Anzeige:

Donnerstag, 21.06.2012 14:33

Microsoft lehnt Motorola-Angebot im Patentstreit ab

aus dem Bereich Mobilfunk

Im Patentstreit zwischen Microsoft und dem jetzt zu Google gehörenden Handy-Hersteller Motorola zeichnet sich keine schnelle Einigung ab. Der Software-Konzern lehnte ein Angebot von Motorola ab, für jedes verkaufte Handy mit der Microsoft-Technik ActiveSync eine Lizenzgebühr von 0,33 Dollar zu zahlen. Dies könne nicht als gut gemeintes Angebot zur Beilegung des Konflikts betrachtet werden, erklärte am Donnerstag der Microsoft-Jurist Horatio Gutierrez. Google verlange nämlich im Gegenzug weiter Lizenzzahlungen für Video-Patente, die weit über das Marktübliche hinausgingen.

Anzeige

Es geht um Macht und Geld

Dabei geht es um Patente für die Video-Technik H.264, die verwendet wird, um Videodaten für die Internet-Übertragung zu komprimieren. Microsoft erklärte, dass Motorola dafür eine Lizenzzahlung von 2,25 Prozent des Einzelhandelspreises für jedes Gerät verlange, auf dem H.264 zum Einsatz komme - insgesamt rund vier Milliarden Dollar im Jahr. "Das haben wir nie verlangt", sagte hingegen Motorola-Manager Kirk Dailey dem amerikanischen Technik-Blog "AllThingsD". Vielmehr gehe es Motorola um 0,50 Dollar für jede verkaufte Windows-Lizenz oder insgesamt etwa 150 Millionen Dollar.

Die Internationale Handelskommission der USA (USITC) hat nach einer ersten Prüfung festgestellt, dass sowohl Microsoft als auch Apple Patente von Motorola für Industriestandards verletzen. Diese Ermittlungen sollen nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg im August abgeschlossen werden. Allerdings untersucht die EU-Kommission, ob der Mobilfunkpionier Motorola seine Patentmacht gegen Apple und Microsoft missbraucht haben könnte. Dabei geht es um Patente, ohne die bestimmte Mobilfunkstandards wie UMTS gar nicht erst umgesetzt werden können. Bei diesen so genannten FRAND-Patenten sind die Patentinhaber verpflichtet, die Rechte auch Wettbewerbern fair und diskriminierungsfrei zu lizenzieren.

Es drohen Konsequenzen

Wird der Patentstreit nicht rechtzeitig gütlich beigelegt, muss Motorola mit einer gerichtlichen Anweisung rechnen, dass es die ActiveSync-Technik nicht mehr in seinen Android-Smartphones verwendet. Andernfalls könnte es ein Einfuhrverbot für die Handys geben. ActiveSync wird benötigt, um mit einem Mobilgerät komfortabel mit den Exchange-Servern von Microsoft zu kommunizieren, die in Unternehmen und Organisationen weit verbreitet sind.

Hayo Lücke / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Freitag, 01.08.2014
Microsoft wehrt sich: US-Behörden wollen E-Mail-Daten von Kunden aus Europa
Simply: Allnet-Flatrate mit EU-Paket für 17,95 Euro
Android steigert Marktanteil auf 85 Prozent
Androids Quasi-Monopol: EU befragt Google-Partner
1&1 startet Vectoring-Tarif: VDSL 100 ab 34,99 Euro
Logitech G402 Hyperion Fury: Die Gaming-Maus beschleunigt auf 12,7 Meter pro Sekunde
CIA entschuldigt sich für Spähangriff auf Senatscomputer
RTL Group kauft Vermarkter für Onlinevideo-Werbung
Donnerstag, 31.07.2014
Französischer Mobilfunker Iliad will Telekom-Tochter T-Mobile US übernehmen
Lenovo C1 will Google Glass mit längerer Akkulaufzeit schlagen
Unitymedia und Kabel BW: HD-Option im August kostenlos
Telekom: Diese 57 Ortsnetze sind bereits fit für VDSL 100 mit Vectoring
Dank Spider-Man und Playstation 4: Gewinnsprung für Sony
Facebook startet Gratis-Internet in Sambia
Schwere Sicherheitslücke in USB-Sticks entdeckt
Weitere News
Handys
Wer keinen Mobilfunk-Vertrag abschließen will, braucht zu seiner Prepaid SIM-Karte von Anbietern wie Simyo oder Fonic noch ein Handy ohne Vertrag. Die Auswahl ist groß, ebenso wie die Preisunterschiede.
Ob klassisches Tastenhandy oder Touchscreen Handy: Wir stellen aktuelle Modelle verschiedener Preiskategorien vor.
DSL Speedmessung
Trotz Highspeed ADSL Anschluss nur Diashow statt flüssiges Internet Fernsehen?
Unbedingt DSL Geschwindigkeit testen. Wenn der Provider wieder zuviel versprochen hat, gleich neues DSL Angebot einholen.
Bei vielen Anbietern gibt es auch Internet Telefonie dazu. Wir haben die besten DSL Tarife im Vergleich.
DSL Anschluss
DSL 2000 für Einsteiger, DSL 6000 für Normalsurfer oder DSL 16000 für Internetprofis.
Welcher Internetanschluss von welchem Internet Provider ist geeignet?
Der DSL Anbieter Vergleich zeigt: Die Auswahl ist groß
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs