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Montag, 02.07.2012 10:16

Schuhe online kaufen - Zalando und Co. boomen

aus dem Bereich Sonstiges

Bei der verzückten Kundin löst eine Zalando-Schuhlieferung im Werbespot einen hysterischen Glücksschrei aus. Der Konkurrenz treibt der Erfolg des Berliner Online-Händlers eher Sorgenfalten in die Stirn. Gerade einmal vier Jahre ist das Start-Up auf dem Markt. Im ersten Halbjahr 2011 erzielte die Verkaufsplattform, hinter der die Samwer-Brüder als Investoren stehen, bereits mehr als 200 Millionen Euro Nettoumsatz.

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Schon 3.000 Mitarbeiter

Angeblich wird jetzt die erste Umsatzmilliarde angepeilt. Bei Zahlen ist das Unternehmen zurückhaltend - erst recht, wenn es um Gewinne oder Verluste geht. Mit rund 3.000 Mitarbeitern ist Zalando aber schon in halb Europa präsent, unter anderem in Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden. Im Juli stehen Polen, Norwegen und Dänemark auf dem Expansionsplan.

Im Oktober 2008 war Zalando mit 15 Beschäftigten in einem kleinen Berliner Büro gestartet. Mittlerweile werden online gut 100.000 Artikel und 1.300 Marken vertrieben, vorwiegend immer noch Schuhe. Mit Bekleidung und Heimtextilien wurde die Angebotspalette bereits erweitert. Anfang 2013 ist in Erfurt die Eröffnung eines weiteren, 100 Millionen Euro teuren Lagers geplant. Schon in der ersten Ausbaustufe soll es eine Kapazität für mehr als acht Millionen Produkte haben.

Otto unter Druck

Die Expansion neuer Mitspieler wie Zalando sorgt für Wirbel in der Versandhandelsbranche - auch der Platzhirsch, die Hamburger Otto Group, musste reagieren und will nun die Kosten und die Preise senken. Wie konnte Zalando aus dem Nichts zur ernsthaften Konkurrenz werden? "Wir betreiben relativ viel Aufwand, immer alle relevanten Marken im Sortiment zu haben", heißt es offiziell. Dass gerade Schuhe vor dem Kauf gerne anprobiert werden, scheint kein Nachteil für das Geschäft im Netz zu sein.

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