Anzeige:
Montag, 30.04.2012 17:16

Neue TLDs: Zwangspause verlängert sich erneut

aus dem Bereich WebHosting

Die Wiederaufnahme des nach einer Datenpanne seit Mitte April unterbrochenen Registrierungsverfahrens für die Vergabe der neuen Top Level Domains (TLDs) verzögert sich erneut. Wie die Domain-Verwaltungsorganisation ICANN am Freitag auf ihrer Homepage mitteilte, ist der Neustart frühestens in der kommenden Woche zu erwarten.

Anzeige

Auswertung von Log-Dateien

Zunächst müssten noch verschiedene Log-Dateien ausgewertet werden, um die Dimension des Vorfalls abschließend bestimmen zu können. Untersucht werde dabei der gesamte Zeitraum zwischen dem 12. Januar und dem 12. April dieses Jahres. Betroffene Bewerber sollen dabei innerhalb der kommenden sieben Tage im Detail über eine mögliche Einsichtnahme Dritter in geschütztes Datenmaterial informiert werden. Bisherige Analysen hätten allerdings ergeben, dass es sich um ein begrenztes Problem handele, so die ICANN.

Ein neuer Zeitplan soll erst veröffentlicht werden, sobald der Aufarbeitungsprozess vollständig abgeschlossen ist. Mit entsprechenden Neuigkeiten dürfte somit frühestens nach dem 8. Mai zu rechnen sein. Die ursprünglich für den 30. April vorgesehene Veröffentlichung der Namensliste mit den bestätigten Antragstellern verschiebt sich damit ebenfalls auf unbestimmte Zeit, zumindest aber bis Ende Mai.

Veröffentlichung der Bewerbernamen möglicherweise erst Ende Juni

In einem Interview mit dem britischen Fachmagazin "DomainIncite" schloss ICANN-Chef Rod Beckstrom dabei aber auch einen Termin bis in die letzte Juni-Woche hinein nicht mehr aus. Weitere Verzögerungen seien für viele Bewerber zwar frustrierend, allerdings stehe die vollständige Beseitigung der Fehler an erster Stelle. Nach der Wiederaufnahme des Verfahrens stünde zudem eine Frist von fünf Tagen zur Verfügung, um unterbrochene Registrierungsprozesse abzuschließen. Beckstrom gab derweil zu, das Problem zunächst unterschätzt zu haben. So seien zwar bereits Mitte März einige Unstimmigkeiten entdeckt worden, jedoch habe man erst am 12. April das gesamte Ausmaß der gefundenen Schwachstelle erkannt.

Ob dies im Zusammenhang mit etwaigen Manipulationsversuchen geschehen sei, wollte der ICANN-Chef allerdings nicht kommentieren. Bislang hatte die Domain-Organisation jedoch stets versichert, dass es zu keiner Zeit eine Beeinflussung des Verfahrens durch Dritte gegeben habe. Auch gegenüber "DomainIncite" bekräftige der Spitzenmanager, es seien zwar mehrere Namen von Personen sowie Dateien sichtbar gewesen, aber keinerlei Inhalte einzelner Dokumente. Erstmals nannte Beckstrom zudem die Zahl der Bewerber: insgesamt 1.268 Nutzerkonten seien bis Ende März registriert worden, dies entspreche somit aller Voraussicht nach auch der Mindestmenge an neuen TLDs. Die tatsächliche Summe dürfte gleichwohl deutlich höher ausfallen: Pro Account können bis zu 50 Anträge eingereicht werden.

Christian Wolf
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Freitag, 24.10.2014
"Rooms": Facebook stellt App für anonyme Chats vor
Simply: Allnet-Flat mit LTE und 1 GB Highspeed-Volumen ab 9,95 Euro
Kann eine Zeitungs-Flatrate nach dem Modell Spotify die Printmedien retten?
helloMobil: LTE-Allnet-Flat mit 2 GB Highspeed-Volumen ab 14,95 Euro
Neue Internetsteuer: Ungarn will 48 Cent pro Gigabyte kassieren
Microsoft steigert Umsatz um ein Viertel
Amazon eröffnet Rechenzentrum in Deutschland
Amazon auf Crashkurs: Riesenverlust von 437 Millionen Dollar
Snowden: Anschlag auf Boston Marathon zeigt Grenzen von Überwachung
Donnerstag, 23.10.2014
Google darf nicht alle Verlagsinhalte gratis nutzen - Streit schwelt weiter
Wohl offiziell: Microsoft verabschiedet sich vom Markennamen Nokia
Mehr Reichweite auf Smartphones: Twitter geht auf App-Entwickler zu
Microsoft stampft kostenlose Version von Xbox Music ein
Nach Uber und Airbnb: Städte gehen gegen Parkplatz-Apps vor
Shopping-App Shopkick startet mit großen Handelsketten in Deutschland
Weitere News
Handys
Wer keinen Mobilfunk-Vertrag abschließen will, braucht zu seiner Prepaid SIM-Karte von Anbietern wie Simyo oder Fonic noch ein Handy ohne Vertrag. Die Auswahl ist groß, ebenso wie die Preisunterschiede.
Ob klassisches Tastenhandy oder Touchscreen Handy: Wir stellen aktuelle Modelle verschiedener Preiskategorien vor.
Mobilfunk Discounter
Inzwischen ist das Angebot an günstigen Mobilfunk-Tarifen sehr unübersichtlich.
Neben Billigmarken der großen Provider wie Simyo oder Fonic gibt es zahlreiche unbekanntere Discounter mit günstigen Preisen.
Eine Übersicht bietet unser Prepaid-Vergleich.
Turbo Internet
DSL 16000 ist im Vergleich zu DSL 1000 oder DSL 2000 zwar schnell.
Mit VDSL geht es noch viel schneller: DSL 25000 und DSL 50000 brechen alle Rekorde im DSL Test.
Aber auch Internet über Kabel kann da mithalten.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs