Anzeige:
Mittwoch, 16.05.2012 15:19

Kleinaktionäre unterliegen im Telekom-Prozess

aus dem Bereich Sonstiges

Im millionenschweren Prozess um den dritten Telekom-Börsengang im Jahr 2000 haben die klagenden Kleinaktionäre eine klare Niederlage erlitten. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat in dem Verkaufsprospekt für die T-Aktie keine Fehler entdeckt, wie die Senatsvorsitzende Birgitta Schier-Ammann am Mittwoch verkündete. Die rund 17.000 Anleger erhalten daher keinen Schadensersatz, den sie in Höhe von rund 80 Millionen Euro eingeklagt haben.

Anzeige

Verhandlung am BGH wird folgen

Der größte Anlegerschutzprozess in der deutschen Rechtsgeschichte ist damit aber nicht beendet: Andreas Tilp, Anwalt des Musterklägers mit einem Schaden von 1,2 Millionen Euro, kündigte die umgehende Einreichung der Revision beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe an. Mit einer Entscheidung rechne er nicht vor Mitte des kommenden Jahres, sagte der Anwalt. Der Musterentscheid stelle lediglich einen "Pyrrhus-Etappensieg" für die Telekom und den Bund dar. "Das entscheidende und letzte Wort wird der BGH sprechen, den wir nunmehr erstmals nach über elf Jahren Prozessdauer anrufen können."

Telekom-Anwalt Bernd-Wilhelm Schmitz zeigte sich hingegen hochzufrieden über den Ausgang des Mammut-Prozesses mit 18 Prozesstagen. "Das Gericht hat bestätigt, dass es keinen Prospektfehler gab und dass sich alle gegen die Deutsche Telekom erhobenen Vorwürfe als haltlos erwiesen haben.(...) Wir sind überzeugt, dass dieser Prospekt in Ordnung ist", sagte Schmitz.

Von 63,50 Euro auf 9 Euro

Der Musterprozess hatte vor vier Jahren beim Oberlandesgericht Frankfurt begonnen und sollte wesentliche Rechtsfragen aus dem noch offenen Vorverfahren beim Landgericht Frankfurt in einem Musterentscheid klären. Das Gericht war sogar in die USA gereist und hatte dort Zeugen vernommen. Die ersten Aktionärsklagen stammen schon aus dem Jahr 2001. Die Anleger haben massive Kursverluste erlitten. Beim sogenannten dritten Börsengang waren im Juni 2000 die mehrfach überzeichneten Aktien zu einem Kurs von 63,50 Euro ausgegeben worden. Danach stürzte der Kurs ab und liegt aktuell bei rund 9 Euro.

Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
Infoseiten zum Thema:
onlinekosten.de Community
 Suche

  News
Freitag, 27.03.2015
Chromecast: 60 Euro Bonus für Musik und Filme
Blackberry schafft schwarze Quartalszahlen - Umsatz sinkt weiter
Rabatt bei winSIM und PremiumSIM: Allnet-Flats bis zu 28 Prozent günstiger
Windows-Update verzögert Spielbeginn: Paderborner Basketballer vor Abstieg
Telekom: MagentaZuhause Sparaktion für ausgewählte Städte
Intel und Micron: Neue 3D-Speicherkarte fasst mehr als zehn Terabyte Daten
Simply: 250 Frei-Minuten, 250 Frei-SMS und 1-GB-Internet-Flat für 9,95 Euro
Apple-Chef Tim Cook will sein gesamtes Vermögen spenden
Koalition für bessere Computer-Bildung - Appell an die Länder
Deutsche Banken kündigen Paypal-Konkurrenten an
Vom Netz auf die Straße - Online-Händler öffnen reale Läden
Donnerstag, 26.03.2015
Osterurlaub geplant? Verbraucherzentrale warnt vor Roaming-Kosten
YouTube plant Streaming von eSports und Live-Gaming
Neue "Marktwächter" für Finanzen und Internet-Angebote starten
"Periscope": Twitter startet eigene Live-Streaming-App
Weitere News
Mobilfunk Discounter
Inzwischen ist das Angebot an günstigen Mobilfunk-Tarifen sehr unübersichtlich.
Neben Billigmarken der großen Provider wie Simyo oder Fonic gibt es zahlreiche unbekanntere Discounter mit günstigen Preisen.
Eine Übersicht bietet unser Prepaid-Vergleich.
Video on Demand
Trotz Kabel digital oder IPTV nix Interessantes gefunden?
Abhilfe schafft Video on Demand.
Per Download oder Videostream über das DSL Kabel kommen aktuelle Filme und Serien direkt nach Hause.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs