Anzeige:
Mittwoch, 13.06.2012 09:28

SMS-Nachfolger: Telekom verrät Joyn-Preise

aus dem Bereich Mobilfunk

Mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones begann auch der Siegeszug von Messenger-Diensten wie WhatsApp, iMessage, ChatON oder Tango. Der Versand von SMS- und MMS-Nachrichten, ehemals eine der Umsatzgeneratoren par excellence, spült hingegen immer weniger Geld in die Kassen der Mobilfunkbetreiber. Doch auch diese haben längst einen Heilsbringer auserkoren: Joyn – auch bekannt als RCS-e - soll die Bilanzen wieder etwas aufhübschen und die ungebetene App-Konkurrenz zurückdrängen. Noch ist aber wenig Konkretes bekannt. Während Vodafone Ende März ankündigte, den SMS-Nachfolger zumindest anfangs im Rahmen seiner "SuperFlat Internet"-Tarife kostenfrei anzubieten, hielt sich die Deutsche Telekom nach außen lange bedeckt. Nun sind erste Details zur Joyn-Einführung bei den Bonnern aufgetaucht.

Anzeige

SMS-Preise für Joyn-Nachrichten

Laut einer Anfang Juni aktualisierten Preisliste für die zunächst bis Ende Juni befristeten "Special"-Aktionstarife wird Joyn im Telekom-Netz voraussichtlich am 1. Oktober eingeführt. Sämtliche Dienste sollen dabei im Rahmen einer Einführungsphase bis Ende März 2013 kostenlos genutzt werden können.

Für die Folgezeit plant das Unternehmen allerdings offenbar zumindest in günstigeren Einstiegstarifen, die bisherigen Gebühren für die Zustellung von SMS oder MMS nahezu unverändert auf den neuen Standard zu übertragen. So sollen innerhalb Deutschlands übermittelte Joyn-Nachrichten etwa im 9,95-Euro-Paket "Special 100" ebenfalls mit 19 Cent abgerechnet werden. Der Versand von Dateien mit einer Größe von bis zu 15 Megabyte (MB) ist sogar jeweils mit 39 Cent taxiert.

Video-Telefonate kosten extra

Weitere Gebühren sind für Sprachtelefonate mit gleichzeitiger Videoübertragung per Frontkamera vorgesehen. Laut dem Telekom-Papier werden dabei generell zwei separate Verbindungen berechnet - alle Kosten fallen also doppelt an. Für Nutzer des Tarifs "Special 100" hieße das beispielsweise, dass ein Videoanruf nach Verbrauch der vorhandenen 100 Inklusivminuten mit insgesamt 58 Cent pro Minute zu Buche schlüge. Während sich aber zumindest Nachrichten und Dateien ab dem mit einer monatlichen Grundgebühr von 19,95 Euro ausgezeichneten Tarif "Special Call & Surf Mobil" kostenlos versenden lassen sollen, sind Videoanrufe erst im Premium-Paket "Special Complete Mobil XL" für 69,95 Euro pro Monat ohne Extragebühren realisierbar.

Gleichwohl ist davon auszugehen, dass das letzte Wort in Sachen Tarif- und Preisgestaltung noch längst nicht gesprochen ist. Bis zum anvisierten Abrechnungsstart der Dienste im kommenden Jahr sind angesichts eines sich ständig wandelnden Marktumfeldes noch einige Veränderungen bei Kosten und Konditionen zu erwarten. Sollten diese allerdings tatsächlich ausbleiben, dürfte Joyn trotz seines einladenden Namens nur wenige Nutzer begeistern können. WhatsApp etwa bietet die meisten der angekündigten Features längst an - für maximal 99 Cent pro Jahr.

Update: Mittlerweile hat sich auch die Telekom in einem Blog-Beitrag zur Thematik geäußert und klargestellt, dass die Joyn-Dienste in Tarifen mit Internet-Flat kostenfrei angeboten werden sollen. Dies gelte auch für Video-Telefonate. Das bei Joyn anfallende Datenvolumen werde zudem nicht auf das im Tarif enthaltene Datenvolumen angerechnet.

Christian Wolf
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 T-Totgeburt die 126. (14 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Nenunikat am 14.06.2012 um 14:14 Uhr
 Ich glaub, die haben da was falsch verstanden … (0 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Der Sev am 13.06.2012 um 10:57 Uhr
 Suche

  News
Freitag, 24.10.2014
"Rooms": Facebook stellt App für anonyme Chats vor
Simply: Allnet-Flat mit LTE und 1 GB Highspeed-Volumen ab 9,95 Euro
Kann eine Zeitungs-Flatrate nach dem Modell Spotify die Printmedien retten?
helloMobil: LTE-Allnet-Flat mit 2 GB Highspeed-Volumen ab 14,95 Euro
Neue Internetsteuer: Ungarn will 48 Cent pro Gigabyte kassieren
Microsoft steigert Umsatz um ein Viertel
Amazon eröffnet Rechenzentrum in Deutschland
Amazon auf Crashkurs: Riesenverlust von 437 Millionen Dollar
Snowden: Anschlag auf Boston Marathon zeigt Grenzen von Überwachung
Donnerstag, 23.10.2014
Google darf nicht alle Verlagsinhalte gratis nutzen - Streit schwelt weiter
Wohl offiziell: Microsoft verabschiedet sich vom Markennamen Nokia
Mehr Reichweite auf Smartphones: Twitter geht auf App-Entwickler zu
Microsoft stampft kostenlose Version von Xbox Music ein
Nach Uber und Airbnb: Städte gehen gegen Parkplatz-Apps vor
Shopping-App Shopkick startet mit großen Handelsketten in Deutschland
Weitere News
Komplettpaket
Fast alle Internet Anbieter bieten Tarife mit DSL Flat an.
Ein Telefonanschluss der Telekom ist für schnellen DSL Speed nicht mehr notwendig.
Wenn es noch schneller sein soll: VDSL macht's möglich. Jetzt Verfügbarkeit von Vodafone VDSL, 1und1 VDSL oder Alice VDSL checken!
DSL Alternativen
Kein DSL verfügbar oder ist der DSL Test lahm wie eine Schnecke?
Dann schnell mobiles Internet per UMTS bestellen.
Mit einer Downloadrate in DSL Geschwindigkeit wird UMTS zur DSL Alternative und Fernsehen im Internet wird ebenfalls mobil möglich.
Aber auch Internet über Kabel ist schnell und günstig.
Root Server
Mit einem Root Server haben Sie vollen Zugriff und richten ihren Dedicated Server komplett selbst ein.
Einfach einen Apache Server oder einen Webserver mit Windows Server 2003 erstellen - sie haben freie Hand.
Auch vServer sind kein Problem. Mit Plesk oder Confixx ist die Konfiguration schnell erledigt.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs