ergänzend werden 25 Gigabyte Speicherplatz beim Online-Speicherdienst Dropbox zur Verfügung gestellt - allerdings nur für zwei Jahre kostenlos. Der Kauf einer MicroSD-Karte zur Speichererweiterung ist also durchaus empfehlenswert. Im Lieferumfang ist eine solche Karte nicht inklusive.

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