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Montag, 02.07.2012 13:38

Streit um Abzocke: Unister mahnt "Computerbild" ab

aus dem Bereich Sonstiges

Zwischen der "Computer Bild" und der Unister Holding, Betreiberin von Portalen wie fluege.de und ab-in-den-urlaub.de, bahnt sich ein juristischer Kleinkrieg an. Bereits Mitte Juni hatte es in der RTL-Sendung "Stern TV" ein hitziges Wortgefecht mit gegenseitigen Anschuldigungen zwischen Computerbild-Redakteur Alexander Krug und Unister-Pressechef Konstantin Korosides gegeben. Nun folgt auch auf anderer Ebene eine Auseinandersetzung.

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"Computerbild" recherchierte drei Monate lang

Rückblende: in den zurückliegenden drei Monaten hat die Redaktion der "Computerbild" nach eigenen Angaben umfangreiche Recherchen betrieben, um "hinterlistige Methoden" auf verschiedenen Internetseiten der Unister Holding belegen zu können. In einer Pressemitteilung der Zeitschrift vom vergangenen Wochenende heißt es dazu wörtlich: "Unister kassiert oder kassierte mit frei erfundenen Preisreduzierungen, heimlich aufgeschlagenen Service-Geldern, Klick-Fallen bei Urlaubsbuchungen und weiteren Schwindeleien ganz Deutschland ab."

Mehr noch: ein ehemaliger Manager von Unister erhebt laut "Computerbild" schwere Vorwürfe gegen seinen früheren Chef Thomas Wagner. "Der Kunde ist für Thomas Wagner ein Gegner, der gemolken werden muss. Seine Philosophie lautet: Dreistigkeit siegt." Ein weiterer Ex-Mitarbeiter wird mit den Worten zitiert: "Abmahnungen von Verbraucherschützern werden meist mit einem Lachen quittiert."

"Stimmt nicht", heißt es von Seiten der Unister-Macher auf Nachfrage von onlinekosten.de. Die Anschuldigungen seien mit Vorsicht zu genießen, weil die Mitarbeiter teilweise gekündigt worden oder zu einem direkten Wettbewerber gewechselt seien. Daher sei nicht auszuschließen, dass die Motivation, Insider-Informationen auszuplaudern, auch geschäftlichen Interessen diene.

Aus Reiseschutz wird Abo-Falle

Die "Computerbild" wirft den Unister-Machern weiter vor, mit frei erfundenen, durchgestrichenen Altpreisen auf ab-in-den-urlaub.de, travel24.com und reisen.de vermeintliche Schnäppchen vorzugaukeln. Ferner werde unter fluege.de ein Reiseschutz (Versicherung für Gepäck, Reiserücktritt u.a.) angeboten, der nur dann nicht mitgebucht wird, wenn der Kunde im Buchungsverlauf aktiv einen Haken setzt. Tests unserer Redaktion haben das bestätigt. Pikant ist auch: der Reiseschutz gilt nicht nur für die gebuchte Reise, sondern für ein ganzes Jahr und verlängert sich zu deutlichen höheren Konditionen automatisch um ein weiteres Jahr, wenn nicht rechtzeitig gekündigt wird.

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 Dreist in jedem Fall (6 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von nixgegendenise am 05.07.2012 um 12:40 Uhr
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