Anzeige:

Dienstag, 08.05.2012 16:43

Mastercard wittert Führungsrolle per Paypass

aus dem Bereich Sonstiges

Der Kreditkarten-Riese Mastercard will eine Schlüsselrolle bei digitalen Bezahlsystemen der Zukunft spielen. Mastercard plant eine einheitliche Plattform, über die Zahlungen unabhängig von Ort oder Gerät abgewickelt werden können. Als einen Baustein kündigte der US-Konzern in der Nacht zum Dienstag den Einstieg ins Geschäft mit Online-Bezahldiensten ein.

Anzeige

Zahlen per Klick und ohne PIN

Mit dem System Paypass Online sollen Internet-Einkäufe abgerechnet werden. Die Idee: Die Nutzer geben ihre Kreditkartendaten in der Internet-Wallet ein und bezahlen per Mausklick auf einen entsprechenden Button. Das Eingeben der Kreditkarten-Daten bei jedem Kauf entfällt. Auch Zusatzdienste wie Paypal bleiben außen vor.

Die Daten der Kreditkarten werden verschlüsselt an die Verkäufer übermittelt. Dabei betont man bei MasterCard, dass auch auch andere Anbieter das System nutzen können. Auch American Express, Visa und andere Kredit- und Prepaid-Kartenanbieter können ihren Kunden das Internet-Pendant zur Plastikkarte anbieten. Die Händler entscheiden, welche Karten für eine bestimmte Zahlung akzeptiert werden.

Die Branche wertet dies als Frontalangriff auf heutige große Anbieter wie die Ebay-Tochter Paypal. Unter den Startpartnern werden die Fluggesellschaft American Airlines und der Buchhändler Barnes & Noble sein. Teil des Gesamtkonzepts ist auch der bereits abgebotene Service zum Bezahlen per Handy.

Zahlen per Klick und ohne PIN

Das elektronische Portemonnaie unter der Marke Paypass Wallet soll im dritten Quartal zunächst in den USA, Kanada, Großbritannien und Australien starten.

Die Händler profitieren durch die einheitlichen Zahlungswege, so Mastercard. Sie könnten elektronische Zahlungen einheitlich entgegennehmen, ob nun im Internet, per Bezahlsymbol auf dem Smartphone ganz oder konservativ an der Kasse bezahlt wird. Denn auch das Zahlen an der Kasse ist bei Paypass vorgesehen: kontaktlos mittels Ableser, also ohne "Durchziehen" oder PIN-Eingabe, so Mastercard.

Den Dienst wollen zahlreiche Banken wie Citibank, die spanischen Institute Banesto und Banco Popular oder die schwedischen SEB und Swedbank Sweden unterstützen. In Deutschland sei die Plattform zum Start noch nicht verfügbar, sie der Kreditwirtschaft aber bereits vorgestellt worden.

Facebook bald auf Shopping-Tour?

Dem Geschäft der Zahlungsabwickler steht mit dem Vormarsch des Internets sowie der Smartphones und Tablet-Computer ein großer Umbruch bevor. Als besonders zukunftsträchtig gelten mobile Bezahldienste. Hier stehen viele Wettbewerber in den Startlöchern: Neben Mobilfunk-Anbietern auch etwa Paypal und die Mastercard-Konkurrenten Visa und American Express. Auch Facebook wird oft als möglicher Neueinsteiger gesehen.

Netz-Experte Maks Giordano vermutet, dass das weltgrößte Online-Netzwerk nach dem anstehenden Börsengang mit der prall gefüllten Kriegskasse auch in diesem Bereich auf Einkaufstour gehen dürfte.

Dorothee Monreal / Mit Material der dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Zahlen an der Kasse (1 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von leinadbhv am 08.05.2012 um 22:31 Uhr
 Suche

  News
Mittwoch, 16.04.2014
EU-Freigabe: Telekom darf osteuropäischen Anbieter GTS übernehmen
Keine Gnade für Wikileaks-Informantin Manning
Dienstag, 15.04.2014
Twitter kauft Daten-Auswerter Gnip
Google Glass: Limitierter Verkauf in den USA gestartet
congstar-Aktion: Allnet-Flatrates mit zwei Gratismonaten
Härtere Gesetze bei Kinderpornos: Union will Änderungen
Neue Details zur E-Plus-Übernahme: Telefónica pokert mit Mini-Zugeständnissen
Holländerin nach Twitter-Drohung gegen Airline wieder frei
Neue Tarife bei simyo
Google kauft Drohnen-Hersteller Titan Aerospace
EinfachVoIP.de startet Faxdienst - Osteraktion mit 5 Euro Bonusguthaben
Sat Internet Services: Neue Tarifstruktur - Speed steigt auf bis zu 22 Mbit/s
"Heartbleed"-Sicherheitslücke: Online-Dienste kämpfen immer noch mit den Folgen
Montag, 14.04.2014
Türkei vs. Twitter: Dialog soll Lösung bringen
Lebensmittel-Lieferdienst REWE online startet in Bremen
Weitere News
Internet per Flat
Ob per Kabel oder mit VDSL: Erst eine Flat bringt richtig Spaß beim Surfen über die schnellen Internetleitungen.
Jetzt die Kabel-Angebote vergleichen oder neben der T-Home VDSL Verfügbarkeit die 1und1 VDSL und Vodafone VDSL Verfügbarkeit prüfen.
Alle günstigen Tarife hier in unserem DSL Preisvergleich.
DSL Anschluss
Ist die Verfügbarkeit von DSL gegeben, beginnt die Suche nach dem richtigen Anbieter.
Der DSL Flatrate Vergleich zeigt die besten Tarife in der Übersicht.
Aber Vorsicht: Nicht jeder DSL Anschluss bringt Highspeed Internet. Der DSL Speed Check beweist es schnell, wenn das Internet Kabel lahmt.
Prepaid Handy
Mit einem Prepaid-Tarif lässt sich bei voller Kostenkontrolle telefonieren. Allerdings benötigt man dann auch ein Handy ohne Vertrag.
Wer einen Discounter-Tarif bei Anbietern wie Fonic oder Simyo wählt, muss sich noch nach einem Prepaid Handy umsehen.
Verschiedene Modelle gibt es in unserer Handy Übersicht.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs