Anzeige:

Samstag, 07.07.2012 15:31

Namen statt Zahlen: Telefon-App "Call My Name"

aus den Bereichen Mobilfunk, Sonstiges

Namen bleiben viel leichter im Gedächtnis als Zahlen. Aus dieser einfachen Erkenntnis hat das Start-up NTTM eine Geschäftsidee entwickelt: Mit dem Dienst Call My Name müssen sich Smartphone-Nutzer nicht mehr komplizierte Telefonnummern merken oder zumindest notieren, sondern bloß einen einzigen Begriff. In Israel, dem Heimatland der Gründer, ist die Namen-Wahl etabliert, nun kommt sie auch nach Deutschland.

Anzeige

"Jeder kann seinen Telefonnamen wählen"

"Mit unserem System kann man seinen eigenen Telefonnamen wählen", sagt Mitgründer Assi Rotbart. Nutzer und Unternehmen registrieren sich mit einem frei wählbaren Begriff - ob Vor- und Zuname, "Cool Joe" oder "Pizzataxi Angelo". Für Privatpersonen ist der Service kostenlos, Firmen zahlen eine Jahresgebühr: 360 Euro, wenn sie maximal 200 Anrufe am Tag bekommen; für eine Flatrate werden 1.500 Euro fällig.

Die Namen werden in einer Datenbank der Firma abgelegt, die für iOS und Android verfügbare Smartphone-App ruft die Informationen aus diesem Online-Telefonbuch ab und zeigt das Profil an. Mit einem Fingerzeig wählt das Gerät die Telefonnummer, alternativ können Nutzer eine SMS oder E-Mail schreiben oder zum Facebook- oder Twitter-Profil surfen. Damit die Ergebnisliste in der Anfangsphase nicht leer ist, listet Call My Name außerdem Daten aus den Kontakten auf dem Smartphone sowie Nummern aus Telefonbüchern.

"Call My Name" hofft auf zahlende Kunden

Die drei Gründer aus Israel haben 2008 zunächst in ihrer Heimat angefangen, seit kurzem ist Call My Name auch in Singapur verfügbar. Nun will das Unternehmen die Telefonbücher in Deutschland erobern, bis zum Ende des Jahres auch in Großbritannien, den USA und Kanada. Mut macht den drei Gründern, dass ihr Konzept in Israel verfängt. Mehr als 10 Prozent aller Firmen im Land seien zahlende Kunden, sagt Rotbart: "Das System ist zu einem Standard geworden." Selbst in TV-Shows komme es zum Einsatz, etwa bei der Abstimmung in der israelischen Variante von "Deutschland sucht den Superstar". Seit November 2010 sei die Niederlassung profitabel.

Allerdings gibt es eine ganze Reihe von Ideen, die Nummernsuche zu erleichtern; neben dem klassischen Telefonbuch etwa die in den USA so beliebten Kurznummern im Stile von "1-800-OBAMA"; oder Soziale Netzwerke, in denen die Freunde und Geschäftspartner selbst ihre Daten aktuell halten. "Das mobile Internet ermöglicht über klassische Suchmaschinen-Abfragen in Sekundenschnelle das Auffinden von Unternehmen und einzelnen Personen, sofern diese mit einer öffentlich zugänglichen Website oder Profilen in Sozialen Netzwerken präsent sind", sagt Stephanie Renda, die beim Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) die Arbeitsgruppe Mobile Internet leitet. Schon mit einem Klick lasse sich meist ein Anruf starten.

Rotbart weiß um die Konkurrenz. "Wir haben nicht die Kommunikation erfunden, es gibt immer eine Möglichkeit, jemanden zu finden", sagt der Unternehmer. Call My Name sei aber der "bequemste Weg".

Christian Wolf / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Dienstag, 23.09.2014
Unitymedia kündigt Update für Horizon-Recorder an - zahlreiche Verbesserungen
"Bentgate": iPhone 6 Plus soll sich angeblich in Hosentasche verbiegen
EU-Kommissar Almunia fordert von Google mehr Zugeständnisse
37 Millionen Deutsche nutzen Online-Banking
BGH-Urteil: Ärzte dürfen online bewertet werden - kein Anspruch auf Löschung
Congstar startet Handytausch-Option: Neues Smartphone nach zwölf Monaten
Hackerangriff per Zahnbürste: Vernetzte Geräte öffnen Tor für Cyber-Kriminelle
Telekom-Aktion: VDSL 50 zwei Jahre ohne Aufpreis - 120 Euro für Router
Bundesländer wollen Zahlungen für Glücksspiele im Internet blockieren
Mikrowellen schrotten iPhone 6 - Apple Wave ist fataler Scherz
Internet-Vergleichsportale im Reisemarkt auf Wachstumskurs
Dobrindt: Gratis-Internet in allen Zügen
Internetnutzung: Deutschland im internationalen Vergleich nur mittelmässig
Montag, 22.09.2014
Weihnachtsgeschäft bei Amazon durch Streiks in Gefahr? - Verdi droht mit Paukenschlag
Apple: Über zehn Millionen neue iPhones am ersten Wochenende verkauft
Weitere News
DSL Anschluss
DSL 2000 für Einsteiger, DSL 6000 für Normalsurfer oder DSL 16000 für Internetprofis.
Welcher Internetanschluss von welchem Internet Provider ist geeignet?
Der DSL Anbieter Vergleich zeigt: Die Auswahl ist groß
Root Server
Mit einem Root Server haben Sie vollen Zugriff und richten ihren Dedicated Server komplett selbst ein.
Einfach einen Apache Server oder einen Webserver mit Windows Server 2003 erstellen - sie haben freie Hand.
Auch vServer sind kein Problem. Mit Plesk oder Confixx ist die Konfiguration schnell erledigt.
Kabel
Ein Internet Anschluss über Kabel bei Anbietern wie Unitymedia, früher ish, oder Kabel Deutschland liegt voll im Trend.
Ob Internet Fernsehen oder nur surfen mit Highspeed: Vieles wird erst richtig mit Kabel Internet möglich.
Jetzt bestellen und den Sieger im Speedcheck testen. Einen Kabel Digital Receiver gibt's auf Wunsch dazu.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs