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Sonntag, 08.07.2012 11:01

Nokia Lumia 610 im Test - Geiz ist nicht immer geil

aus dem Bereich Mobilfunk
Von Hayo Lücke

Auch wenn es vom finnischen Handy-Hersteller Nokia in der jüngsten Vergangenheit nicht viele gute Nachrichten gegeben hat, müht sich der finnische Konzern nach Kräften, auf dem Smartphone-Markt den Anschluss an die Weltspitze nicht abreißen zu lassen. Nach den hochpreisigen Modellen Lumia 800 und Lumia 900 sowie dem Mittelklasse-Gerät Lumia 710 hat Nokia nun auch das Lumia 610 in den Handel geschickt, das mit einer schmaleren Ausstattung und zu einem vergleichsweise erschwinglichen Preise daherkommt. Was das Smartphone kann und was nicht, haben wir uns genauer angeschaut.

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Smartphone auf Basis von Windows Phone

Die wichtigste Info vorab: wie alle Lumia-Telefone basiert auch das 610 auf Windows Phone 7.5, dem mobilen Betriebssystem von Microsoft. Es gibt nur einen Startbildschirm, auf dem in zwei Spalten so genannte "Live-Kacheln" zum Beispiel über verpasste Anrufe und SMS informieren oder die nächsten Termine anzeigen - teilweise sogar dynamisch. Die Größe dieser Kacheln ist (noch) nicht individuell anpassbar, sorgt aber auch so für viel Übersicht und eine einfache Bedienung. Noch etwas einfacher ist das Hauptmenü angeordnet: in nur einer Spalte werden alle installieren Apps und Menüpunkte untereinander dargestellt.

Nokia Lumia 610
Schön handlich: das Lumia 610. Bild: onlinekosten.de

Erfreulich ist, dass das Lumia 610 toll in der Hand liegt. Mit Abmessungen von 119 Millimetern Länge, 62 Millimetern Breite und 12 Millimetern Tiefe gehört es zweifelsohne nicht zu den schlanksten Telefonen am Markt, eine gummierte, fast schon seidige Rückseite vermittelt aber eine insgesamt tolle Haptik - bei einem Gewicht von rund 131 Gramm.

Ein wenig getrübt wird das Handling lediglich durch den Touchscreen. Er ist zum einen mit einer diagonalen Abmessung von 3,7 Zoll nur geringfügig größer als beim iPhone 4S (3,5 Zoll) und ist zudem sehr anfällig für Fingerabdrücke. Regelmäßiges Polieren der Glas-Oberfläche ist fast an der Tagesordnung. Hinzu kommt, dass bei starker Sonneneinstrahlung ein starkes Spiegeln in Kauf genommen werden muss. Auffällig: im Vergleich zum Lumia 900 machen die dargestellten Farben einen recht blassen Eindruck. Fairerweise muss man aber auch betonen, dass das Display auch sehr reaktionsschnell ist.

Leider (zu) wenig Arbeitsspeicher

Abstriche müssen Käufer des Lumia 610 auch an anderer Stelle machen. So arbeitet der integrierte Prozessor nur mit einer Taktrate von 800 Megahertz und der Arbeitsspeicher ist auf gerade einmal 256 Megabyte beschränkt. Wer sein Smartphone nicht für Spiele, sondern in erster Linie zum Telefonieren, SMS-Schreiben und für gelegentliche Internetausflüge nutzt, wird davon wenig mitbekommen. Kritisch wird es aber, wenn Käufer gute Performance bei der App-Nutzung erwarten.

Denn es ist mehr oder weniger die Regel, dass Apps langsam(er) starten und auch mehr Zeit benötigen, um Inhalte zu laden. Deutlich wird das unter anderem bei der Applikation für Facebook, aber auch bei WhatsApp und Foursquare. Mehr noch: einzelne Applikationen wie Skype, Angry Birds oder auch diverse Navigations-Lösungen, die nicht von Nokia selbst stammen, können auf dem Lumia 610 aufgrund des kleinen Arbeitsspeichers nicht installiert werden. Im Marketplace erscheint die Fehlermeldung: "Diese Anwendung erfordert ein Handy mit mehr RAM als das Nokia Lumia 610." Ärgerlich.

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 Was Nokia bräuchte (2 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von citrus50 am 08.07.2012 um 19:59 Uhr
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