Anzeige:

Dienstag, 19.06.2012 16:00

Datenvorfahrt gegen Aufpreis: Büchse der Pandora?

aus den Bereichen Breitband, Computer, Mobilfunk, Sonstiges

Für eine bessere Regulierung zum Schutz der Inhalteanbieter plädierte Claus Grewenig, Geschäftsführer des Verbandes Privater Rundfunk- und Telemedien (VPRT). "Wir wissen derzeit überhaupt nicht, ob nicht bereits Diskriminierungen stattfinden." Auch fehle ein Instrumentarium für die Ahndung von Missbrauchsfällen.

Anzeige

"Wir wissen nicht, was in den Netzen passiert"

Zudem forderte Grewenig eine Nachweispflicht der Netzbetreiber über Kapazitätsengpässe und damit verbundene Maßnahmen. Es sei Zeit zu Handeln. "Wir können uns ein 'Wait and See' nicht erlauben", so der Verbandsvertreter. Ähnlich argumentierte NDR-Intendant Lutz Marmor und forderte mehr Transparenz über das Vorgehen der Provider. "Wir wissen nicht, was in den Netzen passiert", erklärte Marmor.

Verstöße gegen das Neutralitätsprinzip könnten derzeit nicht festgestellt werden. Mit Verweis auf das Scheitern der Telekom als Bieter um die Bundesligarechte warnte Marmor darüber hinaus vor einer Verflechtung von Inhaltslieferanten und Infrastrukturbetreibern. Dies ziehe eine Interessensvermischung nach sich und müsse durch deutlich höhere Regulierungsanforderungen eingehegt werden.

Diskussionsrunde
In der Diskussion um die Zukunft der Netzneutralität (von links): Claus Grewenig (VPRT), Lutz Marmor (NDR), Christian Illek (Telekom), Lutz Schüler (Unitymedia), Brian Sullivan (Sky), Werner Lauff (Moderator). Bild: onlinekosten.de

"Ich glaube an den Willen des Kunden"

Einzig in diesem Punkt sowie in Datenschutzfragen konnte sich auch Sky-Chef Brian Sullivan für das Thema Regulierung erwärmen. Ein "fairer Zugang" müsse gesichert sein. Im kommerziellen Bereich sei ein Übermaß allerdings ein Innovationshemmer. Hier zähle allein der Wunsch des Verbrauchers. "Ich glaube an den Willen des Kunden als Antrieb für jedes Geschäftsmodell", so Sullivan. Vor diesem Hintergrund habe man letztendlich auch die Einigung mit Unitymedia über die Einspeisung von Sky in das Kabelnetz erzielt. "Wir haben realisiert, dass wir beide profitieren können."

Unitymedia-Chef Lutz Schüler nutzte die Gelegenheit sogleich, die Leistungsfähigkeit der eigenen Infrastruktur anzupreisen. "Als Kabelanbieter sind wir kein Teil der Netzneutralitätsdiskussion." Eine Steuerung von Datenpaketen werde es niemals geben, da das Kabelnetz keine Priorisierung benötige. "Wir haben die Breitbandziele der Bundesregierung längst erreicht", bemerkte Schüler süffisant.

Christian Wolf
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 ... da das Kabelnetz keine Priorisierung benötige ... (6 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Brezie am 20.06.2012 um 20:56 Uhr
 Suche

  News
Donnerstag, 18.12.2014
McSIM: Allnet-Flat und All-in-Tarif zum Sparpreis
Samsung plant eigenen Bezahldienst - Apple Pay bekommt weitere Konkurrenz
Flaggschiff-Smartphone Honor 6 Plus vorgestellt - Will Huawei Apple ärgern?
Kabel Deutschland: Fernsehen auf Smartphone und Tablet jetzt möglich
Online-Videorekorder Save.tv jetzt mit HD-Auflösung
Blackberry Classic: Die besten Ansätze in einem Smartphone vereint
Uber will französisches Anti-Uber-Gesetz kippen
Kabel Deutschland schaltet 100 Mbit/s in Bitterfeld sowie südlich von Berlin
Uber lässt Baidu einsteigen - spät dran in China
Quotenmessung: TV-Nutzung auf Smartphones soll besser erfasst werden
Sim.de: Neue Mobilfunkmarke mit LTE-Allnet-Flats ab 14,95 Euro
Mittwoch, 17.12.2014
"Gestures Beta"-App für Lumia: Windows Phones per Bewegung steuern
Host Europe übernimmt Webhoster Intergenia
25 Jahre "Navi": Smartphones bedrängen TomTom & Co
Kabel Deutschland: Bis zu knapp 60 Euro Bereitstellungsentgelt sparen
Weitere News
Kabel
Ein Internet Anschluss über Kabel bei Anbietern wie Unitymedia, früher ish, oder Kabel Deutschland liegt voll im Trend.
Ob Internet Fernsehen oder nur surfen mit Highspeed: Vieles wird erst richtig mit Kabel Internet möglich.
Jetzt bestellen und den Sieger im Speedcheck testen. Einen Kabel Digital Receiver gibt's auf Wunsch dazu.
Mobilfunk Provider
Neben den vier großen Netzbetreibern gibt es zahlreiche Mobilfunk Discounter Angebote - auch Billigmarken der Provider wie beispielsweise Simyo von E-Plus. Den Überblick zu behalten wird immer schwerer.
Dafür haben einige der Anbieter zusätzlich günstige Handys ohne Vertrag, vom Klapphandy bis hin zum Touchscreen Handy, im Angebot.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs