Zum Ausmaß der während des Registrierungsverfahrens für die neuen Top Level Domains (nTLDs) aufgetretenen Datenpanne hat die ICANN nun erstmals genauere Informationen veröffentlicht. Wie ICANN-Geschäftsführer Akram Atallah am Mittwoch bekanntgab, sei es in mindestens 455 Fällen zu einem Einblick Dritter in Datei- und Benutzernamen gekommen. Die Gesamtzahl der gespeicherten Dokumente habe zu diesem Zeitpunkt bei mehr als 95.000 gelegen.
Anzeige
| ||
Mindestens 105 Domain-Aspiranten betroffen
Von insgesamt 1.268 Antragstellern seien dabei mindestens 105 von einer möglichen Offenlegung ihrer Daten betroffen. Mindestens 50 Nutzer hätten laut ICANN zudem die Möglichkeit gehabt, einzelne oder mehrere Datei- und Benutzernamen von Mitbewerbern einzusehen. Die vollständige Auswertung der Log-Dateien dauert allerdings noch an. Bis spätestens zum 8. Mai soll das Prüfungs- und Informationsprozedere abgeschlossen sein.
Anschließend werde das Computersystem für mindestens fünf Tage erneut freigeschaltet, um allen Interessenten ausreichend Gelegenheit zu geben, ihre Unterlagen zu kontrollieren und gegebenenfalls zu vervollständigen, teilte Atallah mit. Mit konkreten Details zum weiteren zeitlichen Ablauf des Vergabeprozesses ist voraussichtlich Anfang kommender Woche zu rechnen.


