Anzeige:
Freitag, 01.06.2012 10:16

Richter schmettert Android-Klage von Oracle ab

aus dem Bereich Mobilfunk

Oracle hat in dem großen Prozess gegen Google wegen des Smartphone-Betriebssystems Android eine Niederlage auf breiter Front erlitten. Der zuständige kalifornische Richter William Alsup entschied, dass Software-Schnittstellen - sogenannte APIs - nicht urheberrechtlich geschützt sind. Oracle warf Google vor allem vor, mit Android die Urheberrechte an 37 APIs verletzt zu haben und forderte eine Milliarde Dollar Schadenersatz. Die Summe kann Oracle jetzt erst einmal vergessen. Das Unternehmen will aber noch in Berufung gehen.

Anzeige

Ein wichtiges Urteil

Die Entscheidung des Richters zum urheberrechtlichen Schutz der APIs könnte zu einem wichtigen Präzedenzfall in der Branche werden. Bisher gab es dazu noch keine Urteile. Richter Alsup argumentierte, die Software-Schnittstellen der Oracle-Software Java seien Funktionselemente für das Zusammenspiel von Programmen und damit nicht per Urheberrecht schützbar.

Von den Oracle-Vorwürfen blieb damit nicht viel übrig. Zuvor hatten die Geschworenen in dem Verfahren keine Verletzung von Oracle-Patenten durch Android festgestellt. Auch hatten sie keine großflächige Urheberrechtsverletzung gesehen. Sie erkannten nur den eindeutigsten Verletzungsfall an: Ein Entwickler hatte neun Zeilen Softwarecode übertragen. Google hatte dies auch eingeräumt und den Code-Schnipsel aus aktuellen Android-Versionen entfernt.

Java ist eine Software-Plattform, auf der Programme für die unterschiedlichsten Zwecke und auch für verschiedene Betriebssysteme aufsetzen können. Java wurde ursprünglich von Sun Microsystems entwickelt. Oracle hatte Sun und damit die Rechte an Java im Jahr 2010 übernommen.

Oracle verliert auf breiter Front

Oracle hatte den eigenen Schaden ursprünglich mit mehr als sechs Milliarden Dollar beziffert, musste die Ansprüche später jedoch auf rund eine Milliarde herunterschrauben. Der Richter William Alsup versuchte vor Prozessbeginn, die Unternehmen zu einer außergerichtlichen Einigung zu drängen. Die Gespräche blieben jedoch ergebnislos. Der Prozess sorgte zu Beginn für Schlagzeilen, weil in ihm die beiden Konzernchefs Larry Ellison und Larry Page sowie andere bekannte Manager und Software-Entwickler aussagten.

Eine Oracle-Sprecherin kündigte an, Oracle werde in Berufung gehen. "Dieses Urteil untergräbt den Schutz von Innovationen und Erfindungen in den Vereinigten Staaten", kritisierte sie im "Wall Street Journal".

Hayo Lücke / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Donnerstag, 26.02.2015
"Wall Street Journal": Google verdient mit YouTube kein Geld
Smart-TVs von Samsung nach missglücktem Update tagelang offline
Unitymedia und Kabel BW schnüren Pakete neu - maxdome teils enthalten
NetCologne startet neue Mobilfunktarife
Deutsche Telekom: Mehr Umsatz und Kunden mit Mobilfunk, Glasfaser und VDSL-Vectoring
WhatsApp Web jetzt auch für Firefox und Opera
Paypal übernimmt Inkasso für Händler
Verbraucherzentralen mahnen Facebook ab
Tote Leitung beim Anbieterwechsel: Telekom soll 75.000 Euro Bußgeld zahlen
Deutschland-Chef von Microsoft wird Personalvorstand der Telekom
"Drop the Box": Microsoft wirbt Dropbox-Kunden ab
Mittwoch, 25.02.2015
Telekom und Airbnb arbeiten zusammen - 30 Euro als Bonus für Kunden
Apple soll über 500 Millionen Dollar in Patentprozess zahlen
Smartphone-Ortung per Messung des Energieverbrauchs
BKA: Weltweites Botnetz zerschlagen - 3,2 Millionen Computer infiziert
Weitere News
Mobilfunk Provider
Neben den vier großen Netzbetreibern gibt es zahlreiche Mobilfunk Discounter Angebote - auch Billigmarken der Provider wie beispielsweise Simyo von E-Plus. Den Überblick zu behalten wird immer schwerer.
Dafür haben einige der Anbieter zusätzlich günstige Handys ohne Vertrag, vom Klapphandy bis hin zum Touchscreen Handy, im Angebot.
DSL Anschluss
Ist die Verfügbarkeit von DSL gegeben, beginnt die Suche nach dem richtigen Anbieter.
Der DSL Flatrate Vergleich zeigt die besten Tarife in der Übersicht.
Aber Vorsicht: Nicht jeder DSL Anschluss bringt Highspeed Internet. Der DSL Speed Check beweist es schnell, wenn das Internet Kabel lahmt.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs