Anzeige:
Mittwoch, 04.07.2012 19:18

RIM: BlackBerry 10 durch neue Features in Verzug

aus dem Bereich Mobilfunk

Der BlackBerry-Hersteller RIM will trotz drastischer Sparmaßnahmen an seinem Entwicklungszentrum in Bochum festhalten. Vorstandschef Thorsten Heins sagte am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa: "Da sehe ich im Moment wenn überhaupt, dann nur geringfügige Einschnitte, weil wir nach wie vor unser europäisches Entwicklungszentrum in Bochum brauchen."

Anzeige

Absatzprobleme im US-Markt

Nach einem Sturz in die roten Zahlen hat das kanadische Unternehmen in der vergangenen Woche den Abbau von 5.000 der 16.500 Arbeitsplätze angekündigt. Mit der umfassenden Umstrukturierung sollen bis zum Ende des Finanzjahrs im Februar 2013 eine Milliarde Dollar an Kosten gespart werden.

"Die nächsten Quartale werden herausfordernd", sagte Heins. In Europa, Asien und anderen Regionen gebe es weiter wachsende Nachfrage nach BlackBerry-Produkten. "Aber wir sind halt in den USA doch recht stark unter Druck, besonders im Consumer-Segment." Dieser Druck werde weiter anhalten, bis "zu einem frühen Zeitpunkt im ersten Quartal 2013" die ersten Geräte mit dem neuen Betriebssystem BlackBerry 10 in den Markt kämen.

Fokus auf BlackBerry 10, Absage an Windows Phone 8

Zu Spekulationen über einen möglichen Verkauf einzelner Geschäftsbereiche sagte Heins, die Geschäftsleitung lasse sich von Investmentbanken beraten, "um zumindest alle Optionen zu verstehen". Dies sei auch ganz im Interesse der Aktionäre von RIM. "Wir schauen uns schon verschiedene Möglichkeiten an, aber der Focus ist völlig darauf ausgerichtet, BlackBerry 10 in den Markt zu bringen." Auch sei es kaum sinnvoll, jetzt auf ein anderes Betriebssystem wie Windows Phone 8 zu wechseln, "weil wir dann gar keine Differenzierung mehr sehen für uns".

BlackBerry sei nicht nur eine Gerätemarke, sondern stehe für ein umfangreiches Konzept von Lösungen, gerade auch für Unternehmenskunden, betonte Heins. Die integrierte Strategie umfasse die Hardware ebenso wie die Software-Dienste und das Datennetz, das weltweit 650 Telekommunikationsanbieter verbinde. Die Überlegung, die Produktion von Hardware abzugeben, sei zwar ein naheliegender Gedanke. "Aber die hohe Sicherheit, die BlackBerry bietet, liegt natürlich auch mit im Gerät. Das ist einer der Gründe, warum wir nicht in China fertigen; wir wollen diese Stärke eigentlich nicht aufgeben."

Späterer Start von BlackBerry 10 aufgrund neuer Funktionen

Der deutsche Manager, der seit Januar die Geschäfte von RIM leitet, sagte: "Ich verstehe absolut den Unmut der Aktionäre über den Zustand der Firma, wie sie heute ist." Er sei aber "sehr zuversichtlich, dass RIM mit BlackBerry 10 eine Zukunft habe. Die Verschiebung des Betriebssystems auf Anfang nächsten Jahres habe nichts mit Problemen der Architektur zu tun, sondern mit der erforderlichen Integration zahlreicher neu hinzugekommener Funktionen. "Wir machen ja hier nicht ein Upgrade von BlackBerry 6 auf BlackBerry 7 - wir bauen eine völlig neue Plattform auf, von der Hardware über Betriebssystem und Treiber bis hin zum Rahmen für neue Anwendungen."

Christian Wolf / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Sonntag, 26.04.2015
Industrie 4.0: Trumpf erwägt App-Store für Industrie-Software
SAP-Mitgründer Dietmar Hopp wird 75: "Ich habe zu viel angefangen"
"NYT": Russische Hacker hatten Zugriff auf E-Mails von Obama
Samstag, 25.04.2015
Carsharing außerhalb der Metropolen bleibt schwierig
Google Maps: Androide uriniert auf Apple-Logo
RTL Samstag Nacht: Stars feiern Wiedersehen im Internet
Selfies und Lifelogging: Kunst für die "Generation Kopf unten"
Expertenkommission möchte Netzneutralität kippen
Schwacher Start für Jay Z's Streaming-Dienst Tidal
Freitag, 24.04.2015
"Spiegel": Bundestrojaner des BKA ist im Herbst einsatzbereit
Hacker-Attacken: Intel-Manager schlägt Sicherheitsbranche gemeinsamen Schutzwall vor
Comcast sagt Fusion mit Time Warner ab
Nur jede vierte Firma in Deutschland nutzt Highspeed-Internet mit mindestens 30 Mbit/s
"WSJ": EU könnte neuen Regulierer für mächtige Internetkonzerne schaffen
DeutschlandSIM: LTE-Allnet-Flats ab 12,99 Euro - bis zu 10 GB LTE-Datenvolumen
Weitere News
Internet per Flat
Ob per Kabel oder mit VDSL: Erst eine Flat bringt richtig Spaß beim Surfen über die schnellen Internetleitungen.
Jetzt die Kabel-Angebote vergleichen oder neben der T-Home VDSL Verfügbarkeit die 1und1 VDSL und Vodafone VDSL Verfügbarkeit prüfen.
Alle günstigen Tarife hier in unserem DSL Preisvergleich.
Mobiles Internet
Unterwegs und trotzdem Online: Mobiles Internet per UMTS macht's möglich.
Fast genauso schnell im Speed Test oder sogar schneller als ein regulärer Internetzugang.
Damit ist mobiles Internet neben Kabel digital auch als Alternative interessant, wenn die DSL Verfügbarkeit am Wohnort eingeschränkt ist.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs