Anzeige:

Donnerstag, 24.05.2012 17:16

Telekom-Aktionäre: Unmut über Kurs von Obermann

aus den Bereichen Breitband, Mobilfunk, Sonstiges

Die Aktionäre der Telekom verlieren zunehmend die Geduld: Seit Jahren dümpelt der Aktienkurs auf Tiefstwerten und die Dividende ist nicht mehr sicher. Konzernchef Obermann steuert mit neuen Geschäftsfeldern dagegen. Sie sollen Umsatz bringen, doch das braucht Zeit.

Anzeige

Aktionäre unzufrieden mit Telekom-Aktienkurs

Telekom-Chef René Obermann gerät zunehmend in die Schusslinie der Aktionäre. Bei der Hauptversammlung des Unternehmens am Donnerstag in Köln äußerten Kleinanleger ihren Unmut vor allem über die Entwicklung des Aktienkurses und der schwächelnden Geschäfte des Unternehmens im In- und Ausland. "Die Telekom braucht dringend eine Perspektive, um ein Ausbluten zu verhindern und um Umsatz- und Marktanteile zu verteidigen", sagte Klaus Kaldemorgen von der größten deutschen Fondsgesellschaft DSW.

Zuvor hatte sich auch Obermann unzufrieden gezeigt mit der Entwicklung der T-Aktie. Allerdings habe sich der Bonner Konzern in einem schwierigen Markt besser geschlagen als die vergleichbaren europäischen Konkurrenten. An der Börse notierte die T-Aktie am Nachmittag mit 8,77 Euro leicht im Plus.

Keine konkrete Antwort erhielten die Aktionäre auf Fragen nach der Dividendenpolitik in den kommenden Jahren. Für das laufende Geschäftsjahr werden an die Anteilseigener im Rahmen eines für drei Jahre angelegten Programms noch einmal mindestens 70 Cent ausgeschüttet. Anfang kommenden Jahres wolle der Vorstand über die künftige Finanzstrategie entscheiden, sagte Finanzvorstand Tim Höttges.

Obermann erneuert Kritik an der Regulierung in Deutschland

Das bröckelnde Kerngeschäft will Obermann künftig durch steigende Umsätze in den Wachstumssparten auffangen. So sollen sich die Erlöse aus dem mobilen Internet, aus Cloud- und Onlinediensten für Privatkunden sowie dem Bereich vernetztes Zuhause auf ein Volumen von 29 Milliarden Euro erhöhen. Man müsse den Geschäftsfeldern aber Zeit für ihre Entwicklung geben. Im vergangenen Jahr hatte die Telekom rund sechs Prozent Umsatz verloren. Zugleich werde die Telekom im Kerngeschäft um jede Kundenbeziehung kämpfen, betonte Obermann.

Der Telekom-Chef kritisierte erneut die scharfe Regulierung in Deutschland und die bevorzugte Behandlung von Kabelnetzbetreibern. Inzwischen werde auch im Mobilfunk durch die Eingriffe zur Absenkung der sogenannten Terminierungsentgelte zugelangt. Hierdurch würden Anreize zum Investieren genommen. Obermann: "Wir brauchen weniger statt mehr Regulierung".

Jörg Schamberg / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Obermann versagt: Service in der Abwärtsspirale (4 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Meester Proper am 25.05.2012 um 00:45 Uhr
 Suche

  News
Freitag, 29.08.2014
Grünes Licht: EU segnet E-Plus-Kauf durch Telefónica Deutschland endgültig ab
Endstation: Microsoft stellt MSN Messenger nach 15 Jahren komplett ein
Mobiler Hotspot Goodspeed: "Pro" Tarif erlaubt bald Ratenzahlung
Vormerken: Apple zeigt Neuheiten am 9. September
Kampf gegen Taxi-Branche: Fahrdienst-App Uber expandiert munter weiter
Samsung Gear S: Die Smartwatch navigiert mit HERE-Karten
DeutschlandSIM: 1-GB-Allnet-Flatrate kurze Zeit für 14,95 Euro
Doppeltes Highspeed-Datenvolumen für junge Leute bei o2 - im September sogar dreifaches
Projekt Wing: Auch Google entwickelt automatische Drohnen für Warenlieferung
Telekom: Telefonie-Störung behoben - Taskforce soll Fehler analysieren
 Magenta Mobil: Die Telekom wechselt die Mobilfunktarife aus
Urteil: E-Book-Anbieter dürfen Weiterverkauf der Dateien verbieten
Donnerstag, 28.08.2014
Trotz Kostendruck: Zalando will weiterhin kostenlose Retouren anbieten
Urteil: "Kostenloses" Flirtportal darf nicht kostenpflichtig sein
Telekom: Offenbar erneut Störung der IP-Telefonie
Weitere News
DSL Telefon
Der klassische Telefonanschluss ist out. Heute ist vielerorts bereits DSL verfügbar und macht das DSL Telefon möglich.
Eine Telefon Flatrate senkt die Kosten zudem erheblich.
Das DSL Angebot ist allerdings groß. Deshalb vorher Provider vergleichen.
Internet TV
Mit Kabel oder VDSL per Internet TV aufregende Unterhaltungsangebote nach Hause holen.
Nicht nur mit 1und1 VDSL, T-Home VDSL oder Vodafone VDSL gibt es rückelfreies TV Programm.
Auch die Kabelnetzbetreiber haben gute Angebote.
Komplettpaket
Fast alle Internet Anbieter bieten Tarife mit DSL Flat an.
Ein Telefonanschluss der Telekom ist für schnellen DSL Speed nicht mehr notwendig.
Wenn es noch schneller sein soll: VDSL macht's möglich. Jetzt Verfügbarkeit von Vodafone VDSL, 1und1 VDSL oder Alice VDSL checken!
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs