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Montag, 02.07.2012 17:01

Dell kauft Softwarefirma Quest für 2,4 Milliarden Dollar

aus dem Bereich Sonstiges

Weil der Computermarkt schwächelt, ist Dell auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern. Der früher größte PC-Hersteller zahlt nun Milliarden, um den Software-Anbieter Quest zu übernehmen. Eine Investition in die Zukunft, hofft Dell.

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Dell setzt auf neue Geschäftsfelder

Der Computerhersteller Dell hat den Kampf um den Software-Anbieter Quest gewonnen. Die Unternehmen hätten eine endgültige Kaufvereinbarung getroffen, teilte Dell am Montag im texanischen Round Rock mit. Der Konzern bietet den Aktionären von Quest je Aktie 28 US-Dollar in bar und legt damit rund 2,4 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro) auf den Tisch. Mit diesem Angebot sticht Dell mehrere andere Bieter aus. Quest sei eine "starke strategische Ergänzung" für die kürzlich gegründete Software-Sparte des Konzerns und erweitere bestehende Ressourcen, erklärte der PC-Hersteller.

Mit der Übernahme will Dell seine Abhängigkeit vom PC-Markt verringern, der nach Jahren starken Wachstums schwächelt. Daher setzt der Konzern verstärkt auf neue Geschäftsfelder, etwa Netzwerk- und Speichertechnik. Bis zum Geschäftsjahr 2016 wollen die Texaner mit Server-Hardware, Software und Dienstleistungen den Umsatz um 45 Prozent auf 27,5 Milliarden Dollar steigern.

Quest bietet Software-Lösungen für Unternehmen

Quest hat eine Reihe von Software-Lösungen für Unternehmen im Angebot - etwa Sicherheits-Systeme sowie Programme zum Management von Datenbanken und Servern. Im Geschäftsjahr 2011 lag der Umsatz bei 857 Millionen Dollar. Mit der Übernahme positioniere sich Dell im größten und am schnellsten wachsenden Bereich der Software-Branche, ließ John Swainson, Chef der Software-Sparte von Dell, mitteilen. Quest stand monatelang zum Verkauf, mehrere Bieter hatten ein Angebot abgegeben.

Die Flaute im Computermarkt macht Dell zu schaffen. So fiel der Gewinn im Anfang Mai abgeschlossenen Quartal um ein Drittel auf 635 Millionen Dollar, der Umsatz ging um 4 Prozent auf 14,4 Milliarden Dollar zurück. Das US-Unternehmen ist hinter Hewlett-Packard und Lenovo nur noch die Nummer 3 im PC-Markt.

Jörg Schamberg / dpa
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