Anzeige:
Montag, 11.06.2012 16:16

VZ-Netzwerke: Neuer Name soll alte Probleme lösen

aus den Bereichen Computer, Sonstiges

Unter dem wachsenden Druck von Facebook versuchen die VZ-Netzwerke einen Neustart: Das Online-Portal SchülerVZ soll zu einem "edukativen Angebot" werden und künftig unter dem Namen Idpool firmieren, teilte die Betreiberfirma am Montag in Berlin mit. Für die schwächelnden Schwester-Plattformen StudiVZ und MeinVZ nannte das Unternehmen zunächst keine konkreten Pläne, es werde für das vierte Quartal "neue Optionen" prüfen. Die Firma VZ-Netzwerke selbst firmiert künftig unter dem Namen Poolworks. Im Zuge des Umbaus trennt sie sich von 25 ihrer 70 Mitarbeiter. Zudem gliedert der Mutterkonzern Holtzbrinck die Techniksparte in ein eigenes Unternehmen aus.

Anzeige

"Befreiungsschlag" angekündigt

In diesem Jahr stehe ein "Befreiungsschlag" an, ließ Firmenchefin Stefanie Waehlert mitteilen. "Wir wollen unsere führende Position im Markt für soziale Jugendnetzwerke ausbauen." SchülerVZ werde im vierten Quartal zu einer "interessenbasierten Contentplattform zum Austausch und Entwickeln von Fähigkeiten", der Ausbau erfolge über mehrere Schritte. Mit der neuen Ausrichtung ergänze SchülerVZ das Angebot des Mutterkonzerns Holtzbrinck und seiner Digitalsparte. Konkretere Pläne teilte das Unternehmen auf Anfrage nicht mit.

Allerdings droht SchülerVZ auch bei der jungen Zielgruppe Konkurrenz von Facebook. Das börsennotierte Unternehmen denkt einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge darüber nach, sich für Nutzer unter 13 Jahren zu öffnen - bislang das Mindestalter. Für die VZ-Netzwerke ist es nicht der erste Neustart: So hatte das Unternehmen im September 2011 ein überarbeitetes Design und neue Funktionen angekündigt; dabei sollten sich die Nutzer über ein Bewertungssystem und Feedback-Optionen einbringen können.

VZ-Netzwerke im Abwärtsstrudel

StudiVZ war lange Zeit das größte Soziale Netzwerk in Deutschland, die Plattform und ihre Schwesterportale SchülerVZ und MeinVZ haben aber gegen den rasant wachsenden Konkurrenten Facebook immer mehr an Boden verloren. Die Zahl der Seitenbesuche (Visits) sank im Mai laut IVW auf 44,7 Millionen; ein Jahr zuvor waren es noch 206,7 Millionen, im Mai 2010 sogar noch 466,2 Millionen. Noch im Februar hatte das Unternehmen erklärt, "an der Gewinnschwelle" zu arbeiten, am Montag äußerte es sich nicht zur Profitabilität.

Just der Erfolg von Facebook hätte der VZ-Mutter Holtzbrinck viel Geld in die Kasse spülen können: Das Unternehmen verhandelte 2008 Medienberichten zufolge mit dem US-Konzern über einen Verkauf der Online-Netzwerke, ließ die Gespräche aber platzen.

Christian Wolf / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 VZ:Netzwerke - Neuer Name (2 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von kball am 11.06.2012 um 20:28 Uhr
 Suche

  News
Sonntag, 19.04.2015
YouTube-Blogger LeFloid kritisiert Fernsehnachrichten
Samstag, 18.04.2015
WhatsApp hat 800 Millionen aktive Nutzer pro Monat
Google-Suche findet jetzt auch das eigene Smartphone
BITKOM: Jedes zweite Unternehmen Opfer digitaler Angriffe
Payone: Banklizenz für Bezahldienst der Sparkassen
Dank Crowdfunding: Verpackungsfreier Supermarkt soll auch in München eröffnen
Neuer "Star Wars"-Trailer wird Hit im Internet
Freitag, 17.04.2015
BigBrotherAwards: Datenschützer verleihen Negativpreise an BND und Amazon
"WSJ": Apple Pay expandiert international nur langsam
Street View & Co.: Internetnutzer für bessere Online-Panoramadienste in Deutschland
Care Energy: Kostenloses Mobilfunkangebot mit 10 GB LTE-Datenvolumen
Yahoo plant möglicherweise Comeback als Suchmaschine
Bis zu 1.200 Mbit/s: Netgear bringt im Mai zwei neue Powerline-Adapter
Sony Pictures: Wikileaks veröffentlicht nach Hackerangriff über 200.000 interne Dokumente
Smartmobil.de "Volks-Flat": Allnet-Flat, SMS-Flat und LTE-Internet-Flat für 14,99 Euro
Weitere News
DSL Telefon
Der klassische Telefonanschluss ist out. Heute ist vielerorts bereits DSL verfügbar und macht das DSL Telefon möglich.
Eine Telefon Flatrate senkt die Kosten zudem erheblich.
Das DSL Angebot ist allerdings groß. Deshalb vorher Provider vergleichen.
Video on Demand
Trotz Kabel digital oder IPTV nix Interessantes gefunden?
Abhilfe schafft Video on Demand.
Per Download oder Videostream über das DSL Kabel kommen aktuelle Filme und Serien direkt nach Hause.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs