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Sonntag, 01.07.2012 09:01

So können Handynutzer ab sofort im Ausland sparen

aus dem Bereich Mobilfunk

Im Urlaub online Landkarten studieren, nach den Facebook-Freunden schauen oder schnell mal skypen: All das kostet Handynutzer im Ausland viel Geld. Erstmals setzt die EU-Kommission der Telekombranche nun Preisobergrenzen für Datendownloads im EU-Ausland. Ab sofort gelten auch für grenzüberschreitende Telefonate und SMS neue Preisgrenzen. 2016 soll das gefürchtete Roaming nahezu ganz verschwunden sein.

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Was ist "Roaming" überhaupt?

Das Wort "Roaming" stammt aus dem Englischen und bedeutet in etwa "umherwandern". In der Welt der Telekommunikation steht das für die Möglichkeit, auch in ausländischen Mobilfunknetzen zu telefonieren, angerufen zu werden oder SMS und Daten auszutauschen. Die Anbieter verlangen für die Weiterleitung von Gesprächen und Daten Gebühren, die sogenannten Roaming-Gebühren. Laut EU-Kommission entfallen rund 4 Prozent des gesamten EU-Mobilfunkmarktes auf "Roaming", das entspricht 5 Milliarden Euro Umsatz.

Wie ist die Lage für Verbraucher derzeit?

Wer sein Handy im Ausland nutzt, muss mit hohen Zusatzkosten rechnen, kritisiert die EU-Kommission. "Die Leute haben es satt, böse Überraschungen zu erleben, wenn sie ihre Rechnung bekommen", sagt die zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes. Sie beklagt, dass viele Verbraucher ihr Handy im Ausland abschalten, weil sie die Kostenfalle fürchten: "Ein Mobiltelefon sollte mobil sein."

Warum sind denn schon wieder neue Vorgaben nötig?

"Weil der Markt nicht funktioniert", so die EU-Kommission. Seit Jahren versucht Brüssel, in Europa die Preise durch Regulierung zu drücken. Seit 2007 gibt es schon Obergrenzen, die seitdem kontinuierlich sinken. Doch sie hatten lediglich zur Folge, dass die Telekom-Firmen jeweils knapp darunter blieben - auch wenn weitere Preissenkungen möglich gewesen wären.

Was ändert sich am 1. Juli?

Ab diesem Stichtag gelten neue gesetzliche Obergrenzen, die nach EU-Angaben 75 Prozent niedriger als 2007 sind. Ein Anruf aus dem europäischen Ausland kostet dann maximal 29 statt 35 Cent pro Minute (ohne Mehrwertsteuer). Bis 2014 sinkt die Summe schrittweise auf 19 Cent. Für eine SMS dürfen statt 11 nur noch 9 Cent berechnet werden, bis 2014 nur noch 6 Cent. Für deutsche Kunden würde das Telefonieren dann 22 Cent pro Minute inklusive Steuer kosten und eine SMS maximal 7 Cent. Das Ziel lautet, dass bis 2016 im EU-Ausland die gleichen Tarife wie im Inland gelten; dann wäre das Roaming abgeschafft.

Was ist neu beim Internet-Surfen im Ausland?

Ab 1. Juli dürfen Anbieter maximal 70 Cent vor Steuern pro Megabyte Datenvolumen verlangen, ab Juli 2014 maximal 20 Cent. Heutzutage zahlt ein Nutzer nach EU-Angaben oft bis zu 4 Euro. Ein Megabyte entspricht 100 Mails ohne Anhang.

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