Anzeige:
Montag, 28.05.2012 11:01

Garmin nüvi 3590LMT: Navi mit Live-Option im Test

aus dem Bereich Sonstiges
Von Christian Wolf

Waren klassische Navigationssysteme noch vor einigen Jahren die erste Wahl, wenn es auf unbekannten Strecken darum ging, bequem von A nach B zu gelangen, ist den ehemaligen Platzhirschen in Form von Navigations-Apps mittlerweile ebenbürtige Konkurrenz erwachsen. Neben einem meist geringeren Anschaffungspreis versprechen diese mehr Flexibilität bei der Suche nach Points of Interests (POI) über mobiles Internet sowie eine auf Echtzeit-Daten basierende Verkehrsvorhersage. Während einige Hersteller wie TomTom daher auch ihre Navigationsgeräte verstärkt mit Live-Zugängen ausstatten, setzt der US-Branchenführer Garmin bei aktuellen Premium-Modellen seit März dieses Jahres auf ein duales System mit optionaler mobiler Internetanbindung über die Android-App Smartphone Link. Eines dieser Neuvorstellungen ist das seit kurzem erhältliche nüvi 3590LMT (Lifetime Maps & Traffic), das inklusive lebenslange Karten-Updates und TMC-Pro-Abo für die Europa-Region ausgeliefert wird. Wir haben es getestet.

Anzeige

Navi im Mini-Tablet-Format

Mit Abmessungen von 13,8 x 8,7 x 1,3 Zentimetern besticht das rund 200 Gramm schwere Gerät zunächst vor allem durch seine schiere Größe. Ganze 5 Zoll misst der kapazitive Multi-Touch-Glasbildschirm, der optisch sofort Assoziationen an gängige Mini-Tablets weckt und auch im Hochformat genutzt werden kann. In Sachen Auflösung kann das nüvi mit 800x480 Pixeln zwar dann doch nicht ganz mit den Flachrechnern konkurrieren, für die grafische Darstellung der Routenführung genügt diese aber allemal. Ein echter Hingucker ist auch die Verarbeitung. Das von einem polierten Edelstahl –Streifen umrandete Gehäuse hat nichts mit den rauen Plastikschalen niedrigerer Preisklassen gemein. So ist die Materialanmutung durchgehend hochwertig. Die mit einer rutschfesten Beschichtung überzogene Rückseite fühlt sich dabei nicht nur äußerst angenehm an, sondern vermittelt selbst kleineren Händen jederzeit einen sicheren Griff. Ein Übriges tut das nahezu rahmenlose Display, das durch kräftige Farben und hohe Helligkeitswerte auch bei stärkerer Sonneneinstrahlung überzeugen kann. Allerdings ist die Glasfläche nicht entspiegelt und zieht Fingerabdrücke magisch an.

Nüvi 3590LMT Lieferumfang
Lieferumfang des Garmin Nüvi 3590LMT. Bild: onlinekosten.de

Das Zubehör entspricht auf den ersten Blick dem bei Navis enthaltenen Standard-Repertoire. So finden sich Schnellstart-Anleitung, USB-Kabel und kleine Saughalterungen, allerdings ebenfalls ein Gutschein für das Audio-Portal Audible, mit dem sich ein Hörbuch kostenfrei herunterladen lässt. Da das nüvi 3590LMT das spezielle Audible-Format unterstützt, kann der gewählte Titel auch auf dem Gerät wiedergegeben werden. Eine zweite Besonderheit zeigt sich bei genauerer Betrachtung der aktiven Windschutzscheibenhalterung. So wird diese in der Garmin-Oberklasse mit einem integrierten Zusatzlautsprecher ausgeliefert, der auch bei Umgebungs- und Fahrgeräuschen für verständliche Sprachansagen sorgt, bei voller Auslastung aber zum Übersteuern neigt. Die Verbindung zum Gerät erfolgt ausschließlich über Kontakte an der per Kugelgelenk verstellbaren Plastik-Aufnahme, in die sich das nüvi mühelos mit einer Hand einrasten lässt. Auch die Kabel für Stromversorgung und den Empfang des von NAVTEQ bereitgestellten Verkehrsdienstes TMC Pro werden direkt mit der Halterung gekoppelt. Lästiges An- und Abstecken bei Abfahrt und Ankunft entfällt daher. Zudem bietet der statische Aufbau Hobby-Bastlern die Möglichkeit, Anschlussleitungen hinter der Verkleidung des Armaturenbrettes zu verlegen.

Garmin Halterung
In die Halterung des nur 1,3 Zentimeter dünnen Gerätes wurde ein zusätzlicher Lautsprecher integriert. Bilder: onlinekosten.de

Bekannte Bauwerke als 3D-Modelle

Wird die Zündung aktiviert, meldet das nüvi automatisch Bereitschaft; im umgekehrten Fall wechselt es innerhalb von 15 Sekunden selbstständig zurück in den Stand-by-Modus. Während die Warmstart-Phase aus dem Stand-by zu Fahrtbeginn kaum zwei Sekunden in Anspruch nimmt, ist der Kaltstart bei vollständig ausgeschaltetem Gerät erst nach rund 25 Sekunden abgeschlossen. Anschließend kann die Navigation starten. Die Bedienung ist dabei meist einfach gehalten, allerdings wirkt das Menü anfangs etwas unübersichtlich. Die Reaktion des Touchscreens auf Eingaben steht den Displays aktueller Oberklasse-Smartphones in nichts nach. Unterstützt werden ebenfalls Fingergesten zum Vergrößern beziehungsweise Verkleinern von Kartenausschnitten. Im Alltag ohne Nutzen, aber dennoch schön anzusehen, ist die Möglichkeit, soweit aus der Karte herauszuzoomen, bis der gesamte Globus zu sehen ist. Auch die übrige Landschaft wird wahlweise zwei- oder dreidimensional dargestellt. Berge etwa sind daher als Erhöhungen zu sehen, in Städten werden die Straßen bei entsprechender Vergrößerung hingegen durch dunkelgraue Häuser-Placebos gesäumt, um die Orientierung zu erleichtern. Bekannte Bauwerke sind als farbige 3D-Modelle eingefügt.

Die Anzeige erfolgt auf Wunsch in 3D; einige Bauwerke werden dabei als Modelle dargestellt - hier der Kölner Dom.
Screenshots: onlinekosten.de

Trotz der grafischen Finessen erfolgt der Bildaufbau meist zügig und ohne größere Ruckler. Ebenfalls mit Symbolen verzeichnet sind zudem POIs in der unmittelbaren Umgebung, die sich auf Wunsch per Fingerzeig auswählen, bewerten oder in die aktuelle Streckenführung einbinden lassen. Verläuft die gewählte Route über Autobahnen, informiert das nüvi auf Wunsch ebenfalls über spezielle Autobahn-POIs. Eine Auswahl der nächstgelegenen Tankstellen, Restaurants, Hotels und Toiletten lässt sich dabei über das Cockpit-Menü aufrufen. Als "Cockpit" bezeichnet Garmin die Anzeige der aktuellen Reiseinformationen am unteren Bildschirmrand. Hier lassen sich je nach Design-Vorlage bis zu fünf Einzeldaten anzeigen, so unter anderem Fahrtrichtung, Höhe, Tempolimits, Geschwindigkeit, Uhrzeit, Distanz bis zum Ziel oder auch Ankunftszeit.

Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Dienstag, 04.08.2015
Aus für Range: Bundesjustizminister Maas entlässt Generalbundesanwalt
Android Lollipop auf dem Vormarsch: Anteil innerhalb von drei Monaten verdoppelt
Spurensuche im Fall Netzpolitik.org: Keiner will's gewesen sein
Smartmobil.de: Vier Datenflats mit bis zu 5 GB LTE-Datenvolumen zum Sparpreis
Unitymedia startet kostenloses WLAN in Köln - 3 GB Highspeed-Datenvolumen pro Monat
Sony stellt Mittelklasse-Smartphones Xperia M5 und Xperia C5 Ultra vor
Apple Watch: Krankenkasse gibt 50 Euro Zuschuss für Kauf der Smartwatch
Montag, 03.08.2015
Sky Go Extra: Neue Offline-Option erlaubt Download von Filmen und Serien
DSL-Tarife im August: DSL- und VDSL-Sparangebote im Überblick
Verivox: So nutzen Kinder Smartphones sicher - passende Tarife schon für unter 10 Euro
Unitymedia überarbeitet Internet-Tarife: Günstiger, aber teils weniger Speed
Mobiles Internet im August: Tarife für den Urlaub - mehr Datenvolumen sichern
DeutschlandSIM: Allnet-Flat und Internet-Flat mit 2 GB LTE-Datenvolumen für 14,99 Euro
Windows 10 kostenlos: Vorsicht vor gefälschter Microsoft-Mail
Sonntag, 02.08.2015
Trampender Roboter "hitchBOT" auf Reise durch die USA zerstört
Weitere News
Kabel
Ein Internet Anschluss über Kabel bei Anbietern wie Unitymedia, früher ish, oder Kabel Deutschland liegt voll im Trend.
Ob Internet Fernsehen oder nur surfen mit Highspeed: Vieles wird erst richtig mit Kabel Internet möglich.
Jetzt bestellen und den Sieger im Speedcheck testen. Einen Kabel Digital Receiver gibt's auf Wunsch dazu.
DSL Telefon
Der klassische Telefonanschluss ist out. Heute ist vielerorts bereits DSL verfügbar und macht das DSL Telefon möglich.
Eine Telefon Flatrate senkt die Kosten zudem erheblich.
Das DSL Angebot ist allerdings groß. Deshalb vorher Provider vergleichen.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs