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Donnerstag, 05.07.2012 18:25

Fernsehsender wollen im Netz Geld verdienen

aus dem Bereich Sonstiges

Internet statt Glotze: Die Mediengewohnheiten junger Menschen wandeln sich dramatisch. Die privaten Fernsehsender reagieren darauf und suchen neue Erlösquellen im Netz. Dabei geht es oft spielerisch zu.

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TV-Sender suchen neue Einnahmequellen

Private Fernsehsender verkaufen Zeit, genauer Werbezeit. Das macht die TV-Unternehmen nicht nur anfällig für das Auf und Ab der Wirtschaft, es zwingt sie auch, möglichst viele Zuschauer zu erreichen. Zwar gehört das Fernsehen noch immer zu den Medien, die das zuverlässig schaffen. Doch die Manager in den Zentralen von ProSiebenSat.1 oder der RTL Group wissen, dass sich die Zeiten ändern. Das Internet verändert die Mediennutzung vor allem bei den wichtigen jüngeren Zuschauern dramatisch - und damit auch hergebrachte Erlösmodelle. Längst suchen die Sender nach Einnahmequellen abseits ihres klassischen Geschäfts.

Dazu gehören verschlüsselte Bezahlangebote, die angesichts der bisher wenig erbaulichen Geschichte von Pay-TV in Deutschland lange als wenig erfolgversprechend galten. Inzwischen setzen RTL und ProSiebenSat.1 unter anderem mit Bezahlsendern wie RTL Crime oder Sat.1 Emotions auf dieses Modell; die hochauflösenden HD-Programme beider großer privaten TV-Konzerne gibt es via Satellit ebenfalls nur über eine jährliche Gebühr zu empfangen.

Fernsehsender setzen auf eigene Online-Videoplattformen

Doch auch im Internet selbst schürfen nicht nur Verlagsriesen nach Geld, auch die Fernsehsender sind im Netz unterwegs - und attackieren damit auch Google und Co.

Die Münchner setzen neben anderen Online-Portalen vor allem auf die Videoplattform MyVideo, die neue Zuschauer locken soll. Nach ersten Versuchen will der Konzern Serien wie "American Horror Story" zuerst auf MyVideo zeigen und erst danach im TV-Programm, sagte Digitalchef Markan Karajica jüngst der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Ein erster Test mit der Serie "Spartacus" habe sich bereits als Erfolg erwiesen - ohne die Einschaltquoten im klassischen Fernsehen einbrechen zu lassen. So fließen zweimal Werbeeinnahmen, und es scheint, als könnten die Sender das eine tun, ohne das andere zu lassen.

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