Anzeige:
Donnerstag, 21.06.2012 10:56

Leistungsschutzrecht: Blogger sind alarmiert

aus dem Bereich Sonstiges

Es könnte um nichts weniger gehen als um das Überleben des freien Internets. Diesen Eindruck bekommt man, liest man sich dieser Tage durch Blogs und Twitter. Das neue Leistungsschutzrecht, das noch vor der politischen Sommerpause im Juli verabschiedet werden soll, sorgt im Netz für Bedrohungsszenarien. Von "Todesstoß", "Büchse der Pandora" und "Melkmaschine" für Internetriesen und Nutzer ist die Rede. Eine Frage treibt viele um: Dürfen Blogger weiterhin aus Zeitungsartikeln zitieren und sie auf Plattformen verlinken? Und das, ohne von den Verlagen zur Kasse gebeten zu werden?

Anzeige

Lizenzzahlung oder nicht?

Der Gesetzentwurf aus dem Haus von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) soll die Rechte von Verlegern stärken. Es räumt ihnen ein alleiniges Recht ein, ihre Zeitungsartikel zu gewerblichen Zwecken im Internet zu veröffentlichen. Andere Nutzer müssten dafür künftig eine Lizenz zahlen - wenn sie mit ihrer Webseite ein Geschäft machen.

Ein Vorschlag, der in Verlagskreisen durchaus gut ankommt. "Damit können wir uns endlich zur Wehr setzen", kommentierte der Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger, Helmut Heinen. Nutznießern, die Angebote kommerziell verwerteten, ohne dafür zu bezahlen, könne man sich so erwehren.

Blogger befürchten Abmahnwelle

Blogger fürchten dagegen eine Abmahnwelle durch Verlage. Denn kaum einer der Schreiber kommt auf seiner Webseite zum Beispiel komplett ohne Werbung aus, um ein bisschen Geld zu verdienen. "Der private Nutzer ist davon nicht betroffen", meinte zwar Leutheusser-Schnarrenberger zum Leistungsschutzrecht. Doch sie gestand auch ein: Die Abgrenzung von kommerzieller und privater Nutzung sei bei Bloggern nicht so leicht.

Ähnlich sieht das Christian Berger, Professor für Urheberrecht an der Universität Leipzig. Verlinken und Zitieren sei zwar weiterhin kostenlos erlaubt - inwieweit das aber über ehrenamtliche und Hobby-Blogger hinaus gelte, hänge vom Einzelfall ab. "Im Zweifel müssen Gerichte entscheiden", sagte Berger der Nachrichtenagentur dpa.

Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Donnerstag, 27.11.2014
Große Mehrheit dafür: Zugang zu Internet sollte Menschenrecht sein
BREKO-Netzbetreiber: Highspeed-Internet für 1 Million Haushalte für 2015 geplant
Einheitlicher Markenauftritt: Kabel BW heißt ab 2015 auch Unitymedia
Schlechte Verkaufszahlen: iPhone 5c wird 2015 eingestellt
Weihnachtsgeschäft: Deutsche Post DHL rechnet mit mehr als 8 Millionen Paketen pro Tag
Neue Kritik an Uber: Android-App sammelt massiv Daten
Vodafone bietet LTE in 33 Ländern - ab 2015 mit bis zu 225 Mbit/s surfen
Amazon: 41 Apps für 130 Euro jetzt kostenlos herunterladen
Kim Dotcom bleibt vorerst auf freiem Fuß: Gerichtsentscheidung vertagt
Twitter Offers: Rabatt-Coupons einlösen, ohne sie vorzuzeigen
NetCologne: Neue HD-Sender und neues TV-Paket "Family HD"
Video on Demand: wuaki.tv jetzt auch offiziell in Deutschland
Googles starke Stellung beschäftigt das EU-Parlament
Mittwoch, 26.11.2014
Zalando "schreit vor Glück": Konzern peilt Gewinnzone an
IDC: iPad-Verkäufe sinken erstmals - Tablet-Boom ebbt ab
Weitere News
Mobiles Internet
Mobiles Internet via UMTS bietet schnellen Surfspaß für unterwegs.
Selbst ohne WLAN schnell mobil surfen oder Internet TV auf dem Handy genießen.
UMTS hält in jedem Speed Test problemlos mit.
DSL Alternativen
Kein DSL verfügbar oder ist der DSL Test lahm wie eine Schnecke?
Dann schnell mobiles Internet per UMTS bestellen.
Mit einer Downloadrate in DSL Geschwindigkeit wird UMTS zur DSL Alternative und Fernsehen im Internet wird ebenfalls mobil möglich.
Aber auch Internet über Kabel ist schnell und günstig.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs